T-Mobile Austria-Chef Robert Chvatal lobte das Handy als "sensationelle Kombination von einem Handy mit 'Visual Voicemail', einem Breitbild iPod (Apple-MP3-Player Anm.) und einem wegweisenden Internetgerät". Apples Einstieg in das Mobilfunkgeschäft war von einem globalen Hype begleitet worden, es soll einen richtiggehenden Run der Netzbetreiber auf den Exklusivdeal mit dem US-Computerkonzern Apple gegeben haben. T-Mobile Austria punktete dabei mit der Konzernmutter Deutsche Telekom, dem größten Telekomkonzern in Europa, der das Handy exklusiv in Deutschland verkauft.
Österreichs Marktführer, die Mobilkom Austria, zeigte sich, nachdem der Zuschlag für T-Mobile sich abzeichnete, wenig angetan vom iPhone. "Es ist ein nettes Spielzeug mit einer tollen Oberfläche. Aber ist kein 3G-Handy und daher für Europa zu schwach. Außerdem ist das Business-Modell von Apple, das Telefon an ein Netz zu binden, eine Knebelung. Ebenso die Beschränkung von Diensten", so Mobilkom-Chef Boris Nemsic. One-Boss Michael Krammer meinte: "Ob es so die Masse erreichen wird, bezweifle ich. Apple muss sich an Europa anpassen."
T-Mobile Austria wird das iPhone in der 8GB-Version ab 399 Euro und die 16GB-Version ab 499 Euro anbieten. Die Kunden können zwischen zwei Tarifen wählen: Der 'Classic'-Tarif ist für eine Grundgebühr von 39 Euro inklusive 1.000 Freiminuten in alle Netze erhältlich. Mit dem 'Supreme'-Tarif bekommen Kunden einen "All-inclusive"-Flat-Tarif für 55 Euro monatlich: 0 Cent in alle Netze und 1.000 SMS. Beide Tarife haben ein 3GB-Datenpaket inkludiert, "Visual Voicemail" und Zugang zu allen 165 T-Mobile HotSpots österreichweit, so der zweitgrößte heimische Mobilfunker.
iPhone: Zwischen Kritik und Hype
Wie die Erfahrung aus anderen Ländern zeigt, ist mit einem Ansturm auf das "Kult-Handy" zu rechnen. Kritiker sehen eher einen Hype und kritisieren, dass das Handy nicht über die dritte Mobilfunkgeneration UMTS verfügt. Die anderen heimischen Netzbetreiber werden das Handy aufgrund der Exklusiv-Strategie von Apple wohl nicht anbieten können.
Zu Jahresbeginn hatte sich die Deutsche Telekom sehr zufrieden mit dem bisherigen iPhone-Verkauf in Deutschland gezeigt. "In den elf Wochen seit dem 9. November haben wir 70.000 iPhone-Verträge geschlossen, davon etwas mehr als die Hälfte mit Neukunden", sagte der Chef von T-Mobile Deutschland, Philipp Humm. Das Apple-Mobilfunkgerät sei mit Abstand das meistverkaufte Multimedia-Endgerät im Portfolio von T-Mobile.
Der französische Apple-Kooperationspartner France Telecom verkaufte nach eigenen Angaben alleine im ersten Verkaufsmonat 70.000 Geräte. Allerdings wird in Frankreich das iPhone anders als in Deutschland auch ohne Vertragsbindung verkauft. (Ag./Red.)
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