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IBM: Handys können in fünf Jahren Gedanken lesen

20.12.2011 | 11:54 |   (DiePresse.com)

In Zukunft soll man Kommandos nur denken müssen, und nicht mehr tippen. Die Forscher sehen auch biometrische Passwörter stark im Kommen. Jedes Jahr blickt IBM in seine technologische Glaskugel.

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Kurz vor Ausklang des Jahres stellt der Computerriese IBM immer die kommenden Technologietrends vor. Unter dem Namen 5 in 5 werden fünf Innovationen präsentiert, die nach Ansicht der IBM-Forschungsabteilung innerhalb der nächsten fünf Jahre Realität werden sollen. Unter anderem sollen Computer und Smartphones dann in der Lage sein, die Gedanken ihrer Nutzer zu lesen. Anstatt seine Finger zu verwenden, soll man nur noch denken müssen, was die Geräte tun sollen. Erste Anwendungen sieht IBM in der Spiele- und Unterhaltungsindustrie.

80 Prozent weltweit mit Handy

Handys spielen auch eine wichtige Rolle bei einer weiteren Vorhersage aus IBMs Glaskugel. In fünf Jahren sollen 80 Prozent der Weltbevölkerung ein Mobiltelefon besitzen. Die Geräte werden immer wichtiger für den Informationsaustausch, insbesondere für ärmere Gegenden. Im ländlichen Indien hat es IBM bereits Analphabeten ermöglicht, durch per Handy aufgezeichnete Nachrichten Informationen weiterzugeben.

Spam wird persönlicher

Die aktuell den weltweiten E-Mail-Verkehr belastenden unerwünschten Werbenachrichten sollen der Vergangenheit angehören. Zumindest in ihrer aktuellen Form. In Zukunft soll Werbung dank diverser Filter nur zielgerichtet angezeigt werden und auch nur dann, wenn man gerade das Bedürfnis nach einem bestimmten Produkt oder einer Dienstleistung hat. Auch sollen etwa Smartphones erkennen, so sich sein Nutzer befindet, und dann etwa Konzerttickets der Lieblingsband reservieren, wenn diese gerade in derselben Stadt aufspielt.

Biometrie überall

"Meine Stimme ist mein Pass" ist eine Phrase, die bereits 1992 im Technologie-Thriller "Sneakers - Die Lautlosen" den Zugang zu einem geschützten Bereich gewährte. In fünf Jahren soll die biometrische Spracherkennung allgemein verfügbar sein und damit Passwörter obsolet machen. So soll man etwa einfach zu einem Bankomaten hingehen und mit ihm sprechen können, worauf dieser dann das Geld hergibt. Neben der Stimme sollen aber noch andere Merkmale wie Gesichtserkennung und Retinascan dafür sorgen, dass man nicht einfach mit einer Aufzeichnung das Konto von wildfremden Leuten ausräumt.

Radeln für den Handy-Akku

Der ökologiebewusste Mensch von Morgen fährt mit dem Fahrrad zur Arbeit (oder sonstwohin). Der Vorteil in fünf Jahren: Ähnlich wie Licht-Dynamos soll durch kinetische Energie Strom erzeugt werden. Dadurch kann man etwa sein Handy beim Radfahren aufladen, postuliert IBM. Auch Abwärme von Haushaltsgeräten und Computern soll zur Energieerzeugung genutzt werden. Selbst Wasserleitungen könnten dazu dienen, wenn es nach den Forschern geht.

(db)

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22 Kommentare
Gast: albertony
30.12.2011 17:43
0 0

Die Gedanken sind frei

sowas wie gedanken lesen wünsch ich mir von einem handy gar nicht auch wenn man Kommandos nur denken muss, und nicht mehr tippt. Da würde ich lieber meine paysafecard lieber anders investieren. Private gedanken sollten immer privat bleiben und nicht von einem gerät gelesen werden!

Gast: mories
23.12.2011 01:00
1 0

skynet könnt ja doch real werden

tja wenn mein handy mir in den kopf schaun kann, dann werds mich wohl auch steuern können :)
der mensch is eh zbled um solch eine technik sinnvoll zu nutzn :/

Gast: Panarcus1
22.12.2011 12:05
0 0

Gedanken lesen?

Politiker verbieten so was...

addierwerk
22.12.2011 10:41
1 0

ja genau!

Heute google am Handy und morgen google im Kopf! Hab' ja eh nix zu verbergen!

Waremme
22.12.2011 07:54
1 0

Gedanken kann jeder ...

... lesen. Seine eigenen. Und so soll es bleiben. Sonst landen wir letzten Endes bei Gedankenfälschung.

Gast: Hellseher
22.12.2011 01:32
0 0

Überschrift

Was ist, wenn das Handy dann trotzdem keine Gedanken erkennen kann, wertet es dann die esothärischen Schwingungen des Besitzers aus? :)

Gast: Markus Trullus
21.12.2011 18:50
0 0

das ist alles???

