08.11.2009 12:17 | Meine Presse Merkliste0

Netbooks: Mobiles Breitband soll Standard werden

01.10.2008 | 08:28 |   (DiePresse.com)

Eine neue Generation an Mini-Notebooks sind speziell für den mobilen Internetzugang gedacht. Netbooks mit integriertem Breitband-Modul, erhalten künftig ein Logo.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Netbooks, kleine Billig-Notebooks, sind der Trend des Jahres. Um die mobile Internetnutzung noch attraktiver zu machen, sollen die Mini-Laptops integrierte Breitband-Module verpasst bekommen. Mobilfunkunternehmen, Chip-Produzenten und PC-Hersteller haben sich zu einer gemeinsamen Initiative zusammengeschlossen, die die Entwicklung von mobilem Breitbandinternet bei Laptop-Computern vorantreiben soll. Die neu gegründete Allianz unter Führung der GSM Association (GSMA) wird hierfür in einer ersten Phase bis zum kommenden Weihnachtsgechäft ihre aktuellen Notebooks mit einem integrierten Modul für den mobilen Breitband-Internetzugang ausrüsten. Auf diese Weise soll laut eigenen Angaben den Nutzern nach dem Kauf der Produkte in 91 Ländern der Welt ein sofortiger Einstig ins Web ermöglicht werden. Um die Initiative zusätzlich zu unterstützen, hat die GSMA zudem ein spezielles "Mobile Broadband"-Logo kreiert, das den Konsumenten auf einen Blick darüber aufklären soll, ob mit dem gewünschte Laptop ein sofortiger Einstieg ins Internet möglich ist oder nicht.

100.000 Breitband-Netbooks bis Weihnachten

"Mobiles Breitband ist im Grunde einem Breitbandzugang zu Hause oder im Büro sehr ähnlich. Der wesentlichste Unterschied liegt aber in der Freiheit, die es dem Nutzer einräumt", erklärt GSMA-CMO Michael O'Hara. Die aktuell gegründete Initiative sei für die weitere Entwicklung in diesem Bereich von entscheidender Bedeutung. "Mit ihr haben sich 16 der größten Technologieunternehmen der Welt darauf geeinigt, dass sie die Art und Weise, wie Menschen online gehen, für immer verändern wollen", betont O'Hara. Diese Übereinkunft werde für die Öffentlichkeit durch eine entsprechende Kennzeichnung auf den entsprechenden Geräten ersichtlich. "Wir erwarten, dass das 'Mobile Broadband'-Logo bis zum Weihnachtsgeschäft auf mehreren hunderttausend Notebooks zu finden sein wird", so O'Hara.

Mindestens 3,6 Megabit/Sekunde

Das "Mobile Broadband"-Logo wird aber ausschließlich für Mitglieder der GSM-Familie zur Verfügung stehen. Konkret bedeutet das, dass lediglich Produkte, die mit der aktuellen HSDPA- und die zukünftigen LTE-Übertragungstechnik arbeiten können, eine Kennzeichnung erhalten werden. Der drahtlose WiMax-Standard wird nicht unterstützt. "WiMax ist in punkto Absicherung und Mobilität nicht das, wonach die Laptop-Hersteller suchen", argumentiert die GSMA. Eine Kennzeichnung mit dem Logo ist auch nur dann zulässig, wenn der entsprechende Laptop zumindest eine theoretische Übertragungsgeschwindigkeit von 3,6 Megabit pro Sekunde und eine praktische von einem Megabit pro Sekunde unterstützt. Die GSMA-Empfehlung ist allerdings mit 7,2 Megabit pro Sekunde deutlich höher angesetzt.

Zukunftsvision: Internet im Kühlschrank

Die Integration von mobilem Breitband in Laptop-PCs ist aber nur der erste Schritt in einer wesentlich breiter angelegten Strategie. So ist es etwa ein längerfristiges Ziel der Initiative, das kabellose Internetmanagement künftig auch auf einer Vielzahl anderer Geräte zu ermöglichen. Laut GSMA denke man dabei beispielsweise an Digitalkameras oder MP3-Player, aber auch bei Kühlschränken, Autos und Set-Top-Boxen wäre ein Breitbandzugang durchaus vorstellbar. "Wenn die Kosten einmal sinken, werden Nutzer auch über eine Reihe anderer Geräte mobil ins Internet einsteigen können", ist O'Hara überzeugt.

 

(pte)

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Artikel kommentieren Kommentieren BookmarkBookmarken bei [Was ist das?]

Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*


Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

2 Kommentare
Gast: pascal
01.10.2008 18:38
0 0

schüttelt den kopf

grad letzte woche hat die presse einen artikel über das erste und bislang einzige hsdpa netbook von a1 gebracht und heut les ich dann in diesem artikel, dass die hersteller bis zum weihnachtsgeschäft aufrüsten wollen. was fast so klingt als gäbe es am markt noch nichts. ich darf verweisen:
http://diepresse.com/home/techscience/hightech/416988/index.do?

Gast: circle
01.10.2008 16:34
0 0

gibt es schon

soviel ich weiß ist seit letzter woche schon ein netbook mit integriertem modem (HSDPA) am markt:

das Q10air von A1. gibts mit vertragsanmeldung sogar für 0 Euro!

von den anderen anbietern gibt es noch keine angebote.