Apple quält Rivalen Samsung

Im Patentstreit will der US-Konzern Apple zusätzlich zur Milliardenstrafe noch 700 Millionen Dollar Entschädigung vom südkoreanischen Konzern Samsung.

Apple quaelt Rivalen Samsung
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Apple quaelt Rivalen Samsung
(c) REUTERS (ALY SONG)

New york. Die Milliardenstrafe, die der südkoreanische Konzern Samsung jüngst im Patentstreit mit Apple ausgefasst hat, ist den Amerikanern nicht genug. Einen Monat nach diesem Erfolg in dem Schadenersatzprozess legt Apple nach. Der iPhone-Hersteller beantragte eine einstweilige Verfügung für ein Verkaufsverbot aller Samsung-Produkte in den USA, die aus seiner Sicht seine Urheberrechte verletzen. Zudem fordert der US-Konzern von seinem südkoreanischen Rivalen zusätzliche 707 Mio. Dollar Entschädigung zu den bereits im August vor dem US-Gericht erstrittenen knapp 1,1 Mrd. Dollar.

Samsung reagierte umgehend und forderte das US-Gericht auf, den Prozess neu aufzulegen. Trotz der Komplexität und des Ausmaßes des Patentstreits habe es bei dem Verfahren derartige Einschränkungen zeitlicher Art, bei den Zeugen und den Beweismitteln gegeben, dass Samsung kein vollständiges Dossier zu seiner Verteidigung habe zusammenstellen können, erklärte das Unternehmen in einer Stellungnahme. Man beantrage daher einen neuen Prozess mit einer angemessenen Vorbereitungszeit und einer gerechten Behandlung der Parteien. Das Verkaufsverbot soll acht Smartphones in den USA betreffen, damit könnte auch Samsungs Smartphone-Flaggschiff Galaxy S III gemeint sein.

Im Kampf um die Vorherrschaft im lukrativen Geschäft mit Smartphones und Tablet-Computern überschütten sich Apple und Samsung weltweit gegenseitig mit Klagen: Insgesamt streiten sie in zehn Ländern vor Gericht. Auch Apples brandneues iPhone 5 nahm Samsung schon ins Visier. Apple kämpft aber auch gegen Google.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.09.2012)

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