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Telekom-Branche: „Polizei missbraucht Überwachung“

13.03.2008 | 18:27 |  ANDREAS WETZ (Die Presse)

Laut Telekom-Wirtschaft versucht Polizei, mit neuen Befugnissen die Justiz auszuhebeln. T-Mobile legt Beschwerde gegen Sicherheitspolizeigesetz bei Verfassungsgericht ein.

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Wien.Rücken die neuen Überwachungsbefugnisse der Exekutive die Republik in die Nähe eines Polizeistaates? Die gesamte Telekom-Branche glaubt: Ja. Und die Wirtschaftskammer spricht von „Missbrauch“, ortet bewusste Umgehung der Justiz. Andere schreiten zur Tat: T-Mobile legte – mit 3,2 Millionen Handy-Kunden im Rücken – am vergangenen Freitag beim Verfassungsgerichtshof Beschwerde gegen das kürzlich novellierte Sicherheitspolizeigesetz (SPG) ein.

Seit 1.1.2008 nämlich darf die Polizei bei „Gefahr in Verzug“, und „wenn bestimmte Tatsachen die Annahme einer konkreten Gefahrensituation rechtfertigen“, von Internet- oder Mobilfunkbetreibern Namen, Adressen, Verbindungsdaten oder Standorte erfragen. Ohne richterlichen Beschluss, unverzüglich und auf Kosten des jeweiligen Betreibers.

Hans-Jürgen Pollirer, Obmann des Sparte Information und Consulting in der Wirtschaftskammer, kann darüber nur lachen. Er nämlich kennt nach eigenen Angaben „zahlreiche Fälle“ von Überwachungsanfragen, die Zeitpunkte betreffen, die sechs oder gar zwölf Monate in der Vergangenheit liegen. „Ich wundere mich schon, was derartige Anfragen mit Gefahr in Verzug zu tun haben.“


Zum Gesetzesbruch gezwungen?

Eigentlich soll das SPG der Exekutive Mittel in die Hand geben, die geeignet sind, Straftaten im Vorhinein zu verhindern. Mittel, die der Aufklärung bereits begangener Straftaten dienen, vielleicht sechs oder zwölf Monate in der Vergangenheit liegen, sind in der Strafprozessordnung geregelt. Die schreibt jedoch vor: Wollen Staatsanwaltschaft und Polizei jemanden über Internet oder Mobiltelefon ausspähen, orten oder überwachen, braucht es die Genehmigung eines Richters. Im SPG jedoch entscheidet die Polizei allein. Pollirer: „Man könnte also sagen, dass die Polizei das Gesetz dazu missbraucht, Überwachung an der Strafprozessordnung vorbei durchzuführen.“ Wie weit Polizeianfragen gemäß SPG höchstens in die Vergangenheit reichen dürften? Pollirer: „48Stunden.“

Noch schärfer kritisiert wird das neue Sicherheitspolizeigesetz vom Mobilfunkbetreiber T-Mobile. Vergangenen Freitag brachte das Unternehmen eine 38 Seiten lange Beschwerde (das Schreiben liegt der „Presse“ vor) beim Verfassungsgerichtshof gegen Paragraf 53 Abs.3a und Abs.3b ein.

Was den Mobilnetz-Betreiber an den neuen Befugnissen der Exekutive stört? „Dass einzig und allein die Polizei selbst entscheidet, ob Gefahr in Verzug besteht, oder nicht“, sagt Klaus Steinmaurer, Leiter der Rechtsabteilung. Gleichzeitig werde der Telekom-Dienstleister von der Polizei gezwungen, gegen Telekommunikationsgesetz (TKG) und Menschenrechtskonvention zu verstoßen, so die Argumentation. Aufgesprungen auf den T-Mobile-Zug sind inzwischen die Grünen, die am Donnerstag beim VfGH ebenfalls Beschwerde gegen das SPG einbrachten.


Rechtsschutz zahnlos

Auskunftsbegehren nach dem SPG sind von der Polizei derzeit mittels eines standardisierten Formulars zu stellen. Eingebracht werden können sie ausschließlich von den neun Landeskriminalämtern, dem Bundeskriminalamt, dem Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung sowie dem Büro für interne Angelegenheiten.

Die von der Politik versprochene Kontrolle von Spähangriffen im Nachhinein ist de iure zwar vorhanden, de facto jedoch zahnlos. Der entsprechende Rechtsschutzbeauftragte hat nämlich keine Befugnisse, bei einem Missbrauch Konsequenzen gegen die ermittelnden Beamten zu verhängen, und verfügt lediglich über ein Recht auf Akteneinsicht.

Innenminister Günther Platter scheint die Kritik wenig zu beeindrucken. Er forderte am Donnerstag einmal mehr die möglichst rasche Umsetzung der umstrittenen Online-Durchsuchung von Privat-PCs („Bundes-Trojaner“).

