PayPal: NFC-Handy als Geldbörse setzt sich nicht durch

Der Online-Zahlservice prophezeit dem Kurzdistanzfunk für kontaktlose Zahlungen mit dem Handy keine große Zukunft.

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PayPal NFCHandy Geldboerse setzt
(c) EPA (MICHAEL KAPPELER)

Das kontaktlose Bezahlen wird sich nach Einschätzung des Internet-Bezahldienstes PayPal anders Durchsetzen als von Wirtschaft und Finanzbranche allgemein erwartet. Die bisher von Handel, Telekommunikations- und Kreditkartenanbietern bevorzugte Technologie etwa zum Bezahlen mit dem Smartphone "wird nicht angenommen", sagte PayPal-Chef David Marcus dem Nachrichtenmagazin "Focus". Während die Konkurrenz auf den Erfolg der von ihr favorisierten sogenannten Nahfeldkommunikation (NFC) warte, erziele PayPal beim mobilen Zahlen "dramatisches Wachstum ganz ohne" diese Technik.

Bei der NFC können Verbraucher mit ihrer Kreditkarte oder ihrem Smartphone bezahlen, ohne Geld aus dem Portemonnaie nehmen zu müssen. Die Kreditkarten und Handys sind mit speziellen Mikrochips ausgestattet, die mit Kassenterminals auf kurze Distanz von nur wenigen Zentimetern kommunizieren und so Zahlungsdaten austauschen können.

In Österreich musste A1 sein NFC-Bezalangebot "Paybox NFC" nach einer Einführungsphase von wenigen Monaten im vergangenen November wieder einstellen. Laut A1 sei das Projekt erfolgreich gewesen, es müsse aber eine gemeinsame Lösung aller Mobilfunker geben, um NFC-Zahlungen zum Durchbruch zu verhelfen.

PayPal ermöglicht es seinen Nutzern, über ein Miniprogramm für Smartphones - eine sogenannte App - Rechnungen zu begleichen. 2012 seien diese über PayPal abgewickelten mobilen Umsätze von 3,9 Mrd. auf 14 Mrd. Dollar (10,3 Mrd. Euro) gestiegen, sagte Marcus dem "Focus". 2013 würden diese Transaktionen auf ein Volumen von 20 Mrd. Dollar steigen. In Deutschland nutzen zwölf Millionen Menschen PayPal, ein Fünftel davon auch auf mobilen Geräten. PayPal ist ein Tochterunternehmen des Online-Auktionshauses Ebay.

 

(APA/AFP/Red. )

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