Es kommt Bewegung in den Handy-Markt. Nach Samsung und Nokia hat nun HTC seine ersten Smartphones mit Windows Phone 8 angekündigt.
Rein optisch erinnern beide an Nokias Lumia-Modelle, wofür wohl vor allem die leuchtenden Farben verantwortlich sind – neben dem üblichen Schwarz sind die Modelle auch in Gelb und Blau zu haben. Die bunten Kunststoffgehäuse könnten sich als eine Art Markenzeichen entwickeln, mit dem sich Windows-Handys von der meist eintönigeren Konkurrenz abheben. Technisch sind die HTC-Modelle mit einem Dual-Core-Chip von Snapdragon ausgestattet, der beim 8X mit 1,5, beim 8S mit 1,2 GHz getaktet ist. Das Premiummodell 8X verfügt über ein 4,3-Zoll-Display mit echter HD-Auflösung und Acht-Megapixel-Kamera. Das 8S ist mit vier Zoll, moderaten 800 x 480 Pixel und Fünf-Megapixel-Kamera im Mittelklasse-Segment angesiedelt. Auch auf den beim 8X vorhandenen NFC-Chip und die Frontkamera wurde beim 8S verzichtet.
Beide Modelle sollen offensichtlich Musikfreunde ansprechen: Im 8X werken zwei separate Verstärker für Lautsprecher und Kopfhörerbuchse, beim 8S wurde der Klang zumindest von Beats Audio aufgefettet.
Der Marktstart wird für Ende Oktober erwartet, Preise sind noch nicht bekannt.
Auch die Android-Fraktion ließ diese Woche mit einem neuen Modell aufhorchen. Das Besondere am Motorola Razr i ist allerdings nicht das Betriebssystem oder dass der Mobilfunk-Dinosaurier ein Lebenszeichen abgibt, sondern der verbaute Chip. Wie das „i“ im immer noch unaussprechlichen Namen signalisiert, basiert er nicht wie bei fast allen Smartphones auf der ARM-Technologie, sondern kommt von Intel.
Ein Kern, variable Taktrate bis zwei GHz
Der Chip-Gigant ist im Mobilfunk krasser Außenseiter und will dies offensichtlich ändern. Der Prozessor mit zwei GHz hat zwar nur einen Kern, soll dies aber mit Intels Hyper-Threading-Technologie ausgleichen. Die Akkulaufzeit soll mit 20 Stunden im „gemischten Modus“ das sonst baugleiche ARM-Model Razr M sogar übertreffen. Abgesehen vom Prozessor ist das neue Motorola-Handy mit 4,3-Zoll-Display, 960 x 540 Pixel und Acht-Megabyte-Kamera gehobener Durchschnitt. Gorillaglas und Kevlar-Rückseite sorgen für Robustheit und wertige Anmutung. Das Razr i soll schon im Oktober für rund 400 Euro (ohne Vertrag) verfügbar sein.
Ein zweites Smartphone mit Intel-Chip, das ZTE Grand X IN, soll wie berichtet ebenfalls im Herbst nach Österreich kommen.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.09.2012)
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