21.11.2009 17:28 | Meine Presse Merkliste0

IP-Telefonie: Telefonieren ohne Telefonnetz

02.07.2009 | 18:25 |   (Die Presse)

Telefonieren im Web lockt Private und Unternehmen. Dank Flatrate und immer höherer Bandbreiten macht Skype nicht nur dem traditionellen Festnetz Konkurrenz, sondern wird zunehmend auch auf Internethandys genutzt.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Auch wenn der große Hype vorbei zu sein scheint, ist IP-Telefonie weiter aktuell. Das Telefonieren über Internetprotokoll (IP) ist den meisten vor allem über das Angebot von Skype bekannt. Dank Flatrate und immer höherer Bandbreiten macht Skype nicht nur dem traditionellen Festnetz Konkurrenz, sondern wird zunehmend auch auf Internethandys genutzt. Vor allem bei Gesprächen ins Ausland sind je nach Anbieter und Vertrag deutliche Einsparungen möglich – vorausgesetzt, man hat einen entsprechend großzügig bemessenen Datentarif.

Die Installation von Skype ist auf vielen Smartphones möglich, seit Kurzem ist eine neue Version (3.0) für Windows-Mobile-Handys verfügbar, und auch für iPhone und iPodTouch gibt es mit der Version 1.1 eine aktualisierte Skype-Software. Allerdings funktionieren Skype-Anrufe bei Apple nur über WLan, nicht über das Mobilnetz. Für Blackberry soll Skype ebenfalls noch heuer verfügbar sein.

Während etwa die Provider in Deutschland recht unsportlich reagieren und die Nutzung von Skype in ihren Netzen untersagen oder Zusatzkosten verrechnen, sehen die heimischen Provider die Konkurrenz durch VOIP gelassen. Drei etwa wirbt sogar explizit mit Skype-Handys.

 

IP-Telefonie im Büro

Nicht nur für Private ist IP-Telefonie interessant, Anbieter wie Cisco, Avaya, KapschCom oder Juniper Networks, aber auch die Provider von Mobil- und Festnetz bringen IP-Telefonie in Büros. Für Geschäftskunden liegt das Augenmerk dabei meist weniger auf den Gesprächskosten – obwohl die Gratisverbindung zwischen den Standorten mitunter signifikante Einsparungen bringt – im Businessbereich liegt der Hauptvorteil in der organisatorischen Vereinfachung. Da auf das Telefonnetz verzichtet werden kann, muss nur das ohnehin vorhandene IP-Netzwerk gewartet werden. Außerdem ermöglicht IP-Telefonie unter dem Stichwort Unified Communications die Integration der Sprachanrufe mit anderen Kommunikationsmitteln wie E-Mail oder Instant Messenger.

Neben den Umrüstungskosten sind Abhör- und Ausfallssicherheit die größten Herausforderungen für den Einsatz von IP-Telefonie in Unternehmen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.07.2009)

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Artikel kommentieren Kommentieren BookmarkBookmarken bei [Was ist das?]

Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*


Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

2 Kommentare
Eurogirl
05.07.2009 16:27
0 0

Der Notruf via Internet?

Es gibt Gadget die automatisch Lebensfunktionen an den Arzt melden, Einbrüche, Feuer und Diverses tadellos abarbeiten.

Skype ist eine feine Sache und kostet so gut wie kein Geld um mit Kroatien, USA oder Australien zu Videophonieren.

Dass das erst jetzt von vielen Firmen angenommen wird ist wohl dem Konferenzschwindel zuzuschreiben.

Das Festnetz ist leichter lahmzulegen als das Inet.

Was nicht erwähnt wird

... die Sicherheit des herkömlichen alten Analogtelefons ist gegangen:
Bei dem alten Telefon konnte man im Fall des Falles selbst bei Stromausfall noch telefonieren, während bei VoIP oder anderen Trägern(z.b. Telefon über Fernseh-Kabel) mit dem Stromausfall auch die Möglichkeit des Notrufs weg ist.
Da auch die Handymasten in diesem Fall oft betroffen sind (das Backbone davon läuft schließlich über die gute alte Telefonleitung) sollte jeder für sich entscheiden, ob er den Umstieg vollzieht oder nicht!