iPad: Das „coole“ Spielzeug der Großen

08.10.2010 | 18:54 |  Von Sara Gross (DiePresse.com)

Generation iPad. Studien zeigen: Das iPad ist keineswegs ein hippes „Teenie-Gadget“ – zum Spielen wird es aber trotzdem gerne verwendet.

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Wer nutzt eigentlich das iPad und wofür? Eine Frage, die sich seit Marktstart viele gestellt haben. Knapp fünf Monate, nachdem das erste iPad über den Ladentisch gegangen ist, lässt sich das sogar einigermaßen klar beantworten. Anders, als man vielleicht vermuten mag, ist das Apple-Tablet keineswegs ein Teenie-Spielzeug. Und das, obwohl der zweithäufigste Kaufgrund laut einer Studie von Resolve Market Research „Coolness“ ist (am häufigsten wurde „Unterhaltung“ als Grund genannt).
Die Hälfte der Befragten gab zudem an, im iPad einen Luxusgegenstand zu sehen. Der durchschnittliche Käufer ist gut situiert, gebildet und im mittleren Alter. Eine Studie der deutschen Focus Group zeigt, dass sogar mehr als ein Drittel der Nutzer zwischen 40 und 49 Jahre alt ist und 36 Prozent  über 50 Jahre alt sind. Weniger überraschend: Mehr als 80 Prozent sind Männer. Das Gros der ausgewerteten Nutzer hatte zudem einen höheren Schulabschluss, mehr als die Hälfte ein Studium, und drei Viertel waren voll berufstätig und verfügten über ein monatliches Haushaltsnettoeinkommen von 2500 Euro und mehr (80 Prozent). Umso überraschender eigentlich, dass das iPad nur selten in die Arbeit mitgenommen wird.

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Rund 80 Prozent nutzen das iPad zu Hause, und zwar am liebsten am Abend und zum Lesen. Fast die Hälfte der von Resolve befragten iPad-Besitzer gab an, mit dem Apple-Tablet keinen weiteren Bedarf an einem E-Book-Reader zu haben. Ein ähnliches Bild zeichnet die Studie der Focus Group: Mehr als 80 Prozent nutzen das Gerät zum Lesen von Tageszeitungen und Nachrichten; mehr als die Hälfte der Befragten war sogar bereit, dafür etwas zu bezahlen. Das wird besonders die vielen Verleger freuen, die in Tablets das News-Medium der Zukunft sehen. Es gibt allerdings noch einen zweiten Bereich, in dem das iPad nur allzu gerne eingesetzt wird. Laut Resolve machen Spiele mit etwa 36 Prozent den Großteil der geladenen iPad-Apps aus. Rund 40 Prozent der Befragten sahen nach dem Kauf des iPads außerdem keinen Grund mehr, sich eine portable Spielekonsole zuzulegen. Interessant ist auch, dass fast alle von Focus Befragten ihr iPad täglich nutzen. Einer der Hauptgründe, es nicht zu kaufen, ist nämlich nach wie vor „mangelnder Bedarf“, wie Resolve herausgefunden hat.

("Die Presse")

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