Erst vor Kurzem warnte eine Studie von IOActive vor den Gefahren moderner Stromnetze: Hacker könnten ganze Stadtteile lahmlegen. Einem Bericht des Wall Street Journal zufolge ist die Gefahr sehr real: Cyberspione seien bereits in das Stromnetz der USA eingedrungen. Dabei haben sie, so der Bericht weiter, Software hinterlassen, die das System außer Gefecht setzen könnte. Die Angreifer stammen aus China, Russland und "anderen Ländern".
Bisher noch kein Schaden
Noch bestehe keine direkte Gefahr, allerdings könnten die Eindringlinge das im Fall eines Krieges oder eine diplomatischen Krise durchaus tun, warnten hochrangige Sicherheitsbeamte. Vorerst hätten die Spione nur Informationen gesammelt. "Die Chinesen haben versucht, unsere Infrastruktur zu kartographieren, so wie das Stromnetz", berichtet einer der Beamten. "Die Russen ebenso." Die genauen Motive der Eindringlinge liegen aber noch weitgehend im Dunkeln.
"Smart Grids" sind anfälliger für Hacker
Das Stromnetz der USA besteht aus drei separaten Netzwerken, die den Osten, Westen und Texas abdecken. Um die Koordination der Netze zu verbessern, wurde sukzessive auf "Smart Grids" umgestellt. Dabei kommunizieren Kraftwerke und Endstellen über die Stromleitungen miteinander. Das soll Spitzenlasten besser verteilen und Stromausfälle verhindern. Die dafür nötigen Geräte sind aber auch anfällig für Hacker-Angriffe.
Spionage reicht über Stromnetz hinaus
Neben dem Stromnetz seien aber noch andere Bereich der US-Infrastruktur betroffen. Aufgrund des Ausmaßes der Spionage werden große Geheimdienste wie die von China oder Russland dahinter vermutet. Diplomaten beider Länder leugnen aber bisher, in die Sache involviert zu sein.
(db)
Sonnen-Anbeter Gadgets für heiße Tage
Unschöne Anglizismen Sprechen Sie Facebookisch?
Android Das beste Zubehör für Google-Smartphones
Windows-Mustang Wenn Microsoft Autos bauen würde
iPhone vs. Android Die derzeit besten Foto-Apps