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Apple wehrt sich: Haben halbe Million Jobs geschaffen

03.03.2012 | 09:22 |   (DiePresse.com)

Der Konzern tritt der Kritik wegen der Auslagerung seiner Produktion nach China entgegen. In den USA beschäftigt Apple heute 47.000 Menschen.

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Apple reagiert auf die anhaltende US-Kritik an der Auslagerung seiner Fertigung nach China. Eine vom kalifornischen Elektronikkonzern in Auftrag gegebene Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Apple in seiner Heimat 514 000 Jobs geschaffen oder unterstützt hat - "vom Ingenieur, der das iPad mitentwickelt hat, bis zum Paketboten, der es an Ihre Haustüre bringt", wie Apple auf einer Website schreibt.

Die Studie ist Teil einer Charmeoffensive des neuen Konzernchefs Tim Cook. Der verstorbene Vorgänger und Apple-Gründer Steve Jobs hatte derartige Kritik meist an sich abprallen lassen. Cook fährt hier einen offeneren Kurs.

Apple beschäftigt nach eigenen Angaben 47 000 Menschen in den USA und 70 000 weltweit. Vor zehn Jahren seien es in den Vereinigten Staaten weniger als 10 000 gewesen. Ein großer Teil arbeitet in der Zentrale in Cupertino nahe San Francisco. Apple baut dort gerade einen komplett neuen Campus - was wiederum Arbeitsplätze schaffe, wie es hieß.

Externe Entwickler profitieren

In die halbe Million US-Arbeitsplätze fließen auch all jene externen Entwickler ein, die Apps für das iPhone-Handy oder den iPad-Tabletcomputer kreieren. Das alleine sichert laut der Studie mehr als 210 000 Menschen ein Einkommen. Die Untersuchung stammt von der Beratungsgesellschaft Analysis Group.

Apple wehte in den vergangenen Monaten ein scharfer Wind entgegen. Der Konzern verdient mit seinen Erfolgsprodukten viele Milliarden. Das gelingt aber nur, weil die Geräte günstig bei Auftragsfertigern wie Foxconn in China produziert werden. Menschenrechtler und US-Medien kritisieren die dortigen Arbeitsbedingungen. Apple sah sich bereits gezwungen, Prüfern Zugang zu den Fabriken zu gewähren und will deren Berichte regelmäßig veröffentlichen.

(APA)

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17 Kommentare

freihandel = wohlstand fuer alle

nehmen wir mal an, apple wuerde in den usa produzieren - und zwar nur in den usa, dann wuerde der laptop nicht 1000 dollar kosten sondern 3000 dollar

der oekonomische effekt waere sehr negativ. die ganzen arbeiter in china haetten kein einkommen und muessten sich etwas anderen suchen, um ihre familien zu ernaehren, die ganzen konsumenten ueberall auf der welt haben ploetzlich 2000 dollar pro laptop opportunitaetskosten, die vorher nicht dagewesen sind - das sind 2000 dollar, die nicht fuer andere konsumgueter ausgegeben werden koennen oder gespart werden koennen und somit anderen fuer investitionen zur verfuegung stuenden

es kann auch jedes land autark leben ohne irgendwelchen handel, nur dann waere die gesamtgesellschaft um einiges aermer und wir wuerden technologisch viel langsamer vorankommen

freihandel schafft arbeitsplaetze und wohlstand in allen beteiligten laendern

Re: freihandel = wohlstand fuer alle

Wenn wir die Chinesen nicht so ausbeuten würden, würden sie eigene Produkte entwickeln und produzieren.
Bedeutet: Zusätzlich zu den chinesischen Arbeitern, die dann auch fair bezahlt werden könnten, bekommen auch noch etliche Chinesen einen Job in der Produktentwicklung.

=> Amerikanische Arbeiter und amerikanische Entwickler haben einen Job UND chinesische Arbeiter und chinesische Entwickler haben einen Job.

Und da man nicht mit jedem Sklaventreiberbetrieb weltweit in Konkurrenz treten muss, können auch BEIDE Länder ihre Arbeiter anständig bezahlen und ein würdiges Arbeitsklima bieten.

Aktuell: Amerikanische Arbeiter sind arbeitslos (analog zu Europa), amerikanische Entwickler haben Job,
chinesische Arbeiter werden durch westliche Diktatur ausgebeutet.
= Auslöschung des Mittelstandes

Natürlich wären die Produkte dann teurer, dafür aber umweltfreundlich und von hoher Qualtität, wodurch wir mehr Freude an den Produkten hätten.
Und dadurch, dass wir weniger Arbeitslose haben, können wir die Steuern senken, wodurch wir wieder mehr Geld haben, um uns die qualitativ hochwertigen und volkswirtschaftlich wertvollen Produkte locker leisten können.

