Die EU hat vergangene Woche das erste eigene GPS gestartet. EGNOS (European Geostationary Navigation Overlay Service) soll die Genauigkeit des globalen US-Systems in Europa so weit steigern, dass die Position auf zwei Meter genau angezeigt werden kann - bisher waren es maximal zehn Meter. Die drei EGNOS-Satelliten sind aber nur der Vorbote eines viel größeren Projects, Galileo, dass das US-GPS in Europa ergänzen soll.
EGNOS arbeitet derzeit mit 34 Stationen in Europa, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. "Es wird alle Navigations-Geräte präziser machen und eröffnet dadurch ganz neue Möglichkeiten, wie Leitsysteme für Blinde", zitiert Reuters einen Vertreter der EU-Kommission.
Das europäische Projekt Galileo wird noch bis 2014 auf sich warten lassen. Bis dahin sollen insgesamt 30 Navigationssatelliten ins All geschickt werden. Zuletzt sorgte ein Bericht des US-Rechnungshofes für Aufsehen, der der ersten Generation an GPS-Satelliten der USA bis 2010 das Ende ihrer Lebensdauer bescheinigte. Da das Budget knapp ist, könnte es zu Engpässen kommen, hieß es. Auch China plant ein eigenes System.
(Red. )


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