Apple will Mac-Rechner wieder in den USA produzieren

07.12.2012 | 08:00 |   (DiePresse.com)

Ein Teil der Apple-Geräte könnte bald wieder "Made in USA" sein. Konzernchef Tim Cook kündigt Millioneninvestitionen an.

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Der US-Technologiekonzern Apple will im kommenden Jahr einen Teil seiner Produktion von China in die USA zurückholen. Apple-Chef Tim Cook kündigte in zwei am Donnerstag veröffentlichten Interviews an, dass eine Modellreihe der Mac-Computer ausschließlich in den USA gebaut werden solle. Um welchen Mac-Typ es sich dabei handelt und in welcher Stadt die Computer hergestellt werden sollen, verriet Cook nicht.

Im Gespräch mit dem Wirtschaftsmagazin "Businessweek" erklärte Cook, dass Apple in die Produktionsstätte mehr als 100 Mio. Dollar (77,1 Mio. Euro) investieren wolle. Das Unternehmen werde dabei nicht nur die Endmontage in die USA verlagern, sondern gleich mehrere Schritte der Produktion. "Das bedeutet nicht, dass Apple das alles selbst machen wird, aber wir werden mit Leuten zusammenarbeiten und wir werden unser Geld investieren", sagte Cook.

Dem TV-Sender NBC sagte der Apple-Chef, dass sein Unternehmen sich seit Jahren bemühe, mehr in den USA zu produzieren. "Es gibt mit der verarbeitenden Industrie verbundene Fähigkeiten, die aus den USA verschwunden sind", sagte er. Apples Plan sei Teil von "konzertierten Bemühungen", die verarbeitende Industrie in den USA wieder zu stärken. Die Interviews waren die ersten ausführlichen Gespräche von Cook mit Medien, seit er nach dem Tod von Apple-Gründer Steve Jobs vergangenes Jahr an die Konzernspitze gerückt war.

Einen Großteil seiner Produkte wie das iPhone und den Tablet-Computer iPad lässt Apple in China fertigen. Apples Partnerunternehmen geraten dabei immer wieder wegen schlechter Arbeitsbedingungen in die Kritik.

 

(APA/AFP)

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14 Kommentare
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Guter Schritt

Dieser Weg ist nicht nur für Apples Marketing gut, es werden sich Unternehmen wieder anschließen und Teile der Produktion in die USA oder Europa zurückbringen. Gerade jetzt wo die Kosten für die Produktion in China vierteljährlich steigen, der Abnehmer oftmals in den USA oder Europa sitzt und sich daher Transportkosten einsparen lassen lohnt es sich teilweise nur noch kaum in China zu produzieren. Das "Assambled in USA" (für alle strikten Apple Gegner welche Unwissen verbreiten) ist von der Regierung sehr schwer zu bekommen - so viel zu "werden nur ein paar Schrauben fest ziehen". Jede Apple-Meldung ist natürlich sofort als schlecht zu bewerten - also mal ehrlich, das nimmt ja keiner mehr ernst.

77 Millioen...

...sind für Apple Peanuts. Sehr viel wird dort wohl nicht produziert, vielleicht gerade mal ein Desktiop zusammengesteckt. Begrüssenswert ist es eindeutig, aber es klingt - noch zumindest - nach einem sehr kleinen Schritt und mehr nach Imagepolitur. Aber sicher richtungsweisend.

gut, ...

... man besinnt sich wieder den inneren Werten.

Nja, da wird sich Apple wieder die Gewerkschaftsgfrieser...

...einhandeln und die Qualität wird leiden.

Re: Nja, da wird sich Apple wieder die Gewerkschaftsgfrieser...

selbst bei einer positiven Schlagzeile fallt den Apple bashern noch was zum maulen ein!

2 0

Re: Nja, da wird sich Apple wieder die Gewerkschaftsgfrieser...

Dein saudummer Kommentar kommt nicht einmal in der neoliberalen Presse an

Re: Gewerkschaftsgfrieser

Und ohne die Gewerkschafts-Gfraster haben wir dann Arbeitsbedingungen wie in China oder Vietnam oder ...

Siehe Jeansproduktion (es gab einen sehr aufschlussreichen TV-Bericht).

Hauptsache, wir kaufen billig. Ist schon interessant, dass beispielsweise ein Drucker weniger kostet als die Tinte.

Produktion im eigenen Land ist klüger, da auch das handwerkliche Geschick und Wissen im Lande bleibt. Dass die Kaufkraft steigt, ist auch klar. Weniger eigene Arbeitslose sind die Folge.

Ich sehe nur Vorteile. Und zwar auch dann, wenn die Produkte (hier Apple made in USA) teurer werden!

€ 0,02

Drucker sind teurer als die Tinte. Sie werden nur unter dem Selbstkostenpreis verkauft, weil 1x teurer Drucker verkaufstechnisch weniger Sinn macht als 20x teure Tinte verkaufen.

Es ist also eine Verkaufsstrategie, und hat mit dem tatsächlichen Wert der Güter nur bedingt etwas zu tun.

Re: Re: Gewerkschaftsgfrieser

das glauben sie aber selbst nicht. wusste gar nicht, dass fsg schulungen irreparable schaeden hinterlassen.

Re: Re: Re: Gewerkschaftsgfrieser

Wer oder was sind fsg Schulungen?

PS: Ihnen würden Schulungen in deutscher Grammatik gut tun.

Ich sehe nur Vorteile...

Mal ehrlich. Du hast von Wirtschaft nicht ganz so viel Ahnung, oder?

Re: nicht ganz so viel Ahnung

Hauptsache, Sie, peter789, haben die Weisheit mit dem Schöpflöffel gegessen!

Re: Nja, da wird sich Apple wieder die Gewerkschaftsgfrieser...

IDIOT

Re: Re: Nja, da wird sich Apple wieder die Gewerkschaftsgfrieser...

Du hast gerade die Idioten dieser Welt beleidigt…

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