Es klingt beinahe wie aus einem Science Fiction Film: Ein Drucker legt Schicht für Schicht eines beliebigen Materials übereinander und langsam entsteht ein Gegenstand von beinahe beliebiger Komplexität. In der Industrie und Architektur kennt man dieses Verfahren bereits länger und erstellt damit vor allem Modelle und erste Prototypen. Mittlerweile ist die Technik jedoch so weit fortgeschritten, dass Internetdienste 3D-Modelle von Hobbybastlern und Schmuckdesignern zum Spottpreis ausdrucken. Bald schon könnten die Geräte sogar günstig genug für den Heimgebrauch sein - eigenes Spielzeug für die Kinder einfach auszudrucken ist dann kein Problem mehr.
Shapeways lässt seine Kunden 3D-Modelle hochladen und druckt diese in den verschiedensten Materialien aus. Designer können auf der Webseite sogar ihren eigenen Shop einrichten - der Preis ergibt sich aus dem von Shapeways festgelegtem Betrag plus einem Aufpreis des Designers in beliebiger Höhe.
Die eingereichten Objekte keinen fast keine Grenzen und reichen von Schmuck (Shapeways bietet seit kurzem auch Silber an) über iPhone-Zubehör bis hin zu Kuriositäten wie einer mittelalterlichen Sternuhr. Die Preise reichen von rund 10 Euro bis fast 200 Euro.
3D-Drucker für daheim in ein paar Jahren
Bald schon soll um 3D-Drucken ein regelrechter Hype entstehen, prophezeit der jüngste "Hype Cycle Special Report" von Gartner. Bis das Ausdrucken von Gegenständen Alltag wird, müssen jedoch noch fünf bis zehn Jahre verstreichen, geht aus dem Report hervor. Noch ist die Technologie zu teuer für den Heimgebrauch und die Drucker zu sperrig. Einen ersten Schritt in die Richtung hat jedoch die kleine Firma Bits From Bytes gemacht, die ihren "Open Source"-Drucker um unter 4000 Dollar anbietet. Noch können diese Drucker jedoch lediglich Plastik verarbeiten. Bits From Bytes wurde Anfang Oktober von 3D Systems geschluckt, die nun hoffen mit Billig-3D-Druckern Konkurrenten wie Stratasys oder Z Corp. auszustechen.
Shapeways: Selbst designte Gegenstände zum Ausdrucken





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