PayPal: NFC-Handy als Geldbörse setzt sich nicht durch

08.02.2013 | 11:08 |   (DiePresse.com)

Der Online-Zahlservice prophezeit dem Kurzdistanzfunk für kontaktlose Zahlungen mit dem Handy keine große Zukunft.

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Das kontaktlose Bezahlen wird sich nach Einschätzung des Internet-Bezahldienstes PayPal anders Durchsetzen als von Wirtschaft und Finanzbranche allgemein erwartet. Die bisher von Handel, Telekommunikations- und Kreditkartenanbietern bevorzugte Technologie etwa zum Bezahlen mit dem Smartphone "wird nicht angenommen", sagte PayPal-Chef David Marcus dem Nachrichtenmagazin "Focus". Während die Konkurrenz auf den Erfolg der von ihr favorisierten sogenannten Nahfeldkommunikation (NFC) warte, erziele PayPal beim mobilen Zahlen "dramatisches Wachstum ganz ohne" diese Technik.

Bei der NFC können Verbraucher mit ihrer Kreditkarte oder ihrem Smartphone bezahlen, ohne Geld aus dem Portemonnaie nehmen zu müssen. Die Kreditkarten und Handys sind mit speziellen Mikrochips ausgestattet, die mit Kassenterminals auf kurze Distanz von nur wenigen Zentimetern kommunizieren und so Zahlungsdaten austauschen können.

In Österreich musste A1 sein NFC-Bezalangebot "Paybox NFC" nach einer Einführungsphase von wenigen Monaten im vergangenen November wieder einstellen. Laut A1 sei das Projekt erfolgreich gewesen, es müsse aber eine gemeinsame Lösung aller Mobilfunker geben, um NFC-Zahlungen zum Durchbruch zu verhelfen.

PayPal ermöglicht es seinen Nutzern, über ein Miniprogramm für Smartphones - eine sogenannte App - Rechnungen zu begleichen. 2012 seien diese über PayPal abgewickelten mobilen Umsätze von 3,9 Mrd. auf 14 Mrd. Dollar (10,3 Mrd. Euro) gestiegen, sagte Marcus dem "Focus". 2013 würden diese Transaktionen auf ein Volumen von 20 Mrd. Dollar steigen. In Deutschland nutzen zwölf Millionen Menschen PayPal, ein Fünftel davon auch auf mobilen Geräten. PayPal ist ein Tochterunternehmen des Online-Auktionshauses Ebay.

 

(APA/AFP/Red. )

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6 Kommentare
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Unfähige Mobilfunker

Österreich könnte hier wieder einmal fortschrittlich sein. Es wäre so einfach: 3 Mobilfunker setzen sich zusammen und forcieren NFC. Dutzende Unternehmen würden mitziehen - davon bin ich überzeugt!
Anstatt zu jammern, wie schlecht es in Österreich als Mobilfunker nicht ist (Aussage Bierwirth) könnte man aus der Not eine Tugend machen und sich hier innovativ und fortschrittlich zeigen.

Großes Lob an Apple!

Apple hat wiedermal erkannt, dass sich dieses Feature noch nicht durchsetzen kann und es deshalb nicht eingebaut. Nicht wie die dummen Samsunger, die alles einbauen nur um mit technischen Daten zu prahlen, egal ob das auf z.b.: einen schlechten Einfluss auf die User Experience hat oda auf die Akkuleistung.

Re: Großes Lob an Apple!

Es schadet aber auch nicht wenn es eingebaut ist. Oder!
Was würden Sie sagen wenn Äppl nfc eingebaut hätt und alle anderen nicht, dann wäre es sicher das Superhandy.
Iphone ist es schon lage nicht mehr.

Re: Großes Lob an Apple!

so ist es

Alles Mist

Ich habe einige Zeit versucht mit "Quick" zu zahlen - alles Mist.

Zuerst muß man der Kassierin sagen "Mit Quick" - dann drückt die erst ein Knopferl, man wartet, bis das Terminal bereit ist, schiebt die Karte ein, wartet wieder, bis man endlich mit einem OK bestätigen kann, wartet wieder, bis der Transfer fertig ist.

Solange sich das Bezahlprozedere an der Kasse selbst nicht ändert - also einfach die Karte einstecken und von der wird automatisch abgebucht, wenn genügend Geld drauf ist - wird sich das einfach nicht durchsetzen. Solange ist das Barzahlen sogar schneller.

Re: Alles Mist

Es würde z.B. ja schon was bringen, wenn man anstatt dem Kassier zu sagen „mit Karte bitte“ einfach seine Karte in das Bezahlterminal stecken könnte, ohne dass das wie wild zum Pipsen anfängt und das damit dann gleich der Bezahlvorgang durch die Karte gestartet wird.

Aber nein, das wäre ja zu benutzer- respektivekundenfreundlich.

Weiters hat Quick das Problem, das man es a) wie eine Geldbörse aufladen muss man aber b) sein Geld dann nur noch an Terminals ausgeben kann und nicht z.B. von Privat zu Privat weitergeben kann: „Leihst Du mir was?“ „Nein, ich hab leider nur Quick.“ …

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