Wien/Apa. Der weltgrößte Computerhersteller HP will Insidern zufolge mindestens 25.000 Jobs streichen, berichten US-Medien. Es soll ein Stellenabbau von acht bis zehn Prozent geplant sein, um Kosten zu sparen und die Konzernstrategie an die schwächelnde Nachfrage nach PCs anzupassen. Der US-Konzern beschäftigt weltweit 349.000 Mitarbeiter, davon 850 in Österreich. Dort wollte man am Freitag nichts sagen: Es handle sich um ein „Marktgerücht, das wir derzeit nicht kommentieren“, so eine Sprecherin von HP Österreich in Wien.
Mit Ausnahme des Wachstumsmarktes China sollen alle Länder von den Streichungen betroffen sein. Erst kürzlich hat HP angekündigt, die Drucker- und PC-Sparte zusammenzulegen. Konkrete Pläne könnte das Unternehmen am Mittwoch vorlegen, wenn die Zahlen für das zweite Quartal präsentiert werden.
Hoffen auf Microsoft
HP leidet unter der dürftigen Nachfrage nach Computern: Das Geschäft mit dem klassischen Computer wächst kaum, der Absatz von Smartphones und Tablets hingegen floriert. In diesem Geschäftsfeld ist Hewlett-Packard aber seit dem vergangenen Sommer nicht mehr vertreten. Der Ausflug ins Geschäft mit den Tablets floppte. Die Nase vorn haben dabei Rivalen wie Apple und Samsung. Dazu kommt die träge Wirtschaftsentwicklung.
Aber nicht nur HP tritt auf der Stelle. Auch die Technologieriesen IBM und Intel meldeten für die ersten Monate des Jahres stagnierende Umsätze. Aufwärts gehen könnte es im Herbst, wenn der US-Softwarekonzern Microsoft sein neues Betriebssystem Windows 8 auf den Markt bringt.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.05.2012)
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