Die Presse/GK

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.03.2008)

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32 Kommentare
 
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Gast: Angij
26.05.2008 10:41
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Ford Werke GmbH - nutzt, mit Genehmigung der Deutschen Bundesregierung, LKA-Software

Für die Überwachung der eigenen Belegschaft nutzt u.a.die Ford Werke GmbH die Fahndungssoftware des LKA (Landeskriminalamt) unter dem Vorwand, Wirtschaftskriminalität im eigenen Unternehmen zu bekämpfen.
Nach einem Bericht des FOCUS Magazins 36/2006 ist eine LKA-Fahndungssoftware (bei mehreren Großkonzernen, wie DaimlerCrysler im Einsatz. LKA-Ermittler erhalten mit dieser Software per Knopfdruck Live-Mitschnitte von Telefonaten, lnternet-Verkehr, Geldtransfers und Bewegungsmustern. Die Software erkennt Inhaber von Telefonanschlüssen, weiß, wer welches Auto fährt und wofür eine Kreditkarte eingesetzt wurde. Das Programm versteht sogar mehrere Sprachen.
Die Nutzung der LKA-Software wurde von der Bundesregierung genehmigt. Im Bundesjustizministerium sitzt, als Vertreter der Ford Werke GmbH und VW, Herr Prof. Dr. B. als Berater, der diese Unternehmen auch als Rechtsanwalt vertritt. Die Auswirkungen solcher "legalen" Bespitzelungsmaßnahmen können Sie unter www.ivan-zilic.de nachlesen.

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IKT an der FH Salzburg

War gestern auf dem IKT Forum der FH Salzburg zum Thema Wirtschaftsspionage. Neben Herrn Maguhn vom CCC Berlin war auch Herr Bourghard Vouk Chef des Landesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung anwesend. Auf meine Frage wie er zum neuen SPG stehe und wieso es der Polizei erlaubt ist ohne richterliche Bestätigung Personen abzuhören wich er zuerst zögerlich aus. Danach dementierte er die Tatsache dass ohne richterliche Bestätigung abgehört werden dürfe. Jetzt mag es sein dass Herr Vouk die aktuelle Gesetzeslage nicht kennt oder sich schlichtweg einer sachdienlichen Diskussion entziehen wollte.

Das ganze gibts auf Tape und ich werde versuchen dass baldestmöglich auf youtube zu stellen.

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Re: IKT an der FH Salzburg

Werter "Presservoir ",

Herr Vouk hat nicht unrecht. Das Abhören von Telefongesprächen (bzw. auch das Mitlesen von Emails), muss nach wie vor von einem Richter genehmigt werden.

Das SPG erlaubt "nur" die Anforderung von Verbindungs- und Standortdaten.

Beste Grüße, Andreas Wetz.

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Hab vergessen zu erwähnen...

...meine Frage am IKT bezog sich natürlich auf einen IMSI Catcher. Während der Podiumsdiskussion waren diesbezüglich mehre Wortmeldungen zu diesem Thema. Nur um die Sache vollständig zu erklären...

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@Wetz

@Wetz: Angesichts der Anzahl verschiedener Meldungen kann ich nicht abstreiten dass Sie vielleicht recht haben. Es bleibt aber immer noch die Frage offen was unsere Polizei mit einem Gerät macht dass nur einen einzigen Zweck hat und der lautet Mobiltelefonbesitzer abzuhören. Da das ein autarkes Gerät ist kann ich es überall einsetzen und muss mich nicht an den Netzbetreiber wenden. Spricher das Potential für einen Missbrauch ist groß. Sehr groß wenn man sich die Skandale der Wiener Polizei in den letzten Jahren ansieht. Über den rechtlichen Standpunkt kann ich nur das wiedergeben was ich aus den diversen Artikeln lese...aus technischer Sicht weiss ich dass niemand der einen IMSI-Catcher verwendet auch nur den leisesten Grund hat einen Richter um Erlaubniss zu fragen.


Antworten Antworten phuter
14.03.2008 15:21
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Schon mal was vom IMSI Catcher gehört?

Der macht nämlich genau das. Und zwar ohne Richter. Mich wundert das alles nicht. Ein Volk dass man demassen betrügt und bestiehlt wird sich wehren. Die Herren Volksver(t)räter beugen nur bereits dagegen vor.

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IMSI-Catcher

Hab 8 Jahre in der GSM Branche als Techniker gearbeitet. Ja ich kenne die Funktionsweise eines IMSI-Catchers ;-)

Gast: Don Quichote
14.03.2008 12:57
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Angesichts des moralischen Zerrbildes, ...

... welches die Polizei, insbesondere deren Wiener Truppe abgibt, kann man dieses Gesetz nur als Ohrfeige in das Gesicht der Bürger bezeichnen.