Aktuell arbeiten wir in Österreich jedes Jahr bis Ende Juli nur für das Finanzamt.

Re: Re: freihandel = wohlstand fuer alle

sorry, kann ihrer logik nicht folgen

bevor china die maerkte teilweise geoeffnet hat in den 80ern, waren die meisten chinesen damit beschaeftigt, schlicht und einfach zu ueberleben und nahrung zu beschaffen - was auch nicht so toll funktionierte, deswegen sind millionen leute dort verhungert (speziell unter mao)

seit der oeffnung der maerkte hat der "teilweise implementierte kapitalismus" dafuer gesorgt, dass mehrere hundert millionen chinesen den sprung geschafft haben in die mittelklasse und das wohlstandniveau hat sich drastisch erhoeht

politisch gesehen gibt es im westen keine diktatur (es sei denn, mir ist in geographie etwas entgangen), es gibt nur gekaufte politiker, die gesetze beschliessen die die konzerne favorisieren, welche lobbying betreiben - das hat aber mit kapitalismus & freier marktwirtschaft nichts zu tun sondern mit korruption und "corporatism"

apple produkte sind uebrigens umweltfreundlich, speziell im vergleich zur konkurrenz und von hoher qualitaet (sonst wuerde niemand das produkt kaufen) - und dass das unternehmen damit erfolgreich ist, beweist die bewertung an der boerse (wertvollstes unternehmen derzeit)

weniger arbeitslose = weniger steuern, das ist der hund der sich in den eigenen schwanz beisst. mehr arbeitslose = mehr steuern, demnach? diese logik funktioniert nicht

zu guter letzt- sich etwas leisten zu koenenn haengt mit der kaufkraft der waehrung zusammen

Re: Re: Re: freihandel = wohlstand fuer alle

China ist natürlich ein schlechtes Beispiel, da der Kommunismus, wie sie richtig beschrieben haben nicht funktioniert.

Ich würde einfach mal Österreich betrachten.

Vielleicht war Steuern allgemein zu ungenau, meinte Steuersatz pro Person:
Mehr Arbeitslose bedeutet weniger Steuereinnahmen bei steigenden Aufwand für den Sozialsektor (also Steuerausgaben) => Steuererhöhungen für den Rest => weniger Kaufkraft

Weniger Arbeistlose bedeutet mehr Einnahmen (aufgeteilt auf mehr Leute) bei sinkenden Ausgaben für den Sozialsektor => Steuersatzsenkungen => mehr Kaufkraft

Früher hat Österreich selbst Produkte entwickelt und produziert. Diese Produkte waren im Unterschied zum Chinaschrott von hoher Qualität und die Mitarbeiter konnten im Unterschied zu heute von ihren Gehältern sich selbst und ihre Familie versorgen.

Da wir nun aber mit jedem Kinderausbeutungsbetrieb ohne dem Regultativ der Schutzzölle zum Ausgleich in Konkurrenz treten müssen, entlassen wir massenhaft Mitarbeiter und die verbleibenden können von dem Lohn nicht leben, genauswenig, wie die Chinesen.

Früher gab es zum Ausgleich unfairer Wettbewerbsbedingungen Schutzzölle, diese haben alle beteiligten Länder geschützt.

Seit sich die ÖVP halt Ar. über Kopf an die EU und Konzerne verkauft hat und die SPÖ propagiert hat, Schulden sind gratis zusätzliches Geld, können wir uns aufgrund der horrenden Steuersätze für immer weniger Leistungsträger das System nicht mehr leisten. (siehe Griechenland = unsere Zukunft)
lg

Antworten Gast: ASVG-Sklave
03.03.2012 18:26
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Re: freihandel = wohlstand fuer alle

Milchmädchenrechnung nennt man das. Als ob die $ 2000 teureren Laptops in Amerika nicht ihrerseits höheres Inlandsvermögen schaffen würden. (Amerikanische Arbeiter könnten sich damit wieder Häuser und wieder mehr amerikanische Autos leisten, weil das Geld im Land zirkuliert).

Der Globalisierungsschmäh ist ausgeträumt. Er hatte nur einen zeitlich limitierten Nutzen. Gerade wird abgerechnet. Wir sehen das an den kranken Volkswirtschaften weltweit.

