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Apple und das Patent zur Weltherrschaft

25.08.2012 | 17:52 |  von Gerhard Hofer (Die Presse)

Apple trägt im Patentstreit mit Samsung einen Sieg davon. Die Südkoreaner müssen eine Milliarde Dollar Strafe zahlen. Jetzt winkt Apple in den USA eine Monopolstellung. Schon Jobs verglich Patente mit Atombomben.

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Offensichtlich bestand das neunköpfige Geschworenengericht aus Elektronikgenies. Denn im Patentstreit der Smartphone-Giganten Apple und Samsung brauchten sie nur drei Tage, um die 773 Anklagepunkte durchzuackern und zu einem einstimmigen Urteil zu kommen. Und dieses Urteil hatte in der Nacht auf Samstag historische Dimensionen. Der südkoreanische Samsung-Konzern wurde schuldig gesprochen, das Design und die Funktionsweise des Apple-iPhone und -iPad kopiert zu haben. Laut Jury hat Samsung absichtlich Apple-Patente verletzt und soll deshalb eine Milliarde Dollar (835 Millionen Euro) Schadenersatz zahlen.

Experten hatten mit einer Beratungszeit von einer Woche gerechnet. Als Richterin Lucy Koh Freitagabend plötzlich alle Beteiligten in den Verhandlungssaal 1 des Bundesgerichts im kalifornischen San José rief, war die Überraschung der Reporter groß. Und die Gesichter der Samsung-Anwälte wurden immer länger. Denn sie ahnten, dass die kurze Beratungszeit nichts Gutes für sie zu bedeuten hat.

Im nur wenige Kilometer vom Gerichtsgebäude entfernten Apple-Hauptquartier in Cupertino knallten vermutlich die Champagnerkorken. Für das wertvollste Unternehmen der Welt ist dieses Urteil zweifelsfrei ein großer Triumph, auch wenn die Strafe nicht wie gefordert 2,5 Milliarden Dollar beträgt. Denn es geht gar nicht um diese läppische Milliarde, die für beide Konzerne mehr als leicht zu verkraften ist. Allein im vergangenen Quartal erzielte Samsung in der Telekom-Sparte einen Nettogewinn von 4,5 Milliarden Dollar. Samsung verkaufte nach Angaben des Marktforschungsunternehmens IDC im zweiten Quartal dieses Jahres 50,2 Millionen Smartphones. Zum Vergleich: Apple musste sich mit „lediglich“ 26 Millionen zufriedengeben.

Nicht die Höhe der Strafe macht das Urteil von San José so wichtig für Apple, sondern die daraus resultierenden Konsequenzen. Denn am 20.September will Richterin Koh entscheiden, ob Samsung nun auch alle Verkäufe in den Vereinigten Staaten untersagt werden. Tritt das ein, hätte Apple den größten Markt der Welt quasi für sich allein.


Monopolstellung in den USA? Diese Monopolstellung Apples in den USA, so sind sich Experten einig, würde einen zweiten großen Verlierer hervorbringen. Die Rede ist von Google. Dessen Betriebssystem „Android“ steckt in den Samsung-Geräten und auch in jenen anderer vermeintlicher Apple-Nachahmer. „Das Urteil wird es nicht nur Samsung, sondern auch anderen erschweren, die Apple-Produkte nachzumachen“, sagte Robert Barr, der Direktor des Berkeley Centers of Law and Technology an der University of California, zur „New York Times“.

Das Urteil ist auch eine späte Genugtuung für den im Oktober vergangenen Jahres verstorbenen Apple-Gründer Steve Jobs. Er bezichtigte Google jahrelang, die iOS-Software des iPhones kopiert zu haben und kündigte der Konkurrenz einen „Atomkrieg“ an. Schon bei der Präsentation des ersten iPhone Anfang 2007 rief Jobs von der Bühne: „Junge, haben wir das patentiert!“ Er meinte diesen Ausruf als Drohung und Warnung an die Konkurrenz.

