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Logitech: "Ultimative Ohren" mit Kurs auf Apple-Erfolg

31.08.2012 | 00:54 |  von Daniel Breuss aus Berlin (DiePresse.com)

Mit der Produktreiche Ultimate Ears will der Zubehör-Spezialist Logitech Musik-Enthusiasten für sich gewinnen. DiePresse.com hat die Geräte auf der IFA ausprobieren können.

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Wenn man an Logitech denkt, kommen meist Dinge wie Tastaturen, Mäuse und vergleichbares Computer-Zubehör in den Sinn. Der Hersteller will mit einer neuen Marke nun mehr in den Bereich Audiozubehör für Mobilgeräte voll einsteigen. Die Serie UE, kurz für Ultimate Ears, wurde dafür auf der IFA neu gestartet. Als Vertriebspartner konnte Logitech niemand geringeren als Apple für sich gewinnen. Der US-Hersteller will die UE-Geräte in seinen Ladengeschäften als ideales Zubehör für iPhone, iPad und iPod bewerben.

Rockband-Erbe

Ultimate Ears wurde von einem Tontechniker der Rockband Van Halen gegründet und 2008 von Logitech aufgekauft. Die neue UE-Marke hebt sich nicht nur als Produktkategorie, sondern auch über das Design und die Verpackung vom Rest der Logitech-Modellpalette ab. Insgesamt wurden auf der IFA sieben Geräte präsentiert, die sich in zwei Kategorien einteilen lassen: Einerseits Kopfhörer und andererseits zwei "Boombox"-Modelle, mit denen man auch seine Mitmenschen mit Musik beglücken kann.

Vorerst nur für i-Kunden

Gleich vorweg die Überraschung: Selbst die kleine UE Mobile Boombox, die in fünf Farbvariationen für 99 Euro angeboten werden soll, klingt erstaunlich gut. Obwohl sie in etwa die Größe eines Apfels hat, macht sie einen druckvollen Klang, auch dank des integrierten Mini-Subwoofers. Verbinden lassen sich Smartphones und andere Geräte per Bluetooth oder 3,5-mm-Kabel. Apropos Apfel: Alle UE-Produkte werden vorerst exklusiv über Apple vertrieben. Wie Philippe Depallens, Leiter der UE-Marke, im Gespräch mit DiePresse.com erzählt, fand der iPhone-Hersteller Gefallen an den Modellen. Geld sei  nicht nötig gewesen, um Apple zu dieser Kooperation zu bewegen, versichert Depallens.

Immer drauf

Bei den Kopfhörern gibt es vier verschiedene Modelle. Das Einsteigermodell UE 4000 kostet ebenfalls 99 Euro und bietet selbst dafür einen passablen Klang. Das Kabel ist aus Gründen der Haltbarkeit etwas dicker als üblich, lässt sich aber direkt am Kopfhörer auch abstecken und beinhaltet ein Mikrofon, um Anrufe entgegen zu nehmen. Ziel der Entwicklung aller Geräte sei es gewesen, dass man nie die Kopfhörer abnehmen muss. (c) Logitech

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Umgebung ausblenden

Für alle, die Umgebungslärm ausblenden wollen, sind die größeren Modelle UE 6000 und UE 9000 gedacht. Beide bieten aktives Noise Cancelling, das eine AAA-Batterie bedingt. Im Gegensatz zu Produkten anderer Hersteller war im Kurztest kein unangenehmer Druck auf den Ohren zu mekren, wenn die Funktion aktiviert ist. Ist die Batterie leer, lassen sich die Kopfhörer ganz normal betreiben. Der UE 9000 verbindet sich standardmäßig per Bluetooth, kann zur Not aber auch per Kabel betrieben werden. Besitzt er aber noch Strom, verfügt er über eine ungewöhnliche Funktion. Per Knopfdruck schaltete sich die Musik ab und die integrierten Mikrofone geben die Umgebungsgeräusche klar wieder. So muss man die Kopfhörer nicht abnehmen, um etwa kurz mit jemandem zu reden. Mit 349 Euro lässt sich Logitech sein UE-Topmodell aber auch teuer bezahlen. Der UE 600 ist mit 199 Euro veranschlagt.

Klein und teuer

Ein Erbe der Profi-Musiker-Vergangenheit von Ultimate Ears ist das In-Ear-Modell UE 900. Sein verstärktes Kabel ist wie ein Konzert-Monitor über das Ohr zu führen. Die Aufsätze sind wahlweise aus Gummi oder Schaumstoff, der sich dem Gehörgang anpasst. Vier Lautsprecher pro Ohr sind integriert. Das normale Kabel besitzt dieselben Steuermechanismen wie die größeren Modelle. Ein zweites Kabel ist ganz schlicht gehalten und richtet sich laut Depallens eher an Musiker. Damit begründet Logitech auch den recht saftigen Preis von 399 Euro.

Image könnte abfärben

Einen Coup könnte Logitech mit der Apple-Vertriebspartnerschaft gelandet haben. Wenn die UE-Modelle nach einer gewissen Zeit auch im normalen Handel erhältlich sein werden, haftet ihnen dann wohl der Nimbus der Premium-Marke an. Und was Kunden für diese Zuordnung bereit sind zu zahlen, zeigt sich immer wieder aufs Neue mit jeder Generation von Apples iPhone.

(db)

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