Der Online-Händler und E-Book-Spezialist Amazon kommt möglicher Kritik zuvor und gibt selbst zu, dass sein neueste E-Book-Reader Kindle Paperwhite unter ein paar Einschränkungen leidet. Es handelt sich um eines der ersten Geräte mit beleuchtetem E-Ink-Display, dessen Eigenschaften denen von bedrucktem Papier sehr ähnlich sind. Allerdings scheint diese Hintergrundbeleuchtung selbst nach Amazons eigener Einschätzung nicht optimal zu sein. Wie das Unternehmen mit eigenen Beispielen zeigt, kommt es bei bestimmten Lichtverhältnissen zu einer unregelmäßigen Ausleuchtung der Anzeige.
Weniger Speicher und stumm
Eine weitere Einschränkung des Kindle Paperwhite ist das Fehlen einer Audio- und Vorlese-Funktion. Amazon begründet diesen Schritt mit der geringen Größe des Geräts. Diese wäre sonst nicht möglich gewesen. Dass der neue Kindle mit Licht weniger Speicherplatz besitzt (2 statt 4 Gigabyte), wird ebenfalls als möglicher Kritikpunkt bei Amazon genannt. Damit gehen sich aber 1100 Bücher auf dem Gerät aus - vermutlich genug, um auch längere Urlaube zu überstehen. Außerdem speichert Amazon alle je erworbenen Bücher eines Benutzerkontos online. Bei Bedarf können sie jederzeit auf das Gerät heruntergeladen werden, wenn man Speicherplatz freigibt.
Höhere Auflösung und direkte Konkurrenz
Noch ist der Kindle Paperwhite nicht hierzulande verfügbar. Das Gerät lässt sich zwar vorbestellen, Amazon schreibt aber, dass sowohl das Modell mit nur WLAN als auch das mit WLAN und 3G-Verbindung "voraussichtlich" erst in der Woche des 3. Dezembers ausgeliefert werden. Neben der Beleuchtung bietet der Paperwhite mit 1024 x 758 Bildpunkten auch noch eine höhere Auflösung als die bisherigen E-Book-Reader von Amazon. Als direkter Konkurrent stellt sich der Kobo Glo auf, der ebenfalls ein beleuchtetes Display mit derselben Auflösung bietet. Dessen Speicher lässt sich aber mit einer microSD-Karte erweitern. Dafür bietet er keine 3G-Option und es gibt noch kein Veröffentlichungsdatum.
(db)
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