Der Patentstreit der beiden Giganten widerspiegelt auch eine ökonomische Entwicklung. Während Handelshemmnisse und Zölle weltweit – wenn auch langsam – zurückgedrängt werden, gehen immer mehr Handelshemmnisse von Patenten aus.

Allein im vergangenen Jahr wurden weltweit 243.000 Patente zur Anmeldung eingereicht. In den USA wurden zum Schutz des geistigen Eigentums 59.000 Patente beantragt, in Japan waren es 47.000, in Deutschland mehr als 33.000. In Österreich waren es immerhin 2347. Damit zählt das Land zu den Top 20 der Welt.


Adam Smith hasste Patente. Dass Patente tatsächlich dem Fortschritt zuträglich sind, wurde seit jeher von Experten bezweifelt. Einer der ersten und größten Gegner war der britische Philosoph und Ökonom Adam Smith. Dem Begründer der klassischen Nationalökonomie waren Patente „ein notwendiges Übel, mit dem möglichst sparsam umzugehen ist“.

Von sparsamem Umgang kann schon lange nicht mehr die Rede sein. Als Audi vor einigen Jahren den A 6 auf den Markt brachte, rühmte sich der deutsche Autobauer in einem Werbespot, dass er für die Entwicklung dieses Modells 9621 Patente anmelden ließ.

Im Rechtsstreit zwischen Apple und Samsung geht es um sieben US-Patente. So schützen die Patente D618677 und D593087 das Design des iPhone mit seiner Glasoberfläche, dem Bildschirmrahmen und dem Lautsprecherschlitz. Laut Urteil hat Samsung mit zwölf Modellen gegen mindestens eines der Patente verstoßen. 13 Samsung-Handys verstoßen gegen Patent D604305, das die Anordnung der rechteckigen App-Symbole schützt. Gefinkelt wird es bei Patent 7469381. Dieses schützt die Apple-Funktion, bei der der Bildschirminhalt in seine ursprüngliche Position zurückspringt, wenn er mit dem Finger zu weit gezogen wurde. Gleich 21 Samsung-Geräte verstoßen laut dem Gerichtsurteil gegen dieses geistige Eigentum.

Kritische Stimmen behaupten, dass in den USA mittlerweile 90 Prozent der Patente einfach abgesegnet werden, vielfach aus Überlastung der einzelnen Behörden. Die einzigen, die über diese Entwicklung nicht klagen können, sind Anwälte, sie dürfen klagen. Noch nie gab es in den USA so viele Patentverfahren.
Erster Patentstreit 720v.Chr. Gestritten wurde über den Schutz des geistigen Eigentums bereits in der Antike. Der griechische Schriftsteller Athenaios (300 n.Chr.) verwies auf den Geschichtsschreiber Phylarchos, der bereits 720 v.Chr. von einem Patentstreit in der süditalienischen Kolonie Syberis berichtet habe. Dort sollte ein Koch einen einjährigen Patentschutz für eine neu kreierte Speise erhalten. „Während dieser Zeit sollte er den geschäftlichen Gewinn davon haben, damit die anderen sich anstrengten und wetteifernd sich in solchen Erfindungen zu übertreffen suchten“, heißt es.

Das erste Patengesetz im heutigen Sinne wurde 1474 in Venedig erlassen. Erst 1624 wurde in England das „Statute of Monopolies“ veröffentlicht. Nicht um Monopole und Patente zu schaffen, sondern um die Vielzahl an Privilegien einzudämmen.

Hat das Patentrecht zu mehr Gerechtigkeit geführt? So manche Episode lässt daran zweifeln. Dass Alexander Graham Bell als Erfinder des Telefons gilt, verdankt er nicht seinem Genie, sondern einer List. Er quartierte sich 1873 in eine Werkstatt ein, die zuvor dem aus Italien stammenden Antonio Meucci gehörte. Dort fand Bell die Skizzen eines Fernsprechapparats. Im Gegensatz zu Meucci hatte Bell genügend Geld, um die Erfindung patentieren zu lassen. Meucci starb in bitterer Armut, Bell gründete die American Telephone and Telegraph Company AT&T.

