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Gamescom 2012: Die Trends für Europas größte Spielemesse

13.08.2012 | 14:25 |   (DiePresse.com)

275.000 Menschen besuchten 2011 die Veranstaltung. Auch heuer sollen es so viele werden. Ein Überblick über die Branchenerwartungen. Die Gamescom findet vom 15. bis 19. August statt.

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Von 15. bis 19. August öffnet in Köln wieder die Gamescom ihre Pforten. 2011 besuchten 275.000 Menschen die Videospiel-Messe (Rückblick: Gamescom 2011 bei DiePresse.com). Allzu viele Neuheiten gab es nicht, aber die Besucher nutzten die Chance, um noch nicht erschienene Spiele ausprobieren zu können. Der Trend soll sich auch diesmal fortsetzen. Die Veranstalter haben die Räumlichkeiten vergrößert. Auch heuer stellt sich die Frage: In welche Richtung steuert die Computerspielebranche? Mehrere Trends scheinen sich abzuzeichnen.

Aus zwei mach drei ... oder dreizehn

Fortsetzungen haben in der Spiele-Branche Tradition. Bekannte Figuren und Konzepte erleben etliche Neuauflagen - weil es sich für die Anbieter finanziell lohnt, aber auch weil viele Spieler sich mit alten Helden in neue Abenteuer stürzen wollen. Lange Schlangen dürfte es auf der Gamescom bei Titeln wie "Assassin's Creed 3", "Crysis 3" oder "Fifa 13" geben.

Augmented Reality vor dem Durchbruch?

Dank Kamera und Bewegungssteuerung werden reale und virtuelle Welt miteinander verknüpft. Ein aktuelles Beispiel liefert Sony mit dem Wonderbook, einem Buch, das über die Playstation mit interaktiven Inhalten erweitert wird. Schon bisher gab es mehrere Ansätze, Augmented Reality (AR) umzusetzen. Der durchschlagende Erfolg will sich bisher aber nicht einstellen. Googles kuriose Computerbrille "Google Glass" verfolgt ein ähnliches Konzept. Sie blendet Inhalte direkt ins Sichtfeld des Benutzers.

Gamescom 2011: Neue Spiele und nackte Haut

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Bewegung, Bewegung!

2010 und 2011 waren tanzende und hüpfende Spieler der Hingucker der Gamescom. Der ganz große Hype um Bewegungssteuerungen ist zwar abgeklungen, doch weiterhin kommen viele Titel für Wohnzimmersportler heraus. Und vor allem Microsoft dürfte nach dem Erfolg seines Kinect-Systems auch in der nächsten Xbox-Generation, die vermutlich im kommenden Jahr herauskommt, auf Spielsteuerung per Körperbewegung setzen.

Offline war gestern

Kaum ein Spiel verzichtet noch auf eine Internet-Anbindung. Die Nutzer treten gemeinsam oder gegeneinander an, laden ihre Punktstände und Zeiten in eine Bestenliste hoch oder teilen ihren Freunden per Twitter und Facebook mit, was sie gerade erreicht haben. Das gilt längst nicht nur für klassische Online-Titel von "Farmville" bis "World of Warcraft", sondern prinzipiell für alle Spiele. Hersteller wie Electronic Arts und Ubisoft haben eigene Online-Plattformen entwickelt, die auch eine Vernetzung ermöglichen.

Ein Spiel, mehrere Geräte

Zu Hause wird die virtuelle Farm oder Stadt auf dem PC gepflegt, unterwegs auf dem Smartphone oder der mobilen Konsole - das ist die Grundidee des "cross-platform gaming". Nutzer sollen ihr Spiel also dank permanenter Internet-Verbindung jederzeit auf verschiedenen Plattformen weiterführen können. Damit bleiben sie im besten Fall länger bei der Stange.Microsoft hat auf der E3 im Juni mit "Xbox SmartGlass" ein entsprechendes Projekt vorgestellt.

Mobil bleibt Trumpf

Der Trend zum Spielen auf Smartphone und Tablet zeichnet sich seit Jahren ab - immer mehr Nutzer haben ein mobiles Gerät in der Tasche oder auf Couch. Und immer mehr Entwickler versuchen ihr Glück mit Titeln für den kleinen Bildschirm. Damit wird es aber schwieriger, die Zwischendurch-Spieler auf sich aufmerksam zu machen. Unter dem Boom der Smartphones leiden die mobilen Konsolen Playstation Vita und Nintendo 3DS.

Gratis spielen, Inhalte zukaufen

Firmen wie