Ouya: Fans finanzieren 99-Dollar-Konsole in 24 Stunden

11.07.2012 | 09:03 |   (DiePresse.com)

Innerhalb eines Tages konnte das Projekt mehr als 2 Millionen Dollar lukrieren und sein Finanzierungsziel mehr als verdoppeln. Die Spielkonsole soll es Entwicklern erleichtern, Spiele für das Wohnzimmer zu entwickeln.

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Während die Gaming-Branche dem Start von Nintendos Wii U entgegenfiebert und diverse Gerüchteküchen über neue Versionen von Sonys PlayStation und Microsofts Xbox fleißig brodeln, will ein neuer Hersteller auf den Markt. Die Konsole Ouya basiert auf Android, kostet nur 99 Dollar und soll offen für jegliche Modifikationen sein. Projektleiterin Julie Uhrman sagt in einem Interview mit Kotaku, dass die "alten" Konsolenhersteller ihr Geschäftsmodell überdenken sollten. "Wir mögen es nicht, wenn Leute 60 Dollar für ein Spiel bezahlen und sich betrogen fühlen", wettert Uhrman.

Unter anderem deswegen soll jeder Entwickler zumindest einen Teil seiner Spiele kostenlos anbieten. Vorrangig dürfte Ouya unabhängige Entwickler anlocken, da die Einstiegshürden deutlich niedriger sind als bei den etablierten Konsolen. Zahlreiche Programmierer, darunter auch die Macher von "Minecraft", haben bereits ihr Interesse bekundet. Die großen Hersteller wie Electronic Arts oder Ubisoft bleiben noch auf Abstand.

Nutzer als Finanzierer

Damit aus der Idee aber Realität wird, benötigen die Ouya-Macher noch Geld. Konkret wollten sie noch 950.000 US-Dollar, die sie innerhalb von 30 Tagen über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter eintreiben. Innerhalb von nicht einmal 24 Stunden erreichte das Projekt bereits mehr als zwei Millionen Dollar. "Ihr seid unsere Helden", schrieb Uhrman in eine Nachricht an die mehr als 17.000 Finanzierer. Jetzt überlegen sich die Erfinder der Konsole, ob sie weitere Ziele definieren, um den Kunden noch mehr bieten zu können.



Rein technisch erinnert die Konsole stark an Googles neues Android-Tablet Nexus 7. Als Hauptprozessor wird ein Tegra 3 eingesetzt, der Arbeitsspeicher beträg 1 Gigabyte. Fernsehgeräte werden per HDMI angeschlossen, als Betriebssystem kommt Android 4.0 zum Einsatz. Der Controller bietet neben den klassischen Steuerknöpfen auch ein Touchpad. Über Bluetooth und USB können andere Geräte angeschlossen werden. Für Bastler versprechen die Ouya-Macher, dass simple Modifikationen an der Software nicht die Garantie verletzen.

(db)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

4 Kommentare
0 0

skeptisch ...

das konzept wäre genial, bin nur leider skeptisch ob es sich auch durchsetzen wird gegen ms/sony ... sieht man ja wie der spielemarkt regiert wird, erfolgreiche titel werden ins unendliche fortgesetzt und ausgemolken, kein platz für innovation ...

0 0

OUYA

Hab mir gleich mal eine gesichert.
Für alle interessierten: Zur Zeit sind nur noch ~3000 Stück übrig, jedoch weiß ich nicht, was sich nach den neu definierten Zielen in ein paar Tagen hinzukommen wird bzw. ob mehr zur Verfügung gestellt werden.

Gast: DerPlayer
10.07.2012 17:53
1 1

EA Support

http://images.derstandard.at/2012/07/03/1339706900241.jpg

Nach dem Foto hier ( Unten rechts in der Ecke ) gibts doch wohl Electronic Arts Support!

Hurra Battlefield ich komme :D

Antworten Gast: player two
10.07.2012 19:25
1 0

Re: EA Support

lies den kotaku-artikel, da steht, dass das mehr oder weniger nur ein fake platzhalter ist

Smartphone aus Österreich

AnmeldenAnmelden