Heute wird nicht mehr um Telefone, sondern um Smartphones und iPads gestritten. Patente regieren die Welt. „Statt Innovationen zu fördern, verhindern sie technischen Fortschritt“, sagte Adam Smith vor einem Vierteljahrtausend.

 

Ein US-Bundesgericht verurteilte am Freitag den südkoreanischen Konzern Samsung zu einer Schadenersatzzahlung von einer Milliarde Dollar an den US-Konzern Apple.

Samsung habe US-Patentrechte verletzt, urteilten die Geschworenen. Am 20.September verkündet die Richterin, ob Samsung weiterhin in den USA Handys verkaufen darf.

Am 12.September präsentiert Apple den USA das neue iPhone 5. Möglicherweise verfügt der Konzern in den USA bald über ein Monopol.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.08.2012)

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377 Kommentare
 
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Gast: AndroidFixedIt
27.08.2012 07:26
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Die Amis kommen

Wenn in Amerika ein Urteil zu Gunsten eines US- Unternehmens und gegen ein koreanisches Unternehmen (also nicht US) gesprochen wird, zeigt es nur wieder einmal, dass "Fairness" und "Gerechtigkeit" in den USA wohl käuflicher sind, als in Griechenland.

Gast: 4711
26.08.2012 20:20
2 0

Evolution

Bin ich froh, dass sich die Steinzeitmenschen nicht den Hebel, das Rad, den Faustkeil etc. patentieren ließen. Da hätte doch mein Ferrari eckige Räder. Das wäre aber ein Gerumpel...

Amerikanische Rechtsprechung

Vor einigen Monaten wurde der Iran zur Zahlung von 6 Milliarden Dollar wegen Beteiligung an 09/11 verurteilt. Ein rein politisch motiviertes Urteil.

Und nun im "Fall Samsung" ein rein wirtschaftlich motiviertes Urteil.

Was soll man von Urteilen amerikanischer Gerichte halten?


Re: Amerikanische Rechtsprechung

Amerikanische Gerichte sind unabhängig und richtet Urteile sicher nicht nach wirtschaftlichen Interessen.

Re: Re: Amerikanische Rechtsprechung

Naaaaaa....wenn irgend ein Rechtssytem unabhängig ist, dann das der Vereinigten Staaten...^^

Antworten Antworten Antworten Gast: schüsselfekter
27.08.2012 18:11
0 1

Re: Re: Re: Amerikanische Rechtsprechung

sie vergessen hier die vollkommen unabhängige österreichische justiz. :-)

Design-, Patentschutz und seine Tücken.

So sehr ich den Schutz von geistigem Eigentum gut finde (gerade in Asien wird ja schamlos kopiert), manchmal wird auch übertrieben. Da wäre zum Beispiel der Name "Explorer", an den Streit mit dem Namen eines Dateimanagers kann ich mich noch gut erinnern. Oder etwa die Pharmaindustrie die sich Pflanzen patentrechtlich schützen lassen wollte bzw. es getan hat.
Oder das berühmte US Patent auf die Methode zum Schaukeln mit einer Schaukel :
http://patft.uspto.gov/netacgi/nph-Parser?Sect1=PTO1&Sect2=HITOFF&d=PALL&p=1&u=%2Fnetahtml%2FPTO%2Fsrchnum.htm&r=1&f=G&l=50&s1=6,368,227.PN.&OS=PN/6,368,227&RS=PN/6,368,227
Man kann viel Schindluder mit dem Patentieren betreiben.
Klar sollte man nicht erlauben beklaut zu werden aber manche Patente sind schlichtweg Diebstahl an der Allgemeinheit - und das Apple vs Samsung Urteil wie es jetzt erfolgt ist wird sicher nicht Bestand haben.

