20.05.2013 08:59 Merkliste 0

Samsung dementiert Vertrags-Auflösung mit Apple

23.10.2012 | 09:53 |   (DiePresse.com)

Samsung soll Apple nicht mehr mit Displays versorgen. Samsung dementiert. Angeblich stammt das nächste iPad-Display dennoch von anderen Herstellern.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Zerstört der zähe Patentkrieg die Geschäftsbeziehung zwischen Samsung und Apple. Was naheliegend wäre, wird von Samsung zurückgewiesen - noch. Die "Korea Times" will von "gut informierten Personen" erfahren haben, dass Samsung Apple künftig nicht mehr mit Displays beliefern werde. In Korea ist es gängig, dass sich Manager in Medien nicht direkt zitieren lassen. Dennoch: Auf Nachfrage von dem US-Nachrichtendienst Cnet kam ein offizielles Dementi von Samsung. 

Neue Partner LG und Sharp

Die "Korea Times" berichtet auch von einem schleichenden Rückgang der Lieferungen. Im dritten Quartal habe Samsung nur noch etwa 3 Millionen Bildschirme am Apple geliefert gegenüber geschätzten 15 Millionen im ersten Halbjahr 2012. im Schlussquartal sollen es demnach nur noch 1,5 Millionen sein. Apple greife stärker auf seinen bisher zweitgrößten Bildschirm-Zulieferer LG Display sowie den relativ neuen Partner Sharp zurück. In dem kleineren iPad-Modell, das wahrscheinlich am Dienstag vorgestellt wird, würden gar keine Samsung-Displays mehr zum Einsatz kommen, schrieb die "Korea Times" weiter.

Apple und Samsung bekämpfen sich nahezu weltweit in einem ausufernden Patentkrieg. Apple wirft den Südkoreanern vor, seine iPhones und iPads kopiert zu haben. Samsung führt technische Patente etwa für den Funkstandard UMTS ins Feld. Im Sommer erzielte Apple einen großen Sieg in Kalifornien, wo Geschworene dem US-Konzern mindestens 1,05 Mrd. Dollar (805,5 Mio. Euro) Schadenersatz zusprachen. Die Entscheidung ist allerdings noch nicht endgültig bestätigt worden und Samsung versucht, sie zu kippen. Die langjährige Partnerschaft - Samsung ist für Apple unter anderem auch ein führender Chip-Zulieferer - machten den Patentkonflikt noch problematischer.

 

(APA/dpa/Red. )

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

4 Kommentare

ein rückgang von 15 auf 1,5 millionen

ist schleichend? wow, der artikelschreiber hat das zeug, fekter und grasser nachzufolgen...

baur samsung nicht auch den prozessor für das i phone?

iwie hab ich das gefühl, dass sich i phone und galaxy technisch kaum unterscheiden.

ich persönlich würde auf alle fälle ein galaxy kaufen ist zwar nicht das "orginal" aber dafür ist man dann wenigstens nicht an apples allmächtigen itunes store gebunden!

Re: baur samsung nicht auch den prozessor für das i phone?

Wer googlen kann, ist es auch nicht.

Genial

Toll wie sie Googles großes Manko, kein so umfassendes Angebot wie im iTunes Store zu bieten, klein und von (An)Bindung reden.

Die wichtigste aller Bindungen hierbei ist allerdings keine technische, sondern die freiwillige Kundenbindung. :)