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Hochwertig: Billig-Tablet Nexus 7 im Test

17.09.2012 | 11:07 |  von Sara Gross (DiePresse.com)

Googles erstes eigenes Tablet ist gelungen. Einige eingesparte Funktionen wird wohl kaum jemand vermissen.

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Google hat bei seinem ersten eigenen Tablet auf einiges verzichtet. Die meisten eingesparten Funktionen wird aber kaum jemand vermissen. Und dort wo es wichtig ist, hat sich der Hersteller Asus nicht lumpen lassen. Das Nexus 7 ist das erste 7-Zoll-Tablet mit Quad-Core-Prozessor, das Display reicht beinahe an Apples "Retina"-Auflösung heran und der Akku hält auch stundenlangen HD-Video-Genuss durch. Mit 250 Euro kostet das Tablet aber im Vergleich zum iPad weniger als die Hälfte. 

Trotz des Dumping-Preises ist das Nexus 7 eines der am besten verarbeiteten Android-Tablets. Die gummierte Kunststoff-Rückseite sieht hochwertig aus und fühlt sich auch so an. Mit seinen abgerundeten Kanten liegt das Tablet gut in der Hand. Das Display bietet 1280 x 800 Pixel und hat damit eine Pixeldichte von 221 ppi. Zum Vergleich: Apples iPad bietet 264 ppi. Dank gutem Display und leistungsstarkem Prozessor fühlt sich die Bedienung zu jedem Zeitpunkt flüssig an. Bei längeren HD-Videos oder Spielen wird das Nexus 7 warm, aber nicht unangenehm heiß. Asus gibt die Akkulaufzeit unter Verwendung mit neun bis zehn Stunden an. Im Test hat sich das bestätigt und bei normaler Nutzung musste das Tablet mehrere Tage lang nicht aufgeladen werden. 

Google-Tablet Nexus 7: Die Bilder zum Testbericht

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Neuestes Android mit digitalem Assistenten

Für Google ist das Nexus 7 das Vorzeige-Tablet für das Betriebssystem Android. Deshalb wird auch die neueste Version, 4.1 "Jelly Bean", geboten. "Jelly Bean" bringt einige feine Neuerungen wie eine überarbeitete Benachrichtigungs-Zentrale. Glatt übersehen könnte man "Google Now", eine Art digitalen Assistenten. Aufgerufen wird Now über einen langen Druck auf den virtuellen "Home-Button". Dann erscheint eine Übersichtsseite mit kleinen rechteckigen Info-Feldern, die abhängig von Zeit und Standort nützliche Informationen anzeigen. Ist man unterwegs, werden zum Beispiel Highlights aus der Umgebung angezeigt, Öffis und wielange man zu Fuß oder mit dem Auto nach Hause brauchen würde. Es gibt Infokarten für das aktuelle Wetter, die kommenden Kalendertermine und vieles mehr. Außerdem bietet Now eine Sprachsteuerung bzw. -Suche nach dem Vorbild von Apples Siri. Im Test hatte der digitale Assistent durchaus noch Schwachstellen und gelegentlich auch Verständnisschwierigkeiten.

Verzichtbar: Kamera, HDMI

Um den Preis niedrig zu halten, verzichtet Asus auf eine Kamera an de Rückseite. Das ist zu verkraften, denn Tablets sind schon aufgrund ihrer Größe kein besonders guter Kamera-Ersatz. Das sehen übrigens auch andere Hersteller langsam ein - Samsung hat bei der Fortsetzung seines Galaxy Tab 10.1 zum Beispiel bereits auf den LED-Blitz verzichtet und so gespart. Schmerzlich ist eher, dass die Frontkamera des Nexus 7 keine guten Aufnahmen macht. Tablets eignen sich dank großem Display hervorragend für Videotelefonie. 

Asus hat auch auf Anschlüsse verzichtet. Neben dem vorhandenen Micro-USB-Anschluss wäre auch ein HDMI-Port fein gewesen, liest man häufig in einschlägigen Blogs und Foren. Auch hier ist die Einsparung wohl zu verkraften. Ein Tablet legen sich die meisten Nutzer schließlich zu, um einen kleinen, tragbaren Bildschirm zu haben. Wer das Nexus 7 als Abspielgerät nutzen und dazu an ein großes HD-Display anschließen will, kann noch immer einen Adapter einsetzen. 

Schmerzlich: Kein 3G

Der Sparstift wurde beim Nexus 7 aber auch an schmerzlicheren Stellen angesetzt. Internet gibt es nur über WLAN, eine 3G-Version gibt es nicht. Die meisten Nutzer haben ohnehin ein Smartphone und können dieses als WLAN-Router für ihr Tablet nutzen, argumentieren Google und Asus. In der Praxis ist das aber für Anwendungsfälle wie "Nachrichten lesen in der U-Bahn" zu zeitaufwändig. Außerdem ist dann der Akku des Smartphones rasch leer. Dass ein zweiter Mobilfunkvertrag in vielen Ländern ohnehin den meisten Nutzern zu teuer ist, hilft auch nicht. Gerade Österreich ist eine Ausnahme - ein Gigabyte Datenvolumen ohne Vertragsbindung kostet hierzulande kaum mehr als eine günstige App. Wer sein Tablet vor allem unterwegs nutzen will, sollte also eher zu einer (teureren) Alternative greifen - Samsungs Galaxy Tab zum Beispiel oder einfach das iPad. 

