"The Ville" ist das neueste Spiel des bekannten Facebook-Game-Anbieters Zynga. Es handelt sich um eine Lebenssimulation, in der man sein digitales Alter-Ego durch eine Stadt steuert, in der auch die Avatare von Facebook-Freunden leben. Das klingt bekannt und lässt sofort an "Die Sims" denken. So sieht das auch der Publisher Electronic Arts. Er hat in den USA eine Klage eingereicht, weil es sich bei "The Ville" um eine unverhohlene Kopie von "The Sims Social" handle, das ebenfalls auf Facebook angeboten wird.
Das Duplikat sei so umfassend, dass ein unbefangener Beobachter beide Spiele nicht voneinander unterscheiden könne. Zynga habe drei EA-Manager während der Entwicklung des Spiels abgeworben.
Zynga schockiert Anleger
Zynga hatte die Anleger Ende Juli mit so schlechten Quartalszahlen schockiert, dass die bereits arg gebeutelte Aktie auf einen Schlag um 40 Prozent einbrach. Der Spieleentwickler verlor fast 23 Mio. Dollar (18,7 Mio. Euro) und strich auch noch die Jahresprognose zusammen. Dem Unternehmen macht unter anderem zu schaffen, dass immer mehr Nutzer vom PC auf mobile Geräte wie Smartphones und Tablets abwandern, auf denen Zynga bisher weniger stark ist. Der Kauf eines Spezialisten für mobile Spiele für 180 Mio. Dollar erwies sich als Flop: Die Nutzerzahl beim populärsten Spiel "Draw Something" brach seit dem Deal im Frühjahr von mehr als 14 auf 3,5 Millionen ein.
(APA/dpa/Red. )
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