iPad bietet kein LTE: Auch in Europa drohen Apple Klagen

Apple bewirbt das neue iPad weltweit mit dem Zusatz "4G". Unterstützt werden die modernen LTE-Netze aber nur in den USA und Kanada.

FILE - In this March 7, 2012 file photo, a new Apple iPad is on display during an Apple event in San
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(c) AP (Paul Sakuma)

Apples neues iPad unterstützt die neueste Mobilfunkgeneration LTE und hat daher den Namenszusatz "4G" erhalten. Tatsächlich werden aber nur die entsprechenden Netze in den USA und Kanada unterstützt. In allen anderen Ländern werden für LTE andere Frequenzen verwendet. Trotzdem bewirbt Apple sein Tablet mit dem Namenszusatz "4G" (4. Generation). Die Folge sind verwirrte und verärgerte Kunden - und mittlerweile auch Klagen. Nach einer ersten Klage in Australien haben nun auch in Schweden Verbraucherschützer erste Beschwerden erhalten. Mit juristischen Problemen ist also auch in Europa zu rechnen.

4G kein eindeutiger Begriff

Zwar weist Apple in einer Fußnote darauf hin, dass LTE nur in den USA und Kanada mit entsprechender SIM-Karte nutzbar ist. Verbraucherschützer bezweifeln aber, dass das deutlich genug ist. "Es scheint berechtigt, sich zu fragen, ob die Werbung des neues iPads irreführend ist", sagt Mark Andersson, Anwalt des schwedischen Verbraucherschutz-Amtes Konsumentverket dem Wall Street Journal. In Australien hat Apple Käufern per E-Mail eine Entschädigung angeboten. Der Begriff 4G steht allerdings lediglich für "vierte Generation und, damit ist kein eindeutiger Begriff wie LTE und könnte eventuell auch auf die Übertragung via HSDPA angewandt werden. HSDPA wird vom neuen iPad weltweit unterstützt, bietet eine schnellere Übertragung als UMTS, firmierte bisher aber eher unter 3G.

Das neue iPad im DiePresse.com-Test

 

(Red. )

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