Gast: gurkenflieger
26.08.2012 14:14
0 0

Patente bringen auch den Beschäftigten der Erfinder etwas

Es stimmt nur zum Teil, dass Patente nur wenigen etwas bringen. Und zwar denjenigen die sich die Mühe der Erfindung gemacht haben, sowie deren Beschäftigte. Es ist das von den Linken verteufelte Gewinnstreben, das Menschen veranlasst zu grübeln und Verbesserungen zu erfinden. Früher konnte man viele Dinge geheim halten um daraus längere Zeit Nutzen zu ziehen. Heutzutage warten die asiatischen Kopieranstalten nur darauf das große Geschäft mit westlichen Innovationen zu machen. Das ist mit ein Grund für die vielen Arbeitslosen in der westlichen Welt.

Re: Patente bringen auch den Beschäftigten der Erfinder etwas

Mit den Beschäftigten, denen die Patente von Apple etwas bringen, meinen Sie sicher all die Arbeiter in China die die Apple Produkte zusammenbauen,oder? ^^

Antworten Gast: bla
26.08.2012 19:27
1 0

Re: Patente bringen auch den Beschäftigten der Erfinder etwas

Ja, aber einige der genannten Patente sind überaus trivial und deshalb nicht schützenswert mMn, da praktisch nichts daran erfunden wurde. ZB die Anordnung der Aps(gleich wie auf einem stinknormalen Desktop bei Windows oder Suse), der 2 Fingerzoom(generische Touchpadfunktion bei Laptops) oder die oft erwähnten "runden Ecken" (ohne Worte). Innovation ist durchaus schützenswert, aber simpleste Modifizierung nicht. Man stelle sich nur vor das wäre in der Modewelt möglich, dann gäbe es nur mehr kleine Schwarze von Chanel ;)

Die Asiaten sind doch in jeder Branche gefürchtet...


...daß sie Ideen schamlos klauen.

Aber wie kann sich ein Mittelständler wehren, der viel Geld und Zeit in die Entwicklung neuer Produkte gesteckt hat.

Faktisch unmöglich.

Darum ist es gut, daß Apple hier ein Präjudiz gesetzt hat und andere sollen diesem Beispiel folgen.

Seinen wirtschaftlichen Erfolg auf den geschützten Ideen anderer zu gründen ist und bleibt ein Unrecht.

Re: Die Asiaten sind doch in jeder Branche gefürchtet...

Sie als Mittelständler haben sicher viel vom "Sieg" Apples, oder? ^^

Gast: Observer100
26.08.2012 11:28
1 1

Mißtrauisch

Was mich mißtrauisch macht. Ein US-Gericht urteilt zum Vorteil eines US-Unternehmens.


2 2

Re: Mißtrauisch

Wenn das nicht kopiert ist was dann
http://i.imgur.com/TmUj2.jpg

Antworten Antworten Gast: FakesFakes
27.08.2012 12:06
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Re: Re: Mißtrauisch

Teilweise fakes. Da bist du auf einen Apple-Jünger, der Photoshop starten kann, reingefallen.

Antworten Antworten Gast: Freinka
27.08.2012 09:24
0 0

Kika hat nun genauso runde Teller wie Ikea in der Geschirrabteilung.

Hat Kika kopiert?

Re: Re: Mißtrauisch

Industriestandards als Kopie zu präsentieren ist ein bisschen merkwürdig,

Und eine Kartonschachtel bzw. einen würfelfüörmiges Gehäuse als Kopie zu bringen ist auch nicht patentwürdig..

und einen angebissene Äpfel gab es schon bevor Steve Jobs auf der Welt war.

Apple hat eindeutig den Bildschirm kopiert, den gabs schon vor Mac's und die kleinen "i" am Anfang habens auch kopiert, da gabs schon viele Worte wie zum Beispiel: iDioten

Gast: gast111
26.08.2012 10:56
1 0

patente und bringt es dem urheber wirklich was für seine entwicklung??