Nachste Schritt: Nicht "lesen", STEUERN! Kommt mir aus der SF irgendwie bekannt vor, oder?

Gast: nestbeschmutzer
21.12.2011 18:48
0 0

nu ja.....

Hab etliches durchgerechnet. Da verbraucht die Herstellung mehr Energie, als über die gesamte Lebensdauer des Produkts zurückgewonnen oder eingespart wird...

Gast: mamahana
21.12.2011 14:52
0 1

neue Ansätze - spannende Zukunft

Hmm, also so weit wirds ja nicht gehen wies hier teilweise dargestellt wurde - aber immerhin muss man sagen es kann alles möglich sein, ich finds einfach interessant wie viele Ansätze IBM verfolgt, auch wie bei den smarter citites, da steckt noch so vieles drinnen! Spannend!

jta
21.12.2011 14:50
4 0

Das kann ja heiter werden

So sagen einige Verhaltensforscher, dass Männer alle 10 Minuten an Sex denken. Nicht auszudenken, was da das Handy dauernd für Nummern wählt.

miMg
21.12.2011 13:12
0 0

nur denken müssen...

IBM,
das kann unmöglich funktionieren
ich glaube du verlangst viel zu viel ;)

Gast: Umdenker mit Hut
21.12.2011 12:54
2 0

Ich war einer der ersten, der ein Handy hatte.

Aber wenn sie mal Gedanken lesen könen, werden ich einer der ersten sein, der keines mehr hat. Vor unseren bespitzelungssüchtigen Politikern wären dann nicht einmal mehr Gedanken sicher.

Antworten fefe
21.12.2011 18:16
1 0

Re: Ich war einer der ersten, der ein Handy hatte.

Mitsubishi oder Panasonic? - Bei mir das selbe. Ich will durch das Handy selbst Freiheiten gewinnen und nicht das Gegenteil. Für die meisten ist ein Handy leider nur noch sowas wie eine Hundeleine. Jederzeit anrufen können ist genau das Gegenteil von jederzeit erreichbar sein.

Gast: Pedro
21.12.2011 10:42
0 0

Gesetzt den Fall, es tritt ein

dann Gnade Gotes: bei meinen vielen schmutzigen Gedanken wird es viele Anzeigen auf meine SMS regnen. Es wird dann neue, weitreichende Gesetze geben müssen, um mich vor der Flut der Anzeigen zu retten. Wenn die Politiker - Banker und Freunde dann richtig erfahren was jeder denkt und inhaltsschwere SMS erhalten.

4 0

Horten

So, am besten jetzt schon mal kräftig alte Handys wie Nokia 3310 horten. Die werden in fünf Jahren ein Vermögen wert sein, wenn Handys (und damit die Regierungen) Gedanken lesen können. ;)

@Nokia: Produziert wieder das Nokia 3310 oder 3330 mich nervt mein ach so smartes Phone. Zeit für einen Retrotrend und steigert wieder die stark gefallenen Umsätze

Antworten Gast: nestbeschmutzer
22.12.2011 10:28
0 0

Re: Horten

Wohl; bestes Handy, das ich je hatte:-(

Antworten Gast: mar
21.12.2011 15:57
1 0

Re: Horten

Ich hab ein Sagem Handy für 5 Eu zu verkaufen. Ohne Kamera und Internet, kaum benutzt, funktioniert tadellos, superflach und elegant - Bei Interesse: ist auf willhaben zum Anschauen ;)

4 0

Es gibt Features,

auf die ich gar keinen Wert lege.

Gast: M. Wolf
20.12.2011 17:07
0 0

Gedanken lesen

hamma 1. April ?

3 0

1984 rückt näher

Wenn schon in so naher Zukunft sogar banale Handys Gedanken auslesen können, ist das bedrückend. Lange werden nämlich dann die Überwacher auch nicht mehr brauchen, um zum großen Bruder zu mutieren. Deren Möglichkeiten zum Machtmissbrauch scheinen dann ja unbegrenzt...

Antworten fefe
21.12.2011 18:11
2 0

Re: 1984 rückt näher

1984 ist eigentlich schon übertroffen. Jedes Handy kann als Abhörwanze fernaktiviert werden so lange der Akku drinnen ist (muss nicht eingeschaltet sein). Im Fernseher wird bald auch eine Kamera sein. Anschließen kann man sie jetzt schon und Internet-Verbindung für den Fernseher ist auch schon normal.

Und dann kann man vielleicht auch einmal überlegen, warum die so billigen Netbooks alle eine Kamera und Mikrofon integriert haben - obwohl nach wie vor relativ wenige eine Webcam nutzen - und das für die Übertragung nötige Internet so gestützt wird sodass es für jeden leistbar ist.

Cloud computing ist auch extrem praktisch und selbstverständlich kostenlos.

Gast: Hudriwudri
20.12.2011 12:39
12 1

"soll man nur noch denken müssen"

Ein Waterloo fuer die Unterschichtunterhaltungsindustrie daemmert herauf.