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Musikstreaming: Brücke zwischen Handy und Hi-Fi

28.08.2012 | 18:57 |  von Andreas Tanzer (Die Presse)

Sogenannte Netzwerkspieler bringen die Musik von PC, Smartphone oder Tablet per WLAN zur Anlage. Neuerdings wird oft auch Apple Airplay unterstützt.

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Mit dem Siegeszug des iPhone spielt die Musik auf Handy oder Tablet, unterstützt vom PC, der auch große Sammlungen souverän beherbergt. Wer diese auch auf Hi-Fi-Anlagen hören will, braucht neue Gerätschaften. Auch wenn immer mehr Kompaktanlagen, Receiver und Aktivlautsprecher mit Apple Airplay ausgerüstet sind oder den dlna-Standard verstehen und damit Musik via WLAN empfangen können, so wächst gleichzeitig das Segment der dezidierten Musikstreamer, auch Netzwerkplayer genannt. Diese dienen als Brücke zwischen Smartphone, PC oder Tablet und der eigentlichen Hi-Fi-Anlage, die in diesem Setting auch ein betagteres Exemplar sein darf.

Online-Radio als Draufgabe

Die Musikstreamer empfangen die Musikfiles per WLAN oder LAN–Kabel und reichen sie in analoge Signale übersetzt an die Hi-Fi-Anlage weiter. Mit der (W)LAN-Verbindung ist meist auch ein Zugang zum Internet gegeben. Über diese bieten Netzwerkplayer zusätzlich Zugriff auf Internet-Radio. Gesteuert wird mittels App beziehungsweise Apple Airplay/iTunes oder Pendants aus der Android-Welt. Eine Fernbedienung ist eher als Notbehelf gedacht.

In diesem Segment besonders umtriebig ist die High-End-Schmiede Naim. Nach dem im Mai vorgestellten Referenzstreamer NDS, der mit gut 8000 Euro allerdings auch preislich in einer sehr hohen Liga spielt, ist nun mit dem NAC-N 172 XS eine Netzwerkvorstufe auf den Markt gekommen, die mit rund 2200 Euro eine zumindest etwas breitere Kundenschicht anspricht. Die N 172 XS kann wie ein CD-Player an den Line-Eingang jeder Anlage angeschlossen werden, dient aber auch als Vorstufe für reine Endverstärker. Für 300 Euro Aufpreis wird ein UKW/DAB-Tuner eingebaut. Der N-172 XS schlägt damit auch die Brücke zum guten alten Radio; DAB-Digitalradio wird in Österreich nicht gesendet.

Zur gehobenen Einsteigerklasse zählen die Musikstreamer von Pro-Ject. Die 700 Euro teure Stream Box DS wurde mit verbesserter Firmware zur Stream Box DS net aufgerüstet, die nun 800 Euro kostet. Der baugleiche Vorgänger ist weiter erhältlich und kann um 100 Euro ebenfalls zur net-Variante upgedated werden. Ein wenig teurer ist die Stream Box RS, die mit einem integrierten Röhren-Vorverstärker ausgestattet ist und dieser Tage für rund 1500 Euro in den Handel kommt.

Am absoluten High-End hat die Streamer-Familie mit dem 17.500 Euro teuren Reference DAC von Audio Research Zuwachs bekommen. Wie bei den anderen Streamern steht der interne D/A-Wandler auch zur Verfügung, um den Klang von per Digitaleingang angeschlossenen CD- oder DVD-Playern zu veredeln.

Wie schon am Preisniveau abzulesen ist, sind Musikstreamer für die anspruchsvolle Klientel gedacht. Entsprechend ist neben MP3 auch das Flac-Dateiformat Standard. Apple-User dürfen sich immer öfter auch über die Unterstützung von Apple-Lossless (Alac) freuen. Flac und Alac sind verlustlos, bieten also exakt dieselbe Qualität wie die CD. Mehr noch: Im Internet können Flacs mit Samplingfrequenzen jenseits des CD-Standards von 44 kHz gekauft werden. Streamer der Oberklasse können auch Flac-Dateien mit bis zu 192 kHz verstehen.

