Apple regiert 73 Prozent der Smartphone-Profite

Drei Viertel der 11 Milliarden Euro, die Smartphones weltweit an Profiten abgeworfen haben, streift der iPhone-Hersteller ein. Der Rest geht an Samsung, HTC erhält gerade einmal ein Prozent.

iPhone 4S
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iPhone 4S
(c) AP (Steven Senne)

Samsung mag Apple bei den Stückzahlen überholt haben. Wenn es aber darum geht, wer am meisten Geld mit seinen Smartphones macht, ist der iPhone-Hersteller unangefochten an der Spitze. 73 Prozent der Profite des ersten Quartals gingen an Apple. Samsung konnte nur 26 Prozent für sich beanspruchen, bei HTC waren es nur das verbliebene eine Prozent. Die Zahlen hat das Marktforschungsunternehmen Asymco veröffentlicht. Die Branche boomt aber insgesamt. Vor zwei Jahren spülten Smartphones noch 4 Milliarden Euro in die Kassen. Im ersten Quartal waren es bereits 11 Milliarden Euro. Und drei Viertel davon gehörten Apple.

Provider verschaffen Apple Gewinn

In der Analyse heißt es, dass der Großteil von Apples Profiten durch Betreiber-Subventionen hereingespült wurde. Rund 250 Mobilfunker haben das iPhone bei sich ins Programm aufgenommen. Die Bereitschaft das zu tun, sei ein Ausdruck dessen, dass Nutzer immer mehr einen Computer als Handy wollen und weniger ein Handy, das auch Computerfunktionen nebenbei beherrscht. Zumindest ist das das Ergebnis des Berichts von Asymco.

Billigsegment im Aufbruch

Bei den normalen Handys, in Bericht "feature phones" genannt, zeichnet sich auch eine Änderung ab. Der Markt stagniert, ist aber mit 250 Millionen Stück im ersten Quartal immer noch recht groß. Nokias, die bei Smartphones kaum noch mitspielen, können hier einen wichtigen Anteil halten. Die meisten Geräte verkaufen aber komplett unbekannte Hersteller. Unter "andere", abseits von Nokia, Samsung, Motorola, Sony Ericsson, LG, ZTE und Huawei, hat Asymco alle kleinen Anbieter zusammengefasst. Diese machen 44 Prozent des Marktes aus. Die Analysten vermuten, dass es bereits tausende solcher kleinen Hersteller gibt.

(db)

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