Die mittlerweile legendäre Rivalität zwischen Microsoft-Gründer Bill Gates und Apple-Chef Steve Jobs gehört offenbar der Vergangenheit an. "Wir haben unsere Ehe mittlerweile seit über zehn Jahren geheim gehalten", antwortete der 52-jährige Jobs am Mittwoch auf die Frage, ob der Konkurrenzkampf zwischen den beiden vielleicht oft übertrieben dargestellt wurde.
Der Scherz erntete beim ersten gemeinsamen Interview der beiden seit 14 Jahren schallendes Gelächter der Zuschauer - und einen etwas verwirrten Blick vom 51-jährigen Gates.
Wer bei dem mit Spannung erwarteten Treffen bei der jährlichen Technologie-Konferenz des "Wall Street Journal" einen heftigen Schlagabtausch erwartet hatte, wurde enttäuscht: Stattdessen gab es scherzhafte Sticheleien und manchmal sogar eine fast sentimentale Stimmung, als sich die beiden an frühere Tage erinnerten.
Microsoft-Ingenieure bewundern iPod
Gates sprach von der Bewunderung der Microsoft-Ingenieure für den Erfolg des Apple-Musikspielers iPod, als sie das Konkurrenzprodukt Zune entwickelten. "Und wir lieben sie, denn sie sind alle unsere Kunden." witzelte Jobs.
Apples neue Werbeserie mit einem spießigen Anzugträger als PC und einem coolen Jugendlichen als Mac sei gar nicht bösartig gemeint, versicherte Jobs. "Die Kunst hinter dieser Werbung besteht darin, dass sie nicht gemein ist, sondern dass diese Typen sich mögen."
Gates und Jobs gehörten in den 80er Jahren zu den wichtigsten Pionieren einer völlig neuen Industrie, waren jedoch sehr unterschiedlich. Während Gates, der Gründer des weltgrößten Softwarekonzerns Microsoft, die Verbreitung des Personal Computers und seiner Software in jeden Haushalt der Welt betrieb, konzentrierte sich Apple-Mitgründer Jobs auf die Entwicklung und Produktion maßgeschneiderter Computer. Aus den anfänglichen Partnern entwickelten sich schnell erbitterte Rivalen. (Ag.)

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