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Kodak-Patente: Apple und Google geben erste Gebote ab

07.08.2012 | 08:42 |   (DiePresse.com)

Apple und Google wollen die 1100 Patente für ihren Patenkrieg nutzen - für Kodak geht es ums Überleben.

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Bei der für Kodak überlebenswichtigen Patentauktion sind Apple und Google laut einem Zeitungsbericht nur mit niedrigen Geboten ins Rennen gegangen. Die ersten Vorschläge lägen bei 150 bis 250 Mio. Dollar (121,2 bis 202 Mio. Euro), schrieb das "Wall Street Journal" am Dienstag unter Berufung auf informierte Personen. Kodak hatte den Wert des Pakets aus rund 1100 Patenten zuvor auf bis zu 2,6 Mrd. Dollar geschätzt. Der insolvente Fotopionier braucht das Geld dringend für einen Neustart.

Dagegen meinten die Bieter, am Ende kaum mehr als 600 Mio. Dollar bezahlen zu müssen, hieß es im "Wall Street Journal". Die Äußerungen könnten aber auch zur Auktionstaktik gehören: Apple und Google stehen in dem erbitterten Patentkrieg der Mobilfunk-Branche auf unterschiedlichen Seiten, daher wird allgemein mit einem einen heftigen Bieterwettstreit gerechnet. Nach bisherigen Medienberichten führt Google in der am Mittwoch beginnenden Auktion eine Koalition des Android-Lagers mit Samsung, HTC und LG Electronics an. Apple habe sich mit Microsoft zusammengetan.

Nortel-Patente brachten 4,5 Milliarden Dollar

Im vergangenen Jahr hatten sich Apple und Microsoft in einer Versteigerung die Patente des insolventen Netzwerk-Ausrüsters Nortel für 4,5 Mrd. Dollar gesichert. Den Anfang in der Auktion hatte Google mit einem Startgebot von 900 Mio. Dollar gemacht.

Die 1100 Kodak-Patente sind für die Auktion nach vorherigen Berichten in zwei Gruppen aufgeteilt worden. Bei den einen geht es um Aufnahme und Bearbeitung von Bildern. Bei der anderen vor allem um das Speichern und Auswerten. Offizielle Angaben zur Versteigerung gibt es kaum, weil das Insolvenzgericht die Auktion hinter verschlossenen Türen durchführen will.

Kodak hatte Ende des 19. Jahrhunderts der Fotofilm erfunden und auch die Anfänge der digitalen Fotografie mitgeprägt. Daher könnten die 1.100 eine wertvolle Waffe im laufenden Patentkrieg sein - alle Smartphones sind inzwischen auch Fotoapparate.

Kodak war als Marktführer in der klassischen Fotografie nicht mit dem Wechsel zu digitalen Bildern klargekommen. Der US-Konzern versucht seit geraumer Zeit, sich als Druckerspezialist neu zu erfinden - die hohen Verluste zwangen das Unternehmen jedoch in die Insolvenz, bevor der Wandel abgeschlossen werden konnte.

 

(APA/dpa)

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3 Kommentare
Gast: Voila
07.08.2012 16:55
0 1

Patente behindern Entwicklungen

Der ganze Patentequatsch ist schon unglaublich! Ein Unternehmen das Patente anmeldet könnte mit dem Geld auch viel sinnvollere Ziele erreichen. Die Folgekosten eines weltweiten Patentes sind erheblich und damit ist das Patentsystem lediglich eine Bremse am Wirtschaftsmotor, die den Wirkungsgrad desselben mindestens halbiert.

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Re: Patente behindern Entwicklungen

Ohne patente hätte es überhaupt keinen sinn irgendwas zu entwickeln. dann könnte jeder die idee klauen, in die ich vorher zeit und geld investiert habe. und der chinese baut dann eine billigkopie, die nur 20% meines produkts kostet, weil sie billiger produzieren können (lohnkosten usw).

Ja die idee wär ja ganz großartig.

Gast: Business-Verwerter
07.08.2012 10:10
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Kodak und Nortel

Patente sind nicht vergleichbar. Die von Kodak sind morgen schon überholt - die von Nortel noch in 20 Jahren wertvoll.