Rache ist ein Gericht, das man am besten kalt serviert. Und Samsung hat inzwischen wohl genug Gründe, um Apple eins auswischen zu wollen. Wie die Korea Times berichtet, will der Hersteller den Verkauf des für Oktober erwarteten iPhone 5 in seinem Heimatland Südkorea verbieten lassen. Der Hersteller befindet sich derzeit in einem erbitterten Patent- und Markenkrieg mit Apple. Derzeit sollen weltweit 23 Verfahren zwischen den beiden Streithähnen anhängig sein.
Als Grund für den Verkaufsstopp soll die im iPhone 5 verbaute drahtlose Datenübertragungstechnik sein. Samsung behauptet, bisher noch hinter vorgehaltener Hand, dass Apple hier seine Patente verletzt und hat bereits in Australien gegen den Hersteller diesbezüglich geklagt. Es sollen sieben Patente verletzt worden sein, die im iPhone 3G, iPhone 3GS, iPhone 4 und iPad 2 genutzt werden.
Blamage auf der IFA
Bisher hat Samsung eher auf Abwehr gesetzt und war nicht direkt gegen Apple vorgegangen. Seit aber das Galaxy Tab 10.1 in Deutschland und Australien verboten wurde und Samsung sein nagelneues Galaxy Tab 7.7 von seinem Stand auf der IFA in Berlin entfernen musste, haben die Koreaner die Samthandschuhe abgelegt. Es darf aber erwartet werden, dass sich die beiden Parteien außergerichtlich einigen.
Samsung hat viele Komponenten für Apple-Geräte hergestellt. Es ist also durchaus denkbar, dass Technologie der Koreaner im kommenden iPhone 5 eingesetzt wird. Aufgrund der Geschäftsbeziehungen mit Apple haben die Samsung-Anwälte wohl noch gewartet, bevor sie das schwere Geschütz ausgepackt haben.
(db)
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