In Österreich ist das Nexus 7 mit 16 Gigabyte Speicher erhältlich. Darauf passen etwa 4000 Lieder oder 300 durchschnittliche Apps oder je nach Größe bis zu zehn HD-Filme. Ob das Genügt oder nicht, sollte man sich genau überlegen: Der Speicher lässt sich nicht über Micro-SD-Karten erweitern. Für die sinnvolle Nutzung eines Android-Geräts braucht man einen Google-Account, der auch einen kostenlosen Online-Speicher mit 5 Gigabyte Platz umfasst. 

Fazit: Das Nexus 7 ist derzeit das einzige, in Österreich erhältliche, empfehlenswerte Billig-Tablet. Für 250 Euro werden gutes Design, solide Verarbeitung und neueste Technik geboten. Das größte Manko ist das Fehlen einer 3G-Version. 

Eckdaten: 7 Zoll, 1280 x 800 Pixel, Android 4.1, Quad-Core-Prozessor Tegra 3, 1 Gigabyte RAM, 16 Gigabyte Speicher, 1,2 Megapixel Frontkamera, NFC, GPS, 198,5 x 120 x 10,45 Millimeter, 340 Gramm.

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11 Kommentare
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Gutes Teil, wenn man auf 3G verzichten kann.

Am Flughafen Heathrow die 16GB-Version um £179 gekauft. Es besseres Preis/Leistungsverhältnis gibt es wohl zur Zeit für Tablets nicht.

Gast: BigBroex
21.09.2012 11:25
5 1

Selber Billig!

Ich habe das Teil und bin schwer zufrieden. Ich frage mich nur, wieso dieses Teil billig sein soll.

Nur weil Apple für schönere Rundungen gleich das doppelte bis dreifache verlangt UND wir dadurch alles andere als billig empfinden müssen?

Schwachsinn, der Preis geht für solch ein Spielzeug vollkommen in Ordnung. Wer mehr zahlen will, soll es bitte gerne machen, aber nicht deswegen die anderen als Billig hinstellen. Das ist dann billig!

interessant

all die dinge, die man apple angekreidet hat (wie fehlende speichererweiterung), sind hier auch nicht anders ...

hab auf meinem tablet auch nur wlan, reicht aber auch, viele lokale haben wifi, für den rest reicht auch das mobiltelefon.

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Fehler im Bericht

das Nexus 7 unterstützt kein HDMI mit Adapter. dagegen kann man ein 3G-Modem (zB von Huawei) sehr einfach mit OTG-Kabel und gerooteter Firmeare verwenden, und hat damit mobile Daten.
bitte um bessere Recherche nächstes Mal. danke

Antworten Gast: Foo Bar
18.09.2012 13:44
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Re: Fehler im Bericht

3G funktioniert auch wunderbar über Bluetooth. Habe ich praktisch auf meinem Handy ständig an und das verbrät wesentlich weniger Akku als der mobile WLAN Hotspot. Am N7 kann man darüber hinaus noch die Verbindung trennen und aufbauen, wie man es gerade braucht. Auch der Komfort und die Akkuleistung fallen so kaum mehr ins Gewicht.

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Re: Re: Fehler im Bericht

Ich hoffe, Sie verwenden schon Bluetooth 3, ansonsten sieht es schlecht aus mit dem Speed!

von wegen: bekommt man schon...

nix bekommt man in Österreich!

Re: von wegen: bekommt man schon...

Am 10.9 um17:30 beim Mediamarkt Floridsdorf reingelatscht, mitgenommen, gezahlt und fertig....

Re: von wegen: bekommt man schon...

Österreich hat am 10.9. nur eine minimale Stückzahl bekommen, dementsprechend war es nach drei Tagen ausverkauft. Niemand weiß, wann die nächste Lieferung kommen könnte, aber laut Gerüchten findet die erst im Oktober statt.

Antworten Antworten Gast: robert
22.09.2012 17:47
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Re: Re: von wegen: bekommt man schon...

Bei Conrad gibt's noch ein paar. Zumindest habe ich am Donnerstag telefonisch eines bestellt.

Gast: GasttsaG
17.09.2012 17:00
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Kein HDMI, selbst mit Adapter

Afaik gibt es immer noch keinen Adapter, einige schreiben das Tablet hat auch gar nicht den dafür nötigen Chip besitzt.

Also kein Googlevideo auf dem TV, nur für die Kids zum im Urlaub fahren...

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