Der US-Internetriese Google hat dem Computerhersteller Apple die Behinderung des Wettbewerbs vorgeworfen. Die veränderten Nutzungsbedingungen für die Werbeplattform iAd errichteten künstliche Hürden für Googles Handywerbung auf dem iPhone, teilte der Werbedienstleister AdMob mit. Google hatte das Unternehmen kürzlich für 750 Millionen Dollar (624 Mio. Euro) übernommen. Die Veränderungen hielten Drittanbieter davon ab, wichtige Daten von iPhone-Anwendungen zu sammeln. Die Werbeplattform startet am 1. Juli. Apple drängt mit iAd in einen Markt, der noch in den Kinderschuhen steckt. Die Erwartungen an Werbung auf mobilen Endgeräten sind hochgesteckt, aber noch ist der Umsatz im Vergleich mit Onlinewerbung auf traditionellen Computern klein.
Mit iAd können Software-Entwickler Werbung direkt in ihre sogenannten Apps für Apples iPhone einbauen. Google will über AdMob ebenfalls solche Werbung ermöglichen, um seine Vormachtstellung bei Suchwerbung auf dem PC auch auf mobile Endgeräte übertragen zu können.
Am Montag hatte Apple mit seiner neuen Version des iPhones dem Konkurrenten Google den Kampf angesagt. Auf dem Smartphone-Markt sieht sich Apple einer immer schärferen Konkurrenz durch den Internetgiganten und dessen Handy-Betriebssystem Android ausgesetzt.
(Ag.)
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