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Massenschlägerei bei Foxconn legt iPhone-5-Produktion lahm

24.09.2012 | 18:23 |   (Die Presse)

Erst ein Polizeigroßeinsatz konnte die 2000 Arbeiter des Apple-Zulieferers stoppen. In der Nacht auf Montag kam es im Wohnheim eines Werkes in Taiyuan in der Provinz Shanxi in Nordchina zu Krawallen.

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Taiyuan/Es/Ag. Der chinesische Apple-Zulieferer Foxconn kommt aus den Negativschlagzeilen nicht mehr heraus. Zuletzt machten Berichte über Niedriglöhne, exzessive Überstunden, gesundheitsschädigende Arbeitsbedingungen und unhygienische Massenschlafstätten die Runde.

In der Nacht auf Montag kam es im Wohnheim eines Werkes in Taiyuan in der Provinz Shanxi in Nordchina zu Krawallen, bei denen 2000 Arbeiter aneinandergerieten. Auslöser für die Schlägereien sei, so die offizielle Version, ein Streit zwischen Arbeitern verschiedener Provinzen (Shandong und Henan) gewesen. Beide Gruppen hätten sich dann gemeinsam auf die anrückenden Einheiten des Werkschutzes gestürzt, erzählte ein Arbeiter der Tageszeitung „China Business News“ („CBN“) am Montag. Laut „CBN“ begannen die Ausschreitungen am Sonntag gegen 23 Uhr und konnten erst gegen fünf Uhr früh durch einen Großeinsatz der örtlichen Polizei gestoppt werden. 5000 Polizisten kamen zum Einsatz. 40 Menschen sollen bei den Krawallen verletzt worden sein, einige davon schwer. Unbestätigten Meldungen zufolge sollen zehn Menschen erschlagen worden sein.

Am Montag blieb das Werk in Taiyuan, in dem 79.000 Menschen arbeiten, wegen polizeilicher Ermittlungen geschlossen. Die Schließung soll noch zwei bis drei Tage dauern. In der Fabrik werden einem Mitarbeiter zufolge auch die Bauteile für Apples iPhone 5 gefertigt, das erst am vergangenen Freitag in den Verkauf ging. Foxconn wollte allerdings weder den Standort der Krawalle bestätigen noch bekannt geben, was in dem Werk produziert wird.

Offizielle Version angezweifelt

Die Version von Foxconn, dass die Gewalt der Arbeiter nicht gegen das Werk gerichtet war, wird auf chinesischen Internetforen bezweifelt. Es kursieren Fotos, die zeigen, dass auch Foxconn-Einrichtungen Ziel der Randale waren. So wurden etwa ein Wachhäuschen umgekippt und bei einem Bus die Scheiben eingeschlagen. Im Internet wird auch verbreitet, dass die Schlägerei ausgebrochen sei, nachdem ein Wachmann einen Arbeiter geschlagen hat.

Bei Apple beteuerte man zuletzt, dass sich die Arbeitsbedingungen bei Foxconn verbessern würden. Zehntausende neue Arbeiter sollten eingestellt, illegale Überstunden abgeschafft und die Wohn- und Kantinenkapazität ausgebaut werden. Von einem „Fair Trade“-iPhone dürfte man aber trotz Verbesserungen noch weit entfernt sein. Für die über eine Million Wanderarbeiter, die in Foxconn-Werken in ganz China beschäftigt und in Foxconn-Massenschlafstätten untergebracht sind, ist eine Stelle beim Elektronikfertiger dennoch erstrebenswert. Die Bedingungen in anderen chinesischen Fabriken sind oft noch schlechter.

Foxconn geht es übrigens lange nicht so gut wie seinem wichtigsten Abnehmer Apple. Im April musste das Unternehmen wegen geringerer Nachfrage und gestiegener Löhne eine Gewinnwarnung herausgeben. Die Gewinnmarge des Unternehmens betrug 2011 fünf Prozent. Bei Apple waren es zuletzt 30 Prozent.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.09.2012)

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61 Kommentare
 
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Re: Re: Re: Foxconn bzw. Han Hai

das da auch 'gefällt mir' ausgeteilt wird ist echt traurig!

