Die Website Nikonrumors hatte einen Link zur noch nicht erschienenen Profikamera D3X entdeckt. Auf diesem war bereits eine Produktkategorie für die unbestätigte Spiegelreflexkamera eingerichtet und auch eine Produktnummer war schon zu erkennen. Kurz darauf war aber der Link zur D3X nicht mehr verfügbar. Die Blogger hatten jedoch rechtzeitig Screenshots gemacht, die rasche Verbreitung fanden. Die "Lücke" bei Nikon ist kein Einzelfall. Bereits vor Veröffentlichung der inzwischen erhältichen D90 und der D3 kursierten ebenfalls "durchgesickerte" Bilder im Internet. Es fällt schwer zu glauben, dass Nikon dermaßen viele Sicherheitslecks hat.
Lücke oder Absicht?
Man kennt das Spiel ja inzwischen schon: Auf der Webseite des Herstellers oder einer Partnerfirma taucht kurz ein Foto oder eine Produktbeschreibung auf, noch bevor eine offizielle Ankündigung erfolgt. Binnen kürzester Zeit toben sich Internetforen und Blogs über das neue Produkt aus, Tausende Menschen beginnen, darüber zu diskutieren. Wenig später sind die Informationen wieder von der Quelle verschwunden. So eben jetzt auf Nikons Produkthomepage. Aber das macht nichts, die Zielgruppe ist informiert. Virales Marketing in Hochform.
24 Megapixel-Sensor wahrscheinlich
2007 konnte Nikon mit der D3 bereits einen großen Wurf landen. Die Kamera bot eine bis dahin unerreichte Leistung in Sachen ISO-Empfindlichkeit und eine Aufnahmegeschwindigkeit von bis zu elf Bildern pro Sekunde. Größter Kritikpunkt war aber bereits damals die für Profikameras etwas geringe Auflösung von "nur" 12 Megapixel. Rufe nach einer D3X mit größerer Auflösung wurden laut, die bis zu 24 Megapixel haben könnte. Die Gerüchte kommen nicht von ungefähr. Schließlich hat Nikon eine Partnerschaft in Sachen Kamerasensoren mit Sony, die bereits für die A900 einen 24-Megapixel-Sensor entworfen hatten. Eine offizielle Vorstellung der D3X scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein.
(Red.)

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