Gast: mario
14.03.2008 12:28
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aufgesprungen?

"die grünen sind auf den t-mobile zug aufgesprungen" ist echt gut. die grünen sind die einzigen die hier von anfang an gegen das SPG mobil machen. siehe dazu: http://platterwatch.at/

Antworten paramenes
14.03.2008 13:40
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Re: aufgesprungen?

das ist die typisch einseitige sichtweise eines mediums. was glaubst du wie sich die formulierungen ändern würden, wenn es eine schwarz-grüne regierung gibt.

Gast: Erasmus
14.03.2008 10:57
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Kontrolle der Polizei ist unbedingt erforderlich

Im Nationalrat müssen eigentlich lauter totalitäre Typen sitzen, sonst hätten sie diesen rechtsstaatlichen Wahnsinn nie beschlossen. Noch dazu ist die österreichische Polizei doch wirklich übel beleumundet

Antworten Anopheles
14.03.2008 15:08
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Re: Kontrolle der Polizei ist unbedingt erforderlich

Irrtum mein Freund, im Parlament sitzen fast nur sog.
Parteigänger, diese haben entweder von der Materie keine
Ahnung oder es wird ihnen "befohlen" mitzustimmen, der
Klubzwang ist eines der übelsten Vorgangsweisen in demo-
kratisch ausgerichteten Staatssystemen.
Anopheles

panda82
14.03.2008 10:15
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Niemand wird etwas anderes machen!!!!

Deutschland und Österreich sind schon laengst Polizeistaaten geworden...

Es ist aber nicht zufaellig so. Die Bürger dieser Laender wollen es so haben.. In keinem Land ist die Obrigkeitsgefühl so stark wie in diesen beiden Laendern...


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huevos?

In deutschland KAUM hatten die "klugen" Politiker so ein fragliches Gesetz verabschiedet schon standen die Menschen mit ihrer Unterschrift angriffsbereit. Innerhalb von Stunden sammelten sie ueber +30.000,- Unterschriften (!) und brachten eine gewaltige Beschwerde beim obersten GH ein. Mittlerweile wurde das Cowboy-alla Americana-Patriot Act- Angela's BULLSHIT Gesetz stark REVIDIERT und die "Befugnisse" der Gauner, entschuldigung der s.g. "Beamten", stark eingeschraenkt! Again you need: Cojones! Doch hier Oesterreich ist anders und die Oesterreicher ein Volk -der ewigen UNTERTANEN, das sich alles gefallen laesst! (siehe Anschluss!) wo die selbsternannte "Obrigkeit" (in wirklichkeit nichts anders als ein Haufen "Freunderl", dilettanten und vor allem OPPORTUNISTEN -auf Kosten der Allgemeinheit natuerlich, ihre Machenschaften UNbestraft weiter betreibt. Business as usual. Dass das Gesetz hier missbraucht wird... na haetten wir ehrlich gesagt etwas ANDERES erwartet?! Austria=Korruption

Antworten paramenes
14.03.2008 13:43
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Re: huevos?

warum das in österreich so ist beleuchtet folgender artikel:

http://www.datum.at/0308/stories/4737321/

ich glaub, die vollständige version gibts aber nur am gut sortierten kiosk.

Antworten Michael
14.03.2008 11:57
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Re: huevos?

Ich gebe Ihnen grundsätzlich recht.

Den Anschluss aber, und davon bin ich überzeugt, wollten die meisten Österreicher. In der Kleinen Zeitung gab es einmal ein Special zu diesem Thema.

Das soll nicht heissen, dass bei der Abstimmung alles in Ordnung gewesen wäre, aber die Menschen waren von der Idee eines großen, wirtschaftlich starken Reiches begeistert ... nona! Heute ist es eben die EU, welche ein Schritt in diese Richtung ist.

Der Anschluss hat übrigens mit den Verbrechen danach überhaupt nichts zu tun, die Leute haben ja nicht für oder gegen die Vernichtung ganzer Bevölkerungsgruppen gestimmt.

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Re: Re: huevos?

ganz genau. sie haben offensichtlich geschichte gelernt und koennen die feinheiten unterscheiden!

Gast: unbelehrbar
14.03.2008 08:16
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Gott sei Dank beginnt sich jemand zu wehren

die SPÖ für nichts mehr zuständig außer für sich selber und ihren leicht zu befriedenden neuen Wählern, von den Blauen kommt auch nichts, irgendwann wird sich das gegen sie selbst richten,so weit sind die 30er Jahr nicht entfernt allerdings was die Lehren aus der Geschichte betrifft scheint
alles vergessen.

