Der Social-Games-Anbieter Zynga will mit einem eigenen sozialen Netzwerk aus dem Schatten seines mächtigen Partners Facebook treten. Zynga stellte am Dienstabend in San Francisco einen neuen Treffpunkt für Online-Spieler mit dem Namen "Zynga with Friends" vor. Zynga will sich damit auf eine breitere Basis stellen. Das Netzwerk soll bald an den Start gehen. Der Geschäftsführer von Zynga.com, Manuel Bronstein, rechnet nach eigenen Angaben mit 290 Millionen Nutzern.
Dem weltgrößten sozialen Netzwerk könnte durch seinen wichtigsten Spielelieferanten Konkurrenz im Buhlen um die Kunden erwachsen. Facebook soll aber auch Teil von "Zynga with Friends" werden. Die Plattform ist als zentraler Sammelplatz aller Zynga-Spiele auf Facebook, Tablets und Smartphones geplant. Zudem gab Zynga eine Kooperation mit dem Unterhaltungselektronikkonzern Atari zur Entwicklung von Spielen bekannt. Atari und andere Partner wie Crash Lab, Fat Pepple und Phosphor Games sollen Spiele für "Zynga with Friends" entwickeln und von der großen Nutzerzahl profitieren.
Farmville 2 in 3D und andere Neuigkeiten
Auf der großen Pressekonferenz kündigte Zynga-Gründer Mark Pincus zudem zahlreiche neue Spiele an. Darunter mit "The Ville" eine Lebenssimulation im Stil von "The Sims". "ChefVille" ermöglicht die virtuelle Führung eines Restaurants und "Elite Slots" erweitert Zyngas Casino-Serie um einen weiteren Titel. "Matching with Friends" ist ein Farb-Puzzle-Spiel, das gegen Freunde gespielt wird. Zudem war auf der Konferenz ein Trailer für eine 3D-Version von Farmville 2 zu sehen.
Zynga ist für seine Internetspiele "Castleville" und "CityVille" bekannt. Das Unternehmen ist bisher auf den Erfolg Facebooks angewiesen. Am Sonntag feiert der Spieleanbieter seinen fünften Geburtstag - 2007 wurde mit "Zynga Poker" das erste Spiel gestartet und zwar auf Facebook. Zynga macht mittlerweile 93 Prozent seines Umsatzes über das Netzwerk von Mark Zuckerberg. Doch das Kundenwachstum stottert. Im Schlussvierteljahr legte die Zahl der Nutzer im Vergleich zum Vorquartal kaum zu. Analysten sorgen sich zunehmend, der Börsenneuling Zynga könnte zu wenig Geld pro Nutzer einnehmen, um nachhaltig in der Erfolgsspur bleiben zu können. 2011 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von mehr als 1 Milliarde Dollar.
(Ag. / Red. )
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