der erfinder, der sich mit einer thematik auseinandersetzt, weiß ja nicht was das finanziell einbringen kann - er beschäftigt sich aber trotzdem damit - somit wird unabhängig vom finanziellen mehr oder weniger wichtiges erfunden und unabhängig von patenten

was ist denn rechtlich der urheber?? selten der, der tatsächlich urheber also erfinder ist, meist sind es finanzstarke einzelpersonen oder investorengruppen

ein weltweites patent anzumelden ist einem durchschnittsbürger, der über viel intelligenz verfügt, gar nicht möglich, weil das viel zu teuer wird, der kann sich das alles nicht leisten, somit muss er reiche partner finden, die das bezahlen und dann am profit beteiligt sind - dann hat er eh noch glück gehabt, oft wird er rausgedrängt,e s gibt genügend beispiele dafür

es wird wieder einmal durch patente von fleißig nach reich geld transferiert

Gast: Buusch
26.08.2012 10:45
4 0

nur gemeinsame Normen und Standards schaffen eine chancengleiche Welt,

. . . so wäre die Wirtschaftsgemeinschaft geplant.
Das Patentrecht ist ein Verbrechen an der Menschheit, es ermöglicht den Erfolgreichsten jegliche Konkurrenz auszubooten und verhindert damit die Integration der Weltwirtschaft.

Im Hintergrund geht es hier um viel mehr als um ein Handy

Europa und die USA haben schon viel zu lange zugesehen wie uns die Asiaten wirtschaftlich über den Kopf wachsen. Der Konsument hat sich natürlich gefreut wenn es etwas billig einkaufen konnte und der Unternehmer hat sich ebenso gefreut wenn er in irgendeinem Winkel auf der Welt eine billige Erzeugungsmöglichkeit gefunden hat. Schön langsam werden die Leidtragenden in den ehemals führenden Industrienationen immer mehr. Konsumenten die gerne ein paar Euro mehr für ein T-Shirt oder ein Handy bezahlen würden, wenn es die Fabrik in der sie viele Jahre ihr Geld verdient haben noch geben würde. Und so mancher Unternehmer der eine Industriemesse besucht und sieht mit welchen Preisen die asiatische Konkurrenz auf den Markt strömt wird weiß im Gesicht und kann sich ausrechnen wie lange es sein Unternehmen noch geben wird. Auch ich bin für freien Wettbewerb und einen offenen Markt solange annähernd gleiche Spielregeln für alle gelten. Das heisst:
- annähernd gleiches Einkommen für die Arbeitnehmer
- annähernd gleiche Sozialgesetze
- annähernd gleiche Umweltschutzgesetze
Aber das was jetzt im internationalen Wettbewerb abläuft ist wie ein Zweikampf zwischen einem Schwertkämpfer und einem Soldaten mit Maschinengewehr.

Re: Im Hintergrund geht es hier um viel mehr als um ein Handy

Hallooooo? Haben Sie schon geschnallt, dass Apple auch in Fernost produzieren läßt? Was hat also Europa oder die USA davon?

2 0

Re: Im Hintergrund geht es hier um viel mehr als um ein Handy

Fast alle US- und europäische Konzerne lassen in Asien fertigen und streichen dicke Gewinne ein, während die lokalen Arbeiter bei miserablen Bedingungen und zu Hungerlöhnen arbeiten.
Wie Sie (vielleicht) wissen, werden auch das IPhone und dss IPad überwiegend in Asien gefertigt und Samsung ist einer der bedeutensten Zulieferer!

Natürlich weiß ich das ...

Es gibt ja fast kein Elektronik-Produkt mehr, das nicht in China gefertigt wird, egal welche Marke. Der Konkurrenzdruck hat westliche Firmen ja dazu gezwungen. Auf diese Weise erfolgt ja der Technologietransfer Richtung Osten. Heute produziert die chinesische Firma xy Produkte für renommierte westliche Unternehmen und morgen kommt sie mit Kopien davon selbst auf den Markt. Natürlich viel billiger. Ausgaben für Forschung und Entwicklung sind ja nie angefallen. Und ein niedriger Preis ersetzt jedes Marketing. Ich habe auch kein Mitleid mit den westlichen Unternehmern die wie sie sagen dicke Gewinne einstreichen. Aber mit den westlichen Arbeitslosen - und glauben sie mir, langfristig werden es wesentlich mehr, wenn man nichts gegen die gelbe Gefahr unternimmt. Dann müssen sich die besagten Unternehmer halt bemühen ihre Produkte (auch Apple) in China zu verkaufen weil die Europäer und Amerikaner kein Geld mehr haben.

Antworten Gast: gast111
26.08.2012 11:07
1 0

Re: Im Hintergrund geht es hier um viel mehr als um ein Handy

die weltwährung heißt USD, um erdöl zu kaufen und das muss fast jedes land, außer es hat selber welches, braucht US dollars um es auf dem weltmarkt zu erwerben, und die länder, die erdöl selbst haben, haben die amis im land und krieg

die großen amerikanischen und europäischen firmen gehen nach asien, weil sie dort billige arbeitskräfte vorfinden und politiker noch korrupter sind als hier und es weder umweltauflagen noch sonst was gibt, im prinzip kann man in bestimmten asiatischen ländern 200 leute für einen von uns hier anstellen, wenn man löhne und arbeitszeit rechnet, bei uns muss ein "arbeitgeber" (arbeitgeber sind eigentlich die konsumeneten und nicht der firmenbesitzer) 3000€ pro AN zahlen, und netto bleiben dem arbeiter keine 1500€, in asien bezahlt man 30€ (brutto ist da quasi netto) für einen arbeiter - sind also 100 arbeiter in asien für einen bei uns, nur in asien arbeiten die doppelt so viele stunden im monat, wie bei uns - daher 200 arbeiter für einen bei uns

warum werden denn dort keine sozialsystem eingeführt, weil sich natürlich großkonzeren dagegen währen udn weile s bei uns genügend leute gibt, die spenden und damit unsere sozialsystem zerstören

wenn ein asiate kleidung braucht gibt es eine hilfsorganisation, braucht einer medikamente gibt es eine hilfsorganisation, das selbe bei umweltproblemen, bei operationen hunger, aids usw

wir rationalisiern bei uns die jobs, löhne, sozialsysteme weg, durch ein vollkommen krankes system der gier

Re: Im Hintergrund geht es hier um viel mehr als um ein Handy

selten so einen blödsinn gelesen...

wo sind wir denn jetzt angekommen - haben wir jetzt schon einen geistesgestörten wirtschaftsnationalismus?

apple und samsung sind megaunternehmen... die werden weder ihnen noch mir irgendetwas bringen noch schenken oder auf das wohl irgendeines landes schauen... egal ob aus usa aus taiwan oder japan oder sonstwoher...

warum müssen manche leute immer und überall rechtes gedankengut projizieren... wachen sie auf... sie haben weder von wirtschaft, noch von der welt oder von wissenschaft den hauch einer ahnung...

Eigentlich sollte ich auf ein so tiefes Niveau nicht reagieren ...

Ich denke nicht dass jemand der sich Gedanken um die wirtschaftliche Zukunft Europas oder Amerikas macht geistesgestört oder rechts sein muß. Aber vielleicht habe ich ein Naheverhältnis zum Zusammenhang zwischen meinem persönlichen Wohlstand und europäischen Arbeitsplätzen. Ich habe in meinem bisherigen Leben 10 Autos gekauft, ausschließlich europäische. Mein Handgelenk hat noch nie eine japanische Uhr berührt und auch Textilien kaufe ich soweit als möglich eurpäischen Ursprungs. Der Preis ist dabei sekundär. Für mein Handy würde ich gern mehr bezahlen wenn es aus Europa käme, so wie meine ersten Nokias. Ich will mit meinem Geld europäische Arbeitsplätze sichern nicht asiatische. Weil auch mein Gehalt von einer europäischen Firma kommt. Vermutlich arbeiten sie im öffentlichen Dienst, vielleicht Lehrer. Diese Leute erhalten ihr Geld aus der Staatskasse und nicht von dem was hier erwirtschaftet wird. Sogar dann noch wenn die Staatskasse längst überschulded ist. Daher werden sie den Zusammenhang zwischen Wirtschaft und persönlichem Wohlstand auch nie verstehen.

 
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