TU-Wien-Informatiker sollen international durchstarten

Das "Vienna Center for Logic and Algorithms" soll neben Oxford einer der "großen Player" in Europa werden.

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(c) Die Presse (Fabry)

An der Technischen Universität (TU) Wien wird am Mittwoch ein neues Forschungszentrum eröffnet, das sich mit den Grundlagen der modernen Computerwissenschaften auseinandersetzt. Unter der gemeinsamen Marke "Vienna Center for Logic and Algorithms" (VCLA) wollen sich die Wiener Forscher zukünftig vor allem international noch stärker vernetzen und positionieren.

An der TU liege bereits seit Jahren ein Forschungsschwerpunkt auf der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Logik und Algorithmen, so Helmut Veith vom Institut für Informationssysteme. In diesem Bereich gibt es derzeit sechs Professuren und rund 100 Wissenschafter sind in Forschungsprojekte beschäftigt. Eine derartige Konzentration sei auch im internationalen Vergleich "sehr selten". Laut Veith sei man damit neben der University of Oxford einer der "großen Player" in Europa.

Logik und Algorithmen "stellen die Grundlagen der Informatik dar", so Veith. Die Arbeit am VCLA wird sich auf drei Bereiche konzentrieren. Im Bereich "Verifikation" gehe es um die Fehlersuche innerhalb von Computerprogrammen, also um die Entwicklung von Software, die andere Software auf Herz und Nieren prüft. Auf dem Gebiet der "Wissenspräsentation" versuchen die Forscher menschliches Alltags- und Expertenwissen in einen Computer integrieren, um ihn beispielsweise selbstständig Recherchen im Internet durchführen zu lassen. Das dritte Schwerpunktgebiet nennt sich "Constraint Satisfaction". Hier gehe es darum, auf mathematischem Weg Lösungen für komplexe Probleme mit vielen verschiedenen Einflussvariablen, sogenannte "Constraints", zu finden.

"Worum es uns jetzt geht, ist dass wir uns stärker international vernetzen und eine stärkere internationale Präsenz zeigen", so Veith. Daher möchten die Wissenschafter im In- und Ausland "sozusagen mit einer gemeinsamen Marke auftreten". Die VCLA-Mitglieder wollen Tagungen, Workshops und Summerschools für Studenten organisieren und vermehrt internationale Gastforscher einladen. Die TU wird das VCLA in den ersten drei Jahren finanzieren, "dann werden wir uns aus eigener Kraft weiter fördern", erklärte Veith.

Konkurrenz zum Institute of Science and Technology (IST) Austria, das ebenfalls einen Forschungsschwerpunkt in diesem Bereich hat, sieht Veith keine. Für ihn ist das IST der "wichtigste Partner", es gebe gemeinsame Seminare, Lehrveranstaltungen und Projekte.

(APA)

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