Was die Gerüchteküche vom iPad 2 erwartet hatte

Der Nachfolger von Apples Tablet-Vorreiter wurde präsentiert. Im Vorfeld gab es zahlreiche Gerüchte um das neue Gerät.

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EPA (Jochen Luebke)

Dass es kommen würde, war klar. Noch nie hatte Apple dermaßen deutlich zu einer Produktpräsentation eingeladen. Am 2. März wurde das iPad 2, der Nachfolger eines der wohl unerwartetsten Erfolgsgeräte der jüngeren Technikgeschichte vorgestellt. Steve Jobs persönlich leitete die Veranstaltung im Yerba Buena Center for the Arts in San Francisco. Parallel dazu gab es eine Veranstaltung in den Räumlichkeiten der BBC in London in Kooperation mit Apple. DiePresse.com war vor Ort und konnte das neue Gerät schon in die Hand nehmen.
Zum Bericht der Vorstellung des iPad 2 >>>

Der folgende Text wurde vor der Präsentation geschrieben. Für die aktuellen Informationen folgen Sie bitte dem Link über diesem Absatz.

iPad 2: Das neue Apple-Tablet im Kurztest

Kameras

Bereits seit Wochen ranken sich diverse Gerüchte darum, wie das iPad 2 aussehen könnte. Als ziemlich sicher gilt, dass Apple die Größe des 10-Zoll-Touchscreen beibehalten wird. Lediglich schlanker soll es werden und ohne Wölbung auf der Rückseite. Ebenfalls erwartet wird, dass Apple eine Kamera einbaut. Ob auf der Vorder- und Rückseite oder nur auf der Vorderseite für Videotelefonate, die Apple seit neuestem liebgewonnen hat, ist unklar.

Display und Prozessor

Uneinigkeit herrscht bei den Glaskugelsehern und Kaffeesudlesern in diversen Blogs und Medien beim Display. Wird Apple die Pixeldichte wie beim iPhone 4 erhöhen? Wird sie gleich bleiben? Schon als das Smartphone vorgestellt wurde, sagten viele Branchenkenner, das nächste iPad werde auf dieselbe Technologie setzen. Allerdings ist es weit schwieriger, ein derartiges Display auch in dieser Größe kostengünstig herzustellen. Viele vermuten, dass statt des voriges Jahr präsentierten A4-Chips mit 1 GHz Taktfrequenz ein stärkerer Nachfolger eingebaut wird. Ob auch ein eigener Grafik-Chip für bessere Spieleleistung sorgen soll, ist derzeit nur Spekulation.

Auch in Weiß?

Eine Frage, die sich manche stellen ist, ob das iPad 2 auch wie das iPhone 4 in Schwarz und Weiß angeboten werden wird. Allerdings ist bisher noch kein weißes iPhone 4 wirklich verfügbar. Immer wieder gibt es Probleme mit der Fertigung, heißt es aus dem Apple-Umfeld. Insofern ist es anzuzweifeln, dass Apple es inzwischen geschafft hat, seine Produktion so hinzubekommen, dass weiße Oberflächen auch in der Größe eines iPad angeboten werden können.

Apple-Chef auf Pause

Eine große Unbekannte ist Firmengründer Steve Jobs. Ob der gesundheitlich angeschlagene Apple-Chef vor Ort sein wird, ist ungewiss. Er hat sich erneut eine Auszeit genommen. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird Interimschef und COO Tim Cook das Gerät vorstellen. Er hatte letztens auch für Aufsehen gesorgt, als er eine günstigere Version des iPhone andeutete. Apple solle "nicht nur für Reiche" seine Geräte entwerfen, erklärte Cook in einem Analystengespräch. Ob damit auch das iPad (2) billiger wird, bleibt abzuwarten. Die Preise werden ebenfalls erst heute präsentiert.

Google in den Startlöchern

Für Apple ist es ein wichtiger Termin. War das iPad noch ein bisschen ein Experiment, so ist der Erfolg des Nachfolgers essenziell. 15 Millionen Stück der ersten Generation wurden abgesetzt. Das iPad 2 soll diesen Kurs fortsetzen. Die Konkurrenz schläft aber nicht. Google will mit seinem Tablet-Betriebssystem Android 3 den Markt aufmischen, zahlreiche Hersteller, wie Samsung, Motorola und LG haben bereits Geräte auf dem Mobile World Congress mit der Software an Bord vorgestellt.

(db)

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