Die Möglichkeit, Zusatzinhalte für Apps kostenlos zu erwerben, klang für viele Nutzer verlockend und war ein Schock für Apple. Immerhin schneidet der Konzern 30 Prozent bei den Umsätzen der In-App-Käufe mit. Apple hatte ein Video, das demonstriert, wie man die Sicherheitsmaßnahmen umgehen und die Inhalte gratis laden kann, entfernen lassen. Außerdem wurde der ursprüngliche Server für die Abwicklung des Hacks vom Netz genommen, nachdem der Hersteller bei dessen russischem Provider vorstellig wurde. Wie The Next Web berichtet, war der Erfolg für Apple aber nur von kurzer Dauer. Der fragwürdige In-App-Gratisdienst ist nach wie vor verfügbar.
Neuer Server, neue Methode
Der neue Server für die kostenlosen In-App-Käufe ist nun nicht mehr in Russland, sondern einem nicht näher genannten Land positioniert, um eventuellen Klagen Apples auszuweichen. Außerdem wurde die Abwicklung angepasst. Bisher wurden die Passwörter von Nuztern im Klartext übertragen. Der russische Hacker, der die kostenlose In-App-Kauf-Methode entwickelt hat, hat in seiner neuesten Version des Dienstes aber einen Schutzmechanismus eingebaut, der sicherstellt, das iPhone- oder iPad-Nutzer sich vorher aus ihrem iTunes-Konto ausloggen.
Zwielichtiger Dienst
Dennoch bleibt das Angebot mehr als nur eine Grauzone. Zwar behauptet der Hacker, dass er nicht aufzeichnet, welche Geräte sich mit seinem Dienst verbinden. Ob man ihm allerdings Glauben schenken will, ist eine andere Frage. Apple wiederum dürfte sich das Problem derzeit recht intensiv ansehen. Immerhin wirbt der Anbieter oft genug mit der sicheren Abwicklung seiner Transaktionen. Dieser Ruf steht jetzt auch auf dem Spiel.
(db)
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