Re: Re: Re: Foxconn bzw. Han Hai

Die breite Masse vertreten aufgrund Ihrer substanzlosen Aussagen und Ausdrucksweise ja Sie. Wenn Sie mir nur kurz sagen könnten, bei welchem Hersteller ich ein Smartphone mit derselben Funktionalität bekomme und nur ein 30-40tel des Preises bezahlen muß? Dieses Verhältnis stammt übrigens von Ihnen.
Ansonsten danke ich Ihnen für die tiefen Einblicke in Ihre Wertestruktur.

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iSlave

Das sind halt so die unschönen Begleiterscheinungen von Sklavenarbeit in sozialistischen Billiglohnländern. Schuld sind wir letztlich aber alle, denn keiner ist bereit, statt 600.- vielleicht 1000.- zu bezahlen. Die würde es nämlich kosten, wenn das iPhone nicht von iSlaves, sondern von menschenwürdig bezahlten Arbeitern zusammengeschraubt würde.

Re: iSlave

soso. wie gibts das, dass nokia noch bis voriges jahr in salo, finnland gefertigt hat?

naja dafür hat apple die größte marge pro verkauftem gerät.

Antworten Gast: WMW
24.09.2012 19:39
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Re: iSlave

Die Produktionskosten eines iPhon`s betragen € 160,-- bis es am Ladentisch liegt - weltweit.

Antworten Antworten Gast: faw
25.09.2012 09:25
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Den Rest

enthält Apple also den Sklaven vor. Schöne Welt.

Antworten Gast: Halbwissen
24.09.2012 16:48
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Re: iSlave

Kann jemand ausrechnen um wie viel das iphone mehr kosten würde ?

Ich glaube die 1000 sind viel zu hoch gegriffen. Ich schätze unter 700.

Antworten Antworten Gast: Reikki
25.09.2012 09:25
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Das iPhone ist technisch betrachtet nicht mehr als 150 EUR

wert. Würde es in Europa produziert, würde es max. 300 EUR kosten.

Made in USA

wie schön wäre es wenn Apple in den USA produzieren würde? Das schafft Arbeitsplätze und ein besseres Image für die Firma. Apple kann sich eine Produktion im Innland doch bestimmt locker leisten. Immerhin kostet so ein iPhone 5 in der Produktion nur schlappe 160 Dollar. (quelle: tomshardware)

Re: Made in USA

Ich hoffe doch nicht, dass die das in den Staaten produzieren lassen sonst haben sie bei den Smartphones die gleiche Qualität wie bei den Automobilen.

Gast: nestbeschmutzer
24.09.2012 14:31
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Ausbeuter....

Soweit zu den Lohnsklaven in den Schwellenländer, interessanter Weise nennt sich China "kommunistische Volksdemokratie". Versteht das wer - im ärgsten Ausbeuterstaat, den es je gab??????

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DAS ist kein Widerspruch,

denn der Kommunismus ist ein Ausbeutersystem, obwohl die Propaganda immer genau das Gegenteil behauptete.

Bessere Arbeitsbedingungen

Nach Angaben von Arbeitsrechtsexperten hat sich die Lage in China aber verbessert. Neue Prüfungen hätten ergeben, dass Foxconn zugesagte Änderungen tatsächlich umgesetzt habe und sogar vor seinem Plan liege, teilte die Nichtregierungsorganisation Fair Labor Association (FLA) kürzlich mit.

Die Arbeiter dürfen jetzt bunte Schraubenzieher verwenden.

Apple ist ein marktbeherrschender

Riese der zerschlagen gehört. Habe das neue Betriebssystem auf meinem ipad aufgespielt und siehe da, auf einmal ist der Youtube App weg. Ist logisch, da zwar praktisch, aber von google.
Mein Hass auf das Ganze I Zeugs wird immer größer.

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Jedes Mal,

wenn ich einen Apfel esse, denke ich an diese Menschenausbeuter.