Streaming für schmälere Budgets

Aber nicht nur High-End–Anbieter haben Musikstreamer im Programm, auch bodenständigere Hersteller bieten Lösungen an, um ältere Anlagen an neue Nutzungsgewohnheiten anzupassen. Philips etwa hat im Rahmen der aktuellen Fidelio-Wireless-Hi-Fi-Reihe nicht nur vernetzte Aktivboxen verschiedener Größen im Programm, im September sollen mit dem Fidelio A2 ein Netzwerk-Receiver und mit dem Fidelio A1 Link ein Streaming-Empfänger folgen. Die Geräte können mit jedem UPnP-fähigen WLAN-Gerät kommunizieren. Airplay ist nicht an Bord, was sich allerdings bei Preisen von 300 beziehungsweise 150 Euro verschmerzen lässt, zumal für Android und Apple eine eigene App bereitsteht. Auch wenn es nicht ganz so hochwertig wie die vorab erwähnten Streamer ist, dürfte das Fidelio Link für den Durchschnittsuser durchaus ausreichen und bietet sich als günstige Lösung – ähnlich wie Sonos oder Logitechs Squeezbox-System – auch für Multiroom-Lösungen in Nebenräumen an.

Auch Bang & Olufsen bringt mit dem 380 Euro teuren Playmaker einen erschwinglichen Streamer, der Musik an B-&-O-Aktivboxen weitergibt. Der Playmaker versteht sich allerdings primär als Ergänzung zu bestehenden B-&-O-Anlagen. Die Audiosignale werden über eine für diese Zwecke eher unübliche RJ45-Schnittstelle ausgegeben. Wer den Playmaker als Zuspieler an einer normalen Anlage nutzen will, muss mit Adaptern basteln.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.08.2012)

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10 Kommentare
Gast: Fiasko
29.08.2012 13:47
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Definieren Sie Genießer ? Sind das iPhone Nutzer ?

Jeder will schlauer als der andere sein - HIER geht es um LifeStyle und keineswegs darum dass ein hochaudiphiler HiFi Liebhaber auf seine CD's ect verzichtet.

Wahre Liebhaber legen immer noch eine CD ein und daran wird sich nichts ändern.

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Re: Definieren Sie Genießer ? Sind das iPhone Nutzer ?

Ähm. Genau ... die wahren Genießer legen CDs ein, dekantieren roten Tetrapack-Wein, ergötzen ihre Augen an den mit Totenkopf-Airbrush verzierten LKW-Bordwänden und dinieren bei BurgerKing.

Es lebe der Genuss.

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Re: Definieren Sie Genießer ? Sind das iPhone Nutzer ?

und ich dachte, wahre Genießer legen eine Platte auf...

Gast: geniesser
28.08.2012 21:05
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nerd artikel

datenreduziertes mp3 datenfiasko oder streaming hat mit hifi- dem streben nach musikwiedergabe mit den höchsten klangansprüchen genau gar nichts gemeinsam

start at the beginning
falls ihnen das was sagt, hr, tanzer

es ist konsumation von lärm.

mit MUSIK hat sowas nichts zu tun

violine mit 192kbit? unerträglich!!!
von unterscheiden einer stradivari von einer guarnieri gar net zu reden

Re: nerd artikel

Haben Sie schon davon geHÖRT, dass Streamer durchwegs auch unkomprimierte Musikdaten wiedergeben können? und da ist KEIN Unterschied hörbar, Stradivari hin oder her!

Antworten Gast: genieser - gesundheit.
28.08.2012 22:09
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Re: nerd artikel

Gratulation, Sie haben mit Ihrem Kommentar bewiesen dass Sie etwas Besonderes sind. Wenn nur alle Ihre Ansprüche hätten, wäre die Welt ein besserer Ort - und niemand müsste mehr Lärm konsumieren.

PS: Wo steht etwas von 192 kbit? Ich les nur 192 kHz lossless - und wenn Sie da einen Unterschied raushören, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

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Re: Re: nerd artikel

Eine Frage zwischendurch: waren Sie schon mal auf einer "Klang"-Messe?

Antworten Antworten Antworten Gast: genieser - gesundheit.
29.08.2012 21:17
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Re: Re: Re: nerd artikel

Nein, ich war aber auch noch nie auf einer Messe für Briefmarkensammler. Wobei die Leute dort wahrscheinlich nicht wie mein Vorposter darauf aufmerksam machen müssen, welch überlegenes Gehör und Geschmack sie im Vergleich zum Rest der Menschheit doch haben.

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Re: Re: Re: Re: nerd artikel

Sie vergleichen Briefmarken mit Frequenzen ... Diskussion beendet!

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: genieser - gesundheit.
30.08.2012 23:13
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Re: Re: Re: Re: Re: nerd artikel

Q.E.D.