Re: Re: freihandel = wohlstand fuer alle

das hat weder mit milch noch mit maedchen zu tun sondern mit opportunitaetskosten.

und wenn die wenigen tausend arbeiter mit hohem gehalt und deren kaufkraft gegenuebergestellt werden mit den hunderten millionen konsumenten rund um den globus (und deren opportunitaetkskosten) wird hier schnell klar, wer das maedchen mit der milch ist, wenn sie von "sich mehr leisten" reden

lol :-)))

Antworten Antworten Antworten Gast: ASVG-Sklave
03.03.2012 19:32
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Re: Re: Re: freihandel = wohlstand fuer alle

der arbeitslose Amerikaner hat allerdings mehr von einem erschwinglichen Haus in den USA, als dass "hunderte Millionen Konsumenten" in Nigerien, Bangladesh und Indonesien sich Apple Notebooks leisten können.

Re: Re: Re: Re: freihandel = wohlstand fuer alle

die haeuser sind deswegen nicht erschwinglich, weil die hauspreisblase aus politischen gruenden mit aller gewalt aufrecht erhalten wird

wuerde man fannie mae und freddie mac morgen zusperren und das ganze inventar auf den markt werfen, dann wuerde das 200k haus nur mehr 20k kosten

die jobs kommen schon wieder, es muss nur die politik aus dem weg gehen. viele call-center jobs werden zb wieder zurueckverlagert in die usa, aus kostengruenden, sprach & produktivitaetsgruenden.
im sueden vor boom vor allem automobil und stahlindustrie (weil es gibt keine gewerkschaften).
ende 2012 ist auch obama weg und dann gehts wieder aufwaerts! :-)

Was kann Apple dafür, wenn es eine Wechselkursbindung Yuan-Dollar auf zu niedrigem Niveau gibt?

Diese Konstruktion kann ja nur den Sinn haben, Industrie nach China zu saugen. Dass das schlecht für die USA und die restliche Welt ist, ist auch klar.

Aber für diesem Missstand ist wohl die US Regierung selbst verantwortlich, nicht Apple.

Gast: gasti
03.03.2012 15:16
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apple sichert einkommen ;-)

ja sicher, gerade in china sichert man dass einige genau zu wenig zum leben, aber zu viel zum sterben haben, damit sie wie zombies iphones und ipads zusammenschrauben dürfen und apple über 500% gewinn machen kann

Re: apple sichert einkommen ;-)

Hätten die betroffenen Chinesen nicht ihre Jobs bei Foxconn, hätten sie womöglich gar keine. Man muss nicht alles krampfhaft schlecht machen.

Re: Re: apple sichert einkommen ;-)

Ja, aber alles schlechte muss man nicht unreflektiert relativieren.

Nur wenn man Missstände anspricht, können sie geändert werden. Gerade Apple ist in der glücklichen Position, ohne große Gefährdung des Betriebes die Bedingungen zu verbessern.

Gast: ASVG-Sklave
03.03.2012 11:41
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eine halbe Million Sklavenjobs

fahrt zur Hölle mit dieser Art der Vollbeschäftigung.

Re: eine halbe Million Sklavenjobs

diese halbe Million " Sklaven " würden ohne diese jobs wahrscheinlich fast verhungern!

Re: Re: eine halbe Million Sklavenjobs

Stimmt, so setzen sie sich wenigstens selbst ein Ende - oder was wollen Sie uns mitteilen?

Solche Sklavenbedingungen muss erst mal ein Betrieb schaffen, die so trist und unerträglich sind, so dass Selbstmord als einzige Lösung erscheint.

Re: Re: Re: eine halbe Million Sklavenjobs

Recherchieren Sie richtig! Die Selbstmorde bei Foxconn sind verhältnismäßig (man beachte die große Anzahl der Mitarbeiter) nicht häufiger als woanders.

Re: Re: Re: Re: eine halbe Million Sklavenjobs

Zu Foxconn gibt es viele Berichte. Von wegen, dass die Arbeiter wie Maschinen behandelt werden und immer die selbe Tätigkeit am Fließband ausführen müssen obwohl schon lange bekannt ist, dass das die Psyche zermürbt.

Die Aussagen über den Gehalt gehen auseinander, aber man findet auch Quellen die meinen die Arbeiter bekämen die Hälfte des üblichen Lohns.

Angestellte die mit Selbstmord drohen (Wie verzweifelt muss man sein, dass man ohne Lohnsteigerung sein Leben wegschmeißt!?)

Also, wenn man nur ein bisserl recherchiert kommt ein schlimmer Sumpf zu Tage.

Ich muss mich wundern, warum bei Apple immer irgendjemand in die Presche springt und die schlimmsten Sachen schönreden möchte.