In zwei Tagen, am 28. September, startet der Verkauf des iPhone 5 in Österreich. Schon seit ein paar Tagen kann man des Gerät bei den heimischen Mobilfunkern vorbestellen. Allerdings dürfte es zumindest bei Orange ein Problem mit der Anzahl der Apple-Handys geben. "Leider wird die Liefermenge zum Verkaufsstart geringer ausfallen als erhofft", meldet Orange-Chef Michael Krammer in einer Aussendung. Daher werde es keine Spezialaktionen wie einen Mitternachts- oder Frühmorgenverkauf geben. Bestandskunden werden bei den Vorbestellungen bevorzugt behandelt.
Andere Mobilfunker: "Ganz gut gerüstet"
Bei anderen Netzbetreibern in Österreich wundert man sich auf Anfrage von DiePresse.com über die Aussagen von Orange. "Wir können uns nicht beklagen", kommentiert A1-Pressesprecherin Livia Dandrea-Böhm die verfügbaren Mengen des iPhone 5. Alle vorbestellten Geräte werden ab dem Verkaufsstart am 28. September verschickt. T-Mobile-Sprecher Klaus Lackner sagt: "Die zugesicherten Bestände sind ausreichend." Sowohl Bestands- als auch Neukunden könne man ausreichend mit Geräten bedienen, man sei "ganz gut gerüstet". Generell gebe es derzeit einen "absoluten Run" auf das iPhone 5, berichtet Lackner. Bei 3 sieht man sie Sache ebenfalls locker. "Wir sind ausreichend bestückt", erklärte ein Sprecher. Anhand der Vorbestellungen sei aber ersichtlich, dass das Interesse "höher ist als die verfügbare Ware". Das soll sich aber bald bessern: "Wir sind sehr zuversichtlich, dass in kürzester Zeit alle Kunden befriedigt werden können."
Orange-Kritik an Apple
Hinter vorgehaltener Hand gibt es Vermutungen, dass Apple Orange, beziehungsweise dessen Chef Michael Krammer, mit einem Lieferengpass für seine Äußerungen bestraft. Krammer hatte sich über "die strengen Vorgaben von Apple" geärgert und das Unternehmen als "nicht sehr kundenfreundlich" bezeichnet. Apple äußert sich wie üblich zu solchen Themen nicht öffentlich.
Mehr Display aber kein LTE für Österreich
Das iPhone 5 ist trotz des Namens das sechste Apple-Handy mit der Modellbezeichnung. Es wurde im Vergleich zum Vorgänger in vielen Bereichen verbessert. Das Display misst jetzt 4 statt 3,5 Zoll im 16:9-Format. Dennoch ist das neue Gerät schlanker und leichter als das Vorjahresmodell iPhone 4S und viele andere Konkurrenzprodukte. Das iPhone 5 ist das erste Apple-Mobilgerät, das ab Werk das neue Betriebssystem iOS 6 bietet. Neben einigen Verbesserungen dürften sich Kunden über das Fehlen von Google Maps ärgern. Apples eigene App sorgt derzeit mehr für Ärger und Hohn. Die angepriesene LTE-Funktion des iPhone 5 für schnelles mobiles Internet ist in Österreich derzeit nicht nutzbar.
(db)
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