128-GB-iPad: Viel Profit dank billiger Speicherchips

Die aktuellen Chip-Preise führen dazu, dass Apple nur 0,41 Euro pro Gigabyte zahlt. Die Kunden zahlen einen saftigen Aufpreis.

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128-GB-iPad: Viel Profit dank billiger Speicherchips
128-GB-iPad: Viel Profit dank billiger Speicherchips – REUTERS

Apple hat eine neue Version seines iPad vorgestellt. Technisch hat sich nur ein Detail geändert: Der Speicherplatz. Bisher waren maximal 64 Gigabyte möglich, ab 5. Februar sind es 128 Gigabyte. Dafür verlangt Apple eine Aufpreis von 100 Euro. Der Hersteller zahlt aber nach Angaben des Analyseunternehmens IHS, das bei Cnet zitiert wird, umgerechnet nur 0,41 Euro pro Gigabyte Speicher. Die Zusatzkosten von 64 auf 128 Gigabyte machen für Apple etwas mehr als 26 Euro aus.

254 Euro Profit durch Speicher

Im Vergleich zum Basis-iPad mit 16 Gigabyte kostet die neue 128-GB-Version um 300 Euro mehr. Das ist pro Gigabyte umgerechnet mehr als das Sehcsfache des Einkaufspreises von 0,41 Euro. Die Speicher-Mehrkosten machen nur knapp 46 Euro aus. Damit bleiben Apple 254 Euro an Profit direkt aus den Materialkosten. Nicht mit eingerechnet sind mögliche höhere Kosten bei der Fertigung und bei Marketing und Vertrieb.

Apple in der Defensive?

Ein Analyst der Citibank sieht Apple mit dem 128-GB-modell des iPad in der Defensive. Der Hersteller wolle damit die kommende Flut an neuen Geräten abwehren, die mit Windows 8 ausgeliefert werden, argumentiert Analyst Glen Yeung nach Angaben von Cnet. Hier soll ein neuer Intel-Chip ab der zeiten Jahreshälfte für Aufwind sorgen.

(db)

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