Die traditionelle Photokina ist die wichtigste Messe ihres Fachs und damit alle zwei Jahre das Highlight für Hobby- und Berufsfotografen gleichermaßen. Von 18. bis 23. September können diese die aktuellen Neuheiten der Kamerahersteller auf rund 200.000 Quadratmetern in Köln ansehen. Bereits im Vorfeld haben viele namhafte Hersteller ihre neuen Geräte vorgestellt, darunter auch Canon und Nikon, die jeweils eine neue digitale Spiegelreflexkamera (DSLR) mit Sensor im Kleinbildformat, auch Vollformat genannt, veröffentlicht haben. Auch Sony hat seine Modellpalette rechtzeitig zur Photokina aufgefrischt.
Teure Luxusmodelle
Die beiden neuen DSLRs sind mit knapp über 2000 Euro fast schon billig im Vergleich zu dem, was Leica für die Photokina auf dem Programm hat. 19.500 Euro will der Hersteller für seine neue Mittelformatkamera Leica S, die ab Dezember auf den Markt kommen soll. Dazu wurden drei Objektive vorgestellt. Hinzu kommen die neuen Messsucher-Modelle Leica M und Leica M-E. Erstere löst die M9 ab und wurde komplett neu entwickelt. Mit einem Vollformat-Sensor und HD-Videofunktion soll der Preis von 6200 Euro gerechtfertigt werden. Die M-E ist eine Verbesserung der M9 und soll ab sofort für 4800 Euro in den Handel kommen.
Smartphones greifen Marktanteile an
Die Branche gibt sich bei Messen traditionell selbstbewusst. Allerdings werden immer mehr Fotos mit Smartphones und Kamerahandys gemacht. In diesem Jahr werden in Deutschland voraussichtlich 7,9 Millionen Kameras verkauft, wie der Photoindustrie-Verband (PIV) bereits eine Woche vor Start der Photokina mitteilte. Im vergangenen Jahr waren es mit 8,6 Millionen Stück noch deutlich mehr. Wertmäßig bleibe es aber bei einem unveränderten Umsatz von 1,72 Milliarden Euro für die Kameras, sagte PIV-Geschäftsführer Christian Müller-Rieker. Die Verbraucher würden häufiger zu Spiegelreflexkameras und Systemkameras greifen, die deutlich teurer sind.
(db/Ag.)
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