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Satellitenempfang aus der Steckdose

15.08.2012 | 18:22 |  UWE FISCHER (Die Presse)

Devolo kombiniert die bewährte Powerline-Technologie mit einem Sat-Receiver und bringt so das Signal von der (vorhandenen) Sat-Schüssel ohne Extrakabel in jedes Zimmer.

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Internetsurfen über das Stromnetz hat sich als Technologie bereits bewährt, jetzt kann auch Satellitenfernsehen aus der Steckdose bezogen werden: Devolo stellte mit dem dLAN TV Sat 2400-CI+ einen neuen Receiver vor, der den Kabelsalat im Wohnzimmer auf ein Mindestmaß reduzieren soll.

Das System besteht aus vier Komponenten: dem eigentlichen Receiver, der via HDMI oder Scart an den Fernseher angeschlossen wird, einem Empfangsteil, der direkt an der Sat-Buchse oder im Idealfall gleich bei der Schüssel installiert wird, und zwei dLAN-Adaptern. Bei den Letzteren handelt es sich um dieselben Adapter, die auch für die Verteilung des Internets im Haushalt über das Stromnetz benutzt werden.

Da 400 Euro für einen „normalen“ Satellitenempfänger aber etwas überbezahlt erscheinen, wird sich die Anschaffung des Devolo-Receivers wohl nur dort lohnen, wo man sich tatsächlich das Verlegen meterlanger Koax-Kabel ersparen will. Wenn beispielsweise die Satellitenschüssel auf dem Dach montiert ist, kann man den Empfangsteil auf dem Dachboden aufstellen und dort – so eine Steckdose vorhanden ist – das Signal über den dLAN-Adapter in das Stromnetz einspeisen. Im Wohnzimmer braucht der Receiver über den zweiten Adapter nur an einer normalen Steckdose beim Fernseher angeschlossen zu werden.

Bei der ersten Inbetriebnahme baut der Receiver automatisch eine Verbindung zum Router auf. Dann kann das Gerät wie jeder andere Sat-Receiver benutzt werden. Um die ORF-Programme zu empfangen, wird allerdings noch ein CI+-Modul für die ORF-Karte benötigt, das noch einmal mit knapp 100 Euro zu Buche schlägt.

 

Timeshift und Mediaplayer

Mit dem dLAN TV Sat 2400-CI+ kann man nicht nur Live-Fernsehen in High Definition empfangen, wenn man einen USB-Stick oder eine externe Festplatte anschließt, stehen auch eine Aufnahmefunktion und eine virtuelle Pausentaste für das laufende Programm (Timeshift) zur Verfügung. Theoretisch lässt sich auch ein Programm aufnehmen, während man ein anderes ansieht, allerdings wird dazu ein zusätzlicher Empfangsteil benötigt.

Der dLAN TV Sat 2400-CI+ ist darüber hinaus auch ein vollwertiger netzwerkfähiger Multimedia-Player: Wenn das System in ein Heimnetzwerk eingebunden ist – dazu benötigt man allenfalls noch einen dritten dLAN-Adapter, sofern man nicht eine der beiden Komponenten ohnehin schon über ein Ethernet-Kabel mit dem Netzwerk verbunden hat –, kann der Player auch Inhalte von einem DLNA-kompatiblen NAS-Laufwerk oder einem PC direkt auf den Fernseher streamen.

Somit kann man über das Devolo-Kastl sowohl fernsehen wie auch Urlaubsbilder oder selbst aufgenommene oder aus dem Internet heruntergeladene Videoclips ins Wohnzimmer holen, ohne das gemütliche Ambiente durch einen unschönen und lauten PC zu stören.

In Summe ist der Devolo-Sat-Receiver mit Powerline-Anschluss eine praktische und vielseitige Lösung für Sat-Besitzer, die keine Kabel verlegen wollen. Ist die Verkabelung bereits vorhanden, gibt es aber billigere Alternativen.

Devolo dLAN TV Sat

Gefällt. Viele Funktionen inkl. Timeshift und Netzwerk-Mediaplayer, einfache Installation, fügt sich in bestehendes Heimnetzwerk ein.

Gefällt nicht. Nur für Sat-, nicht für Kabel-TV, Doppel-Tuner wäre wünschenswert.


E-Mails an: hightech@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.08.2012)

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4 Kommentare
Gast: funki
16.08.2012 07:57
2 0

Presse Redakteur UWE FISCHER ein Lobbyist?

"Internetsurfen über das Stromnetz hat sich als Technologie bereits bewährt..."

Sehr geehrter Herr Fischer,

entwender Sie sind ein Lobbyist oder Sie haben von Nachrichtentechnik bzw. Elektrotechnik keine Ahnung!

Befragen Sie einmal die österreichischen Fernmeldebehörden, welche Meinung diese zu der PLC Technologie haben.

Gast: Vita bene
16.08.2012 07:46
2 0

Störsender im Haus durch PLC

Aufgrund der vielen Störungen welche die PLC - Technik verursacht, ist von solchen Technologien abzuraten. Diese Technologie überschreitet die sehr hohen EMV- Werte um das "XXL-fache".

Für Laien:
Da kann man viele Handys mit hohen SAR-Werten eingeschaltet in der Hosentasche verstaut haben um auf diese Strahlungswerte zu kommen.

Jeder macht sich seine Gedanken über die gültigen "Elektrosmog"-Grenzwerte, aber sobald es um "Brot & Spiele" für das Volk geht wird das "Hirn" ausgeschaltet.

Gast: Fenstergucker
16.08.2012 06:19
1 0

Zum Glück ist nur zum Empfang von Pay-TV

"CI+" nötig, für den ORF reicht "CI". Das "+" ist nämlich nur für den Anbieter ein Mehrwert und nicht für den Seher.

Gast: Wasserlaeufer
15.08.2012 22:04
1 0

Und wie uebersetzt man das ganze Kauderwelsch

fuer Leute die so etwas nur ein Mal
im Leben anschliessen?

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