EU untersucht Apples Verträge mit Mobilfunkern

Hat Apple sich unlautere Wettbewerbsvorteile verschafft? Die EU-Kommission geht derzeit dieser Frage nach.

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EU untersucht Apples Verträge mit Mobilfunkern
EU untersucht Apples Verträge mit Mobilfunkern – REUTERS

Die EU-Wettbewerbshüter prüfen derzeit die Verträge zwischen Apple und Mobilfunkbetreibern, die das iPhone verkaufen. Grund dafür soll nach Angaben der "New York Times" sein, dass es Beschwerden darüber gab, dass die Verträge den Wettbewerb einschränken. Die Kommission bestätigte, dass sie die Vorwürfe prüfe. Es gebe aber noch keine offizielle Kartell-Untersuchung. "Wir beobachten die Situation", erklärt ein Sprecher der EU-Kommission.

Die Bedingungen, die Apple den Mobilfunker auferlegt seien enorm streng, berichtet eine namenlose Quelle der "New York Times". Auch Ex-Orange-Chef Michael Krammer erklärte nach seinem Abgang von dem Netzbetreiber, dass es mit Apple nicht leicht gewesen sei. "Man bestellt 5000 weiße iPhones und sie liefern 2500 schwarze", erklärte er in einem Interview mit DiePresse.com im Jänner.

Hälfte des Apple-Umsatzes durch Mobilfunker

Apple macht mehr als die Hälfte seines Umsatzes über die Deals mit den Mobilfunkern. Im letzten Quartal des Vorjahres nahm der US-Konzern insgesamt 55 Milliarden Dollar ein. Laut dem Bericht müssen die Betreiber zustimmen, eine gewisse Anzahl an iPhones über einen Zeitraum von drei Jahren zu verkaufen. Ansonsten erhalten sie das begehrte Smartphone nicht. Erreichen die Betreiber die Quote nicht, müssen sie Apple angeblich die nicht verkauften Geräte bezahlen.

Die Kommission hat zwar noch kein offizielles Kartellverfahren eröffnet. Das kann allerdings noch geschehen. Bis dahin (und wohl auch darüber hinaus) bleibt das iPhone aber weiterhin eines der wichtigsten Geräte auf dem Mobilfunkmartk.

(Red.)

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