Sicherheitsexperten stellen auf der Hackerkonferenz Black Hat am Donnerstag den bisher resistentesten Computerschädling vor. "Rakshasa" ist nach einem Hindu-Dämon benannt, besteht aus Teilen frei verfügbarer Open-Source-Software und ersetzt das BIOS eines Computers, also jenes Basissystem, das die Komponenten eines Computers und das eigentliche Betriebssystem startet. So entgeht Rakshasa jedem herkömmlichen Anti-Viren-Programm. Es handelt sich nicht um den ersten BIOS-Schädling, aber um den bisher hartnäckigsten, berichtet die "PC World".
Rakshasa infiziert nebenbei auch andere PC-Komponenten wie etwa die Netzwerkkarte. Solllte er also doch entdeckt und tatsächlich gelöscht werden, kann er sich von den anderen Komponenten aus wiederherstellen. Die einzige Möglichkeit, den Schädling loszuwerden, ist es, den Computer abzuschalten und jede Komponente manuell neu aufzusetzen, berichtet das Magazin. Eine Methode, die für die meisten Nutzer unmöglich sei und eine spezielle Ausrüstung erfordere.
Könnte bereits vorinstalliert werden
Der Forscher erklärt, dass Schädlinge wie Rakshasa etwa in der Produktionskette von Computern eingespielt werden könnten und betonte, dass die meisten Rechner - inklusive Macs - in China hergestellt werden. Rakshasa könne aber auch nachträglich über Sicherheitslücken eingeschleust werden - das sei zwar schwieriger, aber in vielen Fällen nicht unmöglich. Der Schädling ist so konzipiert, dass er andere Viren und Trojaner nachladen kann, die Angreifern das volle Repertoire von Spionage bis zur Fernsteuerung bieten.
(Red. )
HTC One im TestDesignerstück mit Foto-Qualitäten
Technik-Experten-QuizKey Lime Pie zum Frühstück?
iOS 6Das neue Betriebssystem für iPhone und iPad
Wii UNintendo präsentiert Gamepad und Miiverse
Angry-Birds-FrustAlternativen für iPhone und Android