Oracle strebt die Wiederaufnahme eines Gerichtsverfahrens wegen Urheberrechtsverletzung gegen den deutschen Rivalen SAP an. Oracle kündigte am Montag an, die von einer Richterin auf 272 Millionen Dollar (209 Mio. Euro) reduzierte Strafzahlung zurückzuweisen. Der US-Softwarekonzern betonte, er habe keine andere Wahl, als ein neues Verfahren zu bemühen. Ein SAP-Sprecher war zunächst nicht erreichbar.
Im September hatte eine US-Richterin ein vorläufiges Urteil gegen SAP gekippt, das die Zahlung von 1,3 Milliarden Dollar vorsah. Sie begründete den Schritt damit, dass die Summe überzogen sei und Oracle nur Schäden in der Höhe von 272 Millionen Dollar nachgewiesen habe.
Der Grund für den Dauer-Clinch zwischen SAP und Oracle liegt Jahre zurück. SAP hatte 2005 den kleinen Software-Dienstleister TomorrowNow erworben, mit dessen Hilfe Oracle Kunden abspenstig gemacht werden sollten. Wie sich nach einer Klage von Oracle allerdings herausstellte, griff TomorrowNow illegal auf Datenbanken des SAP-Konkurrenten zu.
(Ag. )
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