Gast: ASVG-Sklave
14.03.2008 07:03
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Ursache und Wirkung - Drahtzieher und Handlanger

Man darf vor lauter Bäumen den Wald nicht übersehen: Nirgendwo wird es so evident wie hier, dass die Mafia im Parlament GEGEN das Volk regiert. Derartige Gesetzesbeschlüsse kommen nur mit koalitionärer Mehrheit von Rot und Schwarz zustande. Hinter dem lieben Landesvater Erwin Pröll, dem gemütlichen Bierkutscher Michael Häupl und den "staatstragenden" Größen wie Schüssel, Gusenbauer und Co. steht in Wirklichkeit eine teuflische Mafia die sich gegen das Volk verschworen hat und dieses je nach Wahlergebnis wechselweise einmal rot-eingefärbt und einmal schwarz-getönt, unterjocht. Wann begreifen die Mitbürger endlich, dass die Frage nicht lautet ob gerade links oder rechts herrscht, sondern wer wen unterdrückt. Befreit Österreich von dieser Beamten- und Politikerdiktatur im roten und im schwarzen Mäntelchen! Fallt doch nicht auf die dumme Parteiideologie herein. Diese dient nur als Werkzeug der Klassenunterjochung!

Antworten Anopheles
14.03.2008 15:12
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Re: Ursache und Wirkung - Drahtzieher und Handlanger

Kommunist?
mfg Anopheles

Prolet
14.03.2008 06:59
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Leider zeigt das deutlich, wie sehr für egoistische karriere oder private zwecke missbrauch getrieben wird, von leuten, denen unbedingte moral angedichtet wird.

So lange die kontrolle nicht scharf genug und ausreichend sanktionierbar ist, werden ordentliche beamte zu korrupten bestien der gesellschaft.

Das sollten kluge parlamentarier wissen.

Klug ist, dem das wissen nie ausgeht - ohne häme - nix für politiker.

Antworten Gast: mike
14.03.2008 10:13
0 0

Re: Leider zeigt das deutlich, wie sehr für egoistische karriere oder private zwecke missbrauch getrieben wird, von leuten, denen unbedingte moral angedichtet wird.

"kluge parlamentarier "

..der war gut .

Gast: ökono-mist
14.03.2008 04:27
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"Bis der VfGH das unter Inkaufnahme der Verfassungswidrigkeit von "Kadaver-Parlamentsmehrheit" & Bundespräsident in Kraft gesetzte Polizeistaatsgesetz kippt, vergehen mindestens drei Viertel des Jahres. Und bis dahin haben wir längst alles, was wir für die Wiedererrichtung des Dritten Reiches samt Verfolgungsmaschinerie benötigen, längst im (scheinlegalen) Kasten! Ätsch!". So kalkulieren offenbar die Baumeister eines neuen Polizeistaates, der sie - vor allem - vor dem Souverän schützen soll.

Und so nebenbei wird bekannt, daß sich in manchen gemeindeeigenen Nutzmenschenburgen für Kreuzerlschreiber seit dreißig Jahren keine Maus mehr bewegen kann, ohne auf Film gebannt zu werden! Da würde es sich ja direkt anbieten, dieses System auch auf die Wahlzellen auszudehnen. Unter Garantie würde dann niemand mehr auf die Idee kommen, sein Kreuz an der falschen Stelle zu machen...

Weiteres erschreckendes Beispiel: Nicht genug, daß in der Causa Hirtzberger eine unglaubl.rechtsstaatliche Chuzpe erster Ordnung (samt vorschneller landesfürstlicher -feudaljuridischer - Beamtenbelobigung!) abgezogen wurde: Vier Wochen (!)nach dem Vorfall winkt der Staatsanwalt mit einem Video aus dem Dürnsteintunnel - zumindest ein Beleg dafür, daß offenbar - allen Beteuerungen quasi-staatlicher Straßenverwaltungs-Paramilitärs zum Trotz - doch illegale Bewegungsbilder sämtlicher Autofahrer angefertigt werden!
Meine Abschlußfrage lautet daher:kümmert sich der selbe Staatsanwalt auch um DEREN Legalität?

Antworten Gast: ökono-mist
14.03.2008 13:19
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Korrektur:

Zweimal "längst" in der Überschrift ist zuviel des Guten, Anführungzeichen innerhalb von Anführungsstrichen müßten so aussehen: "(...) '...' (...)". Sowas passiert meist im Zuge nachträglicher Satzumstellungen bzw. Einfügungen.

strozzi
13.03.2008 23:26
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Zensur hat meinen Beitrag wohl gefressen!

Feige Fieslinge! Schergen des Polizeistaates! - Oder schläft der Zensor den Schlaf des Beamten und die Freigabe dauert bis zum Morgen?

Gast: Österreicher
13.03.2008 21:19
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ja, die große Koalition

kann mit den Bürgern machen was sie will...

 
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