Kratzer am iPhone 5? Apple-Manager: "Das ist normal"

26.09.2012 | 11:41 |   (DiePresse.com)

Kunden melden Abnutzungserscheinungen bei nagelneuen Geräten. Marketing-Chef Phil Schiller geht aber von lange benutzten Handys aus. Das iPhone 5 ist aber erst wenige Tage auf dem Markt.

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Mehr zum Thema:

Seit das neue iPhone 5 in den USA erhältlich ist, gibt es immer wieder Berichte von Nutzern, die sich über Kratzer und andere Abnutzungserscheinungen beschweren. Oft sind die Geräte bereits in der Verpackung beschädigt. Auch ein Redakteur von The Verge berichtet von diesem Phänomen bei seinem eigenen iPhone 5. Nun hat sich Apples Marketing-Chef Phil Schiller, der das Gerät Anfang September vorgeführt hat, dazu geäußert. Auf die Frage eines Kunden, was man gegen die Kratzer tun soll, antwortet er lapidar, jedes Aluminiumprodukt könne mit der Zeit zerkratzt werden. "Das ist normal", schließt das knappe E-Mail. Dass Kunden die Beschädigungen aber bei Neugeräten entdeckt haben, widerspricht Schillers Annahme, die Geräte seien benutzt.

Mehr zum Thema:

Farbe kann abgekratzt werden

Betroffen scheint vorrangig die schwarze Version des iPhone 5 zu sein. Es handelt sich dabei um eloxiertes Aluminium. Das Material ermöglicht ein leichtes aber dennoch stabiles Gerät. Allerdings schützt die Farbe nur die obere Schicht des Metalls. Sobald man sehr fest daran kratzt, wird das unbehandelte Aluminium darunter freigegeben. Üblicherweise passiert das etwa, wenn man ein Handy längere Zeit gemeinsam mit seinen Schlüsseln in einer Tasche schleppt. Die Kunden beteuern aber, ihre iPhones bereits beschädigt erhalten zu haben.

Entblößt: Das iPhone 5 auf dem Seziertisch

Alle 13 Bilder der Galerie »

"Scuffgate"?

Zahlreiche Medien sind bereits dazu übergegangen, das Problem als "Scuffgate" (englisch "scuff" für "Abnutzungserscheinung") zu betiteln. Erinnerungen an das iPhone 4 werden wach, als Berichte über abfallenden Empfang, wenn man das Gerät auf eine bestimmte Weise hält, zum Schlagwort "Antennagate" führten. Die Krise war aber höher stilisiert als es das tatsächliche Problem verlangt hätte und tat Apples Verkäufen keinen Abbruch. Das iPhone 4 wurde (wie erwartet) zum Erfolg. Auch beim iPhone 5 scheint Apple auf gewohntem Kurs. Fünf Millionen Geräte wurden am ersten Verkaufswochenende abgesetzt, mehr als die vier Millionen beim iPhone 4S. Dennoch waren Analysten enttäuscht. Sie hatten mit mindestens sechs Millionen verkauften Geräten an den ersten drei Tagen gerechnet.

iPhone 5: Die Neuerungen im Überblick

Alle 10 Bilder der Galerie »

(db)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Lesen Sie hier weiter zum Thema:

Mehr aus dem Web

8 Kommentare
Gast: Hmm
27.09.2012 12:00
0

Ähnliche Probleme bei HTC

Hatten nicht HTC One S Käufer das selbe Problem mit der schwarzen Version des Geräts...?

eins und eins zusammengezählt

... da haben wohl Apples Zulieferer geschlampt. Kein Wunder von dem was man über diese so hört. Bei derart großen Stückzahlen und dem enormen Zeitdruck (Studenten zwangsrekrutiert etc.) muss mal was schief gehen. Es wird Zeit dass Apple sich da was einfallen lässt und sich um zuverlässigere Partner in der Produktion umsieht. Es ist eh nicht verständlich, warum alles was mit Elektronik zu tun hat in Fernostländern produziert werden muss. Billiglohnländer gibt es auch anderswo, mit Südamerika hätte Apple sogar ein großes Potential vor der Haustüre. Dann würden auch nicht mehr so viele von dort in den Norden drängen. Auch Osteuropa würde sich anbieten und vielleicht auch bald wieder Südeuropa.

Wo ist die Wertigkeit?

Apple versteht es hervorragend, ein bei weitem überteuertes Produkt an eine Schlange stehende (teils kontoüberziehende) Schafhorde zu verhökern.

Wo ist die Wertigkeit?


It's not a bug, it's a feature.


LooooL

Gast: Gastastast
26.09.2012 13:59
4

Vintage-Look

Ich rieche da schon das nächste Apple-Patent...

Re: Vintage-Look

...ein Patent auf Kratzer? Ujee...da muas i dann a aufpassen...^^

Gast: 0815
26.09.2012 13:14
5

Innovationen...

...von Apple!

Versteht das denn keiner!?

AnmeldenAnmelden