Re: Apple ist ein marktbeherrschender

Jo. Frechheit wie ein so großer Komzern wie Apple mit einem kleinen Startup wie Google umspringt!

Antworten Gast: Flo11
24.09.2012 17:18
2 0

Re: Apple ist ein marktbeherrschender

Genau!!! Apple muss zerschlagen werden! Die haben mir meinen youtube App weggenommen!
(Thema verfehlt)

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Re: Apple ist ein marktbeherrschender

Warum laden sie das youtube app nicht einfach aus dem app-store, bevor sie emotionen wie hass hochkommen lassen?

Re: Re: Apple ist ein marktbeherrschender

sicher gibt's eine youtube app fuers iphone! am ipad muss man halt die webseite anszurfen und sich den link auf den desktop legen... gilt uebriges auch fuer google maps...ist ja laecherlich wie sich die Leute ueber ein paar 3D rendering Probleme aufregen... google earth in 3D ist viel, viel grauslicher und primitiver...

Re: Re: Apple ist ein marktbeherrschender

Weil es den App nicht gibt.

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Re: Re: Re: Apple ist ein marktbeherrschender

doch gibt es. auch wenn er laut userkommentaren im AppStore nicht besonders gut sein soll, da es sich nicht um die altbewährte integrierte App sondern eine neue von Youtube selbst erstellte handelt

Re: Apple ist ein marktbeherrschender

das ist aber nicht Apples schuld, dass es solche Riesen gibt sondern unser System u die Regierungen die das zulassen oder begünstigen!
wieso sollte eine Firma wie Apple nicht ein eigenes Maps machen wenn es bis jetzt wahrscheinlich sehr viel Geld an google für die Benutzung zahlen hat müssen!
ist doch logisch, dass man dann versucht zusammen mit einem Profi wie tomtom sowas zu kreieren!?
und ich hab die Map schon oben u ich finde es überhaupt nicht schlecht vielleicht nicht perfekt aber was soll man erwarten wenn was neu ist u so aufwendig kann's wohl kaum so perfekt sein wie google Maps das es schon ewig gibt!?

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. . . der Konsument sollte marktbeherrschende Unternehmen meiden

. . . die große Ungerechtigkeit ist der Patentschutz.
Patente müssten aller Welt zugänglich sein und nur eine gewinnbringende Nutzung dürfte belastet werden.

Gast: spekulant mit apple smartphone
24.09.2012 13:57
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apple get down

Habe gerade 1000-ende Apple aktien in März 2013
verkauft. Aber ich muss mich erst mit diesen Aktien eindecken. Aber ich denke bis dorthin bekomm ich die Apple -aktien um den halben Preis.
Denn mit Apple kann es nur bergab ( down) gehen.
Der zenit ist überschritten. vielleicht ist Apple in 3 4 jahren das 3. mal Pleite ha ha ha..

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Re: apple get down

ja genau.
tausende ... also haben sie min 700.000 aus dem verkauf gezogen und ihnen ist immer noch fad genug um hier die wildesten prognosen aufzustellen. gratuliere.

Gast: naned
24.09.2012 13:56
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nur weil's apple ist

Nur weil da scheinbar etwas von apple produziert wird ist das eine nachricht wert. würde da was von samsung produziert werden würde das keinen kümmern!

Gast: APPLE hält sich Sklaven
24.09.2012 13:40
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Ja, dort hat die ach so berühmte Apple-Company seine Sklaven angestellt

I-phone, I-pad, Macbook etc. werden nur in den USA vertrieben und dafür dort das Geld kassiert.
Entworfen wird es von chinesischen Ingenieuren, die Software von Indern geschrieben, diese Gruppen werden noch halbwegs anständig bezahlt, das Assembling aber machen Arbeiten in sklavenartigem Zustand in China, Vietnam, Thailand, Indonesien.
Die Ikone Steve Jobs kam übrigens aus diese Superidee, die Arbeit so zu teilen, und damit wurde Apple zur reichsten Firma der Welt.
Da ist Microsoft doch eine wenig moralischer. Und Bill Gates hat viele caritative Stiftungen mit seinem vielen Geld gesponsert oder ins Leben gerufen. Steve Jobs aber war der perfekte Geizhals auch im privaten

Antworten Gast: Tempa
24.09.2012 18:29
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Re: Ja, dort hat die ach so berühmte Apple-Company seine Sklaven angestellt

Und hier arbeiten die Sklaven von Microsoft:
http://www.theintelligence.de/index.php/wirtschaft/108-arbeitsmarktstreiks/624-schattenseiten-von-microsoft.html

Fünfzehn Stunden Abeit pro Tag, Stundenlohn 39 Cent!

Und welches Herzchen BillyBoy ist zeigte er, als er seinen langjährigen Partner Paul Allen, der damals an Krebs erkrankt war, übervorteilen wollte:
http://www.wiwo.de/technologie/enthuellungen-menschliche-abgruende-bei-microsoft-seite-6/5298668-6.html

Antworten Gast: Tempa
24.09.2012 14:38
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Re: Ja, dort hat die ach so berühmte Apple-Company seine Sklaven angestellt

'Und Bill Gates hat viele caritative Stiftungen mit seinem vielen Geld gesponsert oder ins Leben gerufen. Steve Jobs aber war der perfekte Geizhals auch im privaten '

Reden wir über den Bill Gates, von dem überliefert ist, das er einmal an einer Supermarktkette 10 Minuten nach einer Rabattmarke von 50 Cent in seinen Taschen krammte? Solange krammte, bis sich einige in der mitlerweile langen Kundenschlange anboten, ihm das mittlerweile geschmolzene Eis zu bezahlen?

Re: Re: Ja, dort hat die ach so berühmte Apple-Company seine Sklaven angestellt

Solche Geschichten sind doch lachhaft, aber ein Jobs wäre nie in einen Supermarkt gegangen wo das niedere Volk verkehrt.
Aber Gates hat trotzdem Unsummen gespendet, vom Apferl ist da nichts bekannt.

Re: Re: Ja, dort hat die ach so berühmte Apple-Company seine Sklaven angestellt

naja ersten glaube ich, dass dies ein überliefertes Märchen ist und 2.find ich es Super welche erwiesenen riesigen Summen er spendet bezw andere Milliardäre dazu bringt es ihm gleich zu machen!
das es solche Milliardäre vielleicht gar nicht geben dürfte vor allem die, die an der Börse unsichtbares Geld machen u keine Dienstleistung erbringen ist ein anderes Thema!
aber seien wir doch froh, dass es Leute gibt die viel von ihrem Geld ausgeben u es somit zurück in Umlauf bringen bezw.es spenden!

Re: Ja, dort hat die ach so berühmte Apple-Company seine Sklaven angestellt

"Jobs" ein Miesling der Sonderklasse.

Gast: Pips
24.09.2012 12:32
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So what?

In einer kleinen Hinterhof-Fabrik mit nebbichen 79000 Hacklern hauen sich 2000 a bissl in die Goschen. Fällt normalerweise gar nicht auf, sowas. Da muss einer eine Meldung gemacht haben.

Gast: oagoag
24.09.2012 12:24
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80.000 Arbeiter an einem Standort...

Ich dachte schon die BASF Zentrale mit 33.000 Mitarbeitern in Ludwigshafen ist eine Hausnummer.

Re: 80.000 Arbeiter an einem Standort...

"...beschäftigt in seinen Fabriken 79.000 Arebiter..." es dürfte sich also um mehrere Standorte in Summe handeln....

Antworten Antworten Gast: oagoag
24.09.2012 16:31
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Re: Re: 80.000 Arbeiter an einem Standort...

Glaube ich nicht. Konzernweit beschäftigt Foxconn mehr als 1 Mio. Arbeiter.

Vielleicht werden die einzelnen Bereiche an diesem Standort in "Firmen" unterteilt. (ähnlich wie BASF mit ~200 Firmen in Ludwigshafen)

 
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