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Nach Hack: Apple und Amazon erhöhen Sicherheit

08.08.2012 | 09:09 |   (DiePresse.com)

Angreifer hatten durch Anrufe beim Kundendienst alle Daten erhalten, um das digitale Leben ihres Opfers zu vernichten. Die Anbieter haben jetzt reagiert und ihre Maßnahmen verschärft.

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Nach dem spektakulären und publik gemachten Hacker-Angriff auf den Wired-Journalisten Mat Honan haben Apple und Amazon ihre Sicherheitsmaßnahmen verstärkt. Ausgelöst durch die Geschichte, bei der die Angreifer ohne größeres technisches Wissen an Honans Twitter-, Google-, Apple- und Amazon-Konten herangekommen sind, dürfen bei Apple etwa keine Passwörter mehr durch Anrufe beim Kundendienst zurückgesetzt werden. Wie Wired berichtet, soll diese Sperre mindestens einen Tag dauern. Vermutlich will Apple in dieser Zeit nachhaltigere Maßnahmen umsetzen.

Amazon macht Telefon-Einfallstor zu

Amazon hat ohne große Ankündigung ebenfalls seine Sicherheitslücken geschlossen. Die Angreifer hatten durch zwei separate Anrufe beim Online-Händler wichtige Kreditkarteninformationen ihres Opfers abgreifen können. Diese wurden dann bei einem Anruf bei Apple dafür genutzt, um an den Zugang zu dessen Benutzerkonto beim iPhone-Hersteller zu gelangen. Amazon-Kundendienstmitarbeiter dürfen nach Angaben von Wired nun nicht mehr Benutzerdaten wie E-Mail-Adressen und Kreditkarteninformationen per Telefon ändern.

Alle Daten gelöscht

Die Hacker hatten sich Honans E-Mail-Adresse, Rechnungsadresse und die letzten vier Ziffern seiner Kreditkartennummer beschafft. Damit konnten sie im Endeffekt in all seine Benutzerkonten einbrechen. Anschließend löschten sie alle Daten von seinem iPhone, iPad und Macbook. Ziel des Angriffs war allerdings der Twitter-Account mit dem für die Hacker verlockenden Benutzernamen @mat. Auch wenn für Honan der Schaden groß ist, hätten die Angreifer noch weit mehr anrichten können. Durch den vollen Zugriff auf all seine Daten hätten sie etwa auch seinen Online-Banking-Zugang attackieren oder über seine lange Kontaktliste andere Persönlichkeiten angreifen können.

(Red.)

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2 Kommentare
Gast: ups
09.08.2012 08:50
0 0

glaube ich nicht so

Die Schlussfolgerung ist unschlüssig!

Entweder hatte Honan tatsächlich bei verschiedenen Accounts idente Logindaten verwendet oder die "Hacker" waren Supergenies, was social engineering betrifft.
Was mich am meisten stutzig macht ist allerdings die Tatsache, dass es einen Journalisten getroffen hat.
Sieht stark nach einer inszenierten Tragödie aus :-)

War es eher nicht,

ich konnte Honan bei TWIT im O-Ton hören, das klang nicht nach inszeniert.

Im Übrigen sind unter den 3-Buchstaben-Twitter-account-Besitzern wahrscheinlich wirklich überdurchschnittlich viele Tech-Journalisten...

Die Logindaten waren nicht ident, aber der Apple-Account war Backup (Passwort-Zusendung) des Google-Accounts, über den wiederum das Twitter-Konto lief.