Vom iBook zum E-Book. Apple will auch am neuen Kuchen der digitalen Bücher mitnaschen und mit Büchern für das iPhone aus dem "App Store" Amazons Kindle Konkurrenz machen. Dessen Erfolg basiert aber bisher zum Großteil auf dem Hype, denn offizielle Verkaufszahlen des Geräts, beziehungsweise der digitalen Bücher für das Gerät, sind noch nicht erschienen. Amazon-Gründer Jeff Bezos teilte aber in einem Interview mit USnews.com mit, dass bereits ein Zehntel der Titel, die sowohl als Buch als auch als E-Book erhältlich sind, für den Kindle bestellt werden.
Einige US-Verleger wollen jetzt aber das iPhone als Plattform für ihren Büchervertrieb nutzen. So hat der Verlag Houghton Mifflin Harcourt, einer der größten Herausgeber von Lehrbüchern in den USA, angekündigt, eine Reihe seiner Titel als eigenständige Applikationen für das iPhone herauszubringen. Die Bücher besitzen jeweils eine integrierte Lesesoftware und sollen über den "App Store" vertrieben werden. David Langevin, Vizepräsident und Leiter der Abteilung elektronische Märkte bei Houghton Mifflin, ist überzeugt, dass iPhone-Kunden auf die Weise ihr Gerät zu einem E-Book-Reader aufrüsten werden.
Angebot an E-Books steigt kräftig
Bereits jetzt gibt es einige E-Book-Reader im "App Store". Einige vertrauen auf proprietäre Formate, andere wiederum unterstützen offene Standards. Der Ansatz von Houghton Mifflin soll den potentiellen Lesern die Entscheidung erleichtern, indem Inhalt und Reader vereint werden.
Der Trend zum E-Book scheint sich fortzusetzen. Der von Berstelsmann kontrollierte Verlag Random House hat angekündigt, seine Anzahl an digitalisierten Büchern auf etwa 15.000 verdoppeln zu wollen. Langevin kann die Entwicklung im Verlagsgeschäft bestätigen. Die Steigerung der Verkäufe im Bereich E-Books hätten sich 2008 im dreistelligen Prozentbereich bewegt. Bald würden Hörbücher im Verkauf von E-Books überholt werden.
(Red.)
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