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Netbook statt Handy: Mini-PC als Gratistarifzuckerl

09.10.2008 | 20:52 |   (Die Presse)

Nach Mobilkom verschenkt auch T-Mobile neues Gerät. ¿Erfinder¿ des ultratragbaren Notebooks ist der taiwanesische Hersteller Asus.

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WIEN (p. m.). Es war ein langer Weg vom „Schlepptop“ jenseits von zehn Kilogramm zum Netbook mit einem Zehntel des Gewichts. Laut bösen Zungen nähert sich der neue „Small Form Factor PC“ auch in der Leistung den Ungetümen der IT-Urzeiten...

Vom Gratishandy zum Gratis-PC – so ließe sich die neueste strategische Linie der Mobilfunker nachzeichnen. Handys werden für alle möglichen Zwecke verwendet, nur nicht zum Surfen im Internet. Notebooks mit Datenkarte sind für professionelle Anwender akzeptabel, aber zu aufwendig, zu schwer und zu kompliziert, um massentauglich zu sein. Da kam der Branche eine völlig neue Miniaturisierungswelle entgegen.

 

Startsignal mit „Eee PC“

„Erfinder“ des ultratragbaren Notebooks ist der taiwanesische Hersteller Asus. 2007 brachte dieser unter dem Namen „Eee PC“ ein Gerät auf den Markt, das drei gravierende Vorteile gegenüber dem großen Bruder Notebook hat: sehr kurze Startzeiten, extreme Schlagfestigkeit, rund fünf Stunden Akkulaufzeit und das Gewicht knapp über tausend Gramm. Die Nachteile: kleiner Monitor, langsamer Prozessor, ein Bruchteil der Speicherkapazität.

Ein derart „abgemagertes“ Gerät von Asus hat T-Mobile Austria am Donnerstag vorgestellt und damit Marktführer Mobilkom den Kampf angesagt. Die Tochter der Telekom Austria bietet nämlich seit 1. Oktober ein „A1 Netbook“ unter der Microsoft-Typenbezeichnung Q10air. Auf den ersten Blick sehen die Offerte vergleichbar aus: Die Geräte sind „geschenkt“, wenn ein 24 Monate laufender Vertrag abgeschlossen wird. Der monatliche Tarif kostet bei T-Mobile 25 Euro für zehn Gigabyte, bei Mobilkom 29 Euro für die Hälfte dieser Datenmenge.

 

„Streng durchkalkuliert“

„Das ist ganz streng durchkalkuliert“, sagte T-Mobile-Chef Robert Chvátal am Donnerstag vor Journalisten: Ziehe man den Netbookpreis ab, bleibe ein „Netto-Datentarif von 8,70 Euro monatlich“.

Beim Asus ist die neueste Funkverbindungstechnologie ebenso integriert wie die SIM-Karte. Das Gerät läuft auf dem Betriebssystem Linux und hat statt einer Festplatte eine Solid State Disc. Das garantiert schnelle Startzeiten, beschränkt aber die Speicherkapazität auf nur 16 Gigabyte. Deshalb stehen jedem Kunden zusätzlich 20 Gigabyte Web-Platz zur Verfügung. Ganz anders das Mobilkom-Gerät: Es ist dank der Microsoft-Kooperation mit Windows ausgerüstet und hat eine Festplatte mit 160 Gigabyte.

Der Datenverkehr der neuen Netbooks – inzwischen gibt es sie von fast allen PC-Herstellern – soll die Mobilnetze auslasten helfen. Chvátal will die Nutzung mobiler Breitbandtechnologien bis 2010 verfünffachen. Gegenwärtig habe die Österreichtochter des deutschen Konzerns rund 200.000 Breitbandkunden und sei mit 27 Prozent Marktführer. Während Mobilkom und Microsoft mit ihrem „Fast-Notebook“ auf Firmenkunden zielen, wollen T-Mobile und Asus „alle Käuferschichten ansprechen“. Der neue Eee PC sei vor allem als Zweitgerät konzipiert, meinte Holger Schmidt, Marketingchef von Asus Deutschland. „Aber für Normalverbraucher reicht er auch als Notebook.“

AUF EINEN BLICK

Die Mobilfunker buhlen um Kunden, die mit Datenkommunikation ihre Netze füllen. Notebooks mit Datenkarte sind nur Profis zumutbar, Handys als Surf-Instrument sind auch nicht der Weisheit letzter Schluss. Die neueste Waffe der Marktführer Mobilkom und T-Mobile heißt Netbook: Der kleine Bruder des Notebooks wird für einen Zweijahresvertrag „verschenkt“.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.10.2008)

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5 Kommentare
Gast: smartie
10.10.2008 11:44
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nachgerechnet

für 24 monate kostet das paket bei t-mobile 24*25=600 euro.
abzügl. des datentarifs lt. bericht: 8,7*24 = 209 euro.

600 - 209 = 391 euro fürs netbook

da hat t-mobile aber schlecht eingekauft. bei geizhals gibts das PC901 für 366 euro, zwar ohne hsdpa karte aber mit WinXP.
von "streng durchkalkuliert" kann da wohl keine rede sein!

Antworten Gast: owenwilson
11.10.2008 23:53
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Re: nachgerechnet

Wenn das wirklich stimmt, dann ist das t-mobile angebot wirklich ein witz.

Antworten Antworten Gast: nachrechner
13.10.2008 01:42
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Re: Re: nachgerechnet

Stimmt auf den ersten Blick, allerdings sind die 8,7 € netto. Rechnet man die Mehrwertsteuer hinzu kommt man auf 250,56. Außerdem ist der eee901 in der XP-Version nur mit 12 GB SSD ausgestattet. Rechnet man diese Unterschiede und die Kosten der UMTS-Karte mit ein, sieht das Angebot deutlich besser aus.
Geschenkt ist zwar was anderes, aber T-mobile ist ja auch nicht die Caritas

Antworten Antworten Antworten Gast: smartie
13.10.2008 20:12
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Re: Re: Re: nachgerechnet

das sich das "netto" auf "ohne MwSt bezieht geht aus dem artikel nicht ganz hervor, könnte auch netto im sinne von "datentarif ohne netbook" gemeint sein.

die 4GB mehr speicher fallen preislich wohl nicht ins gewicht. es bleibt einzig und alleine die eingebaute umts karte.

in anbetracht des fehlenden WINDOWS müsste das angebot günstiger sein! somit hat man bei TM weder besondere qualität noch einen günstigen preis!

Gast: laurenz
10.10.2008 11:13
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vergleich

auf den ersten blick mögen beide angebote vielleicht gleich erscheinen, aber ich hab mir das genauer angeschaut und da schneidet das t-mobile angebot definitiv schlechter ab. in diese flash-speicher hab ich kein großes vertrauen und über bluetooth konnte ich bislang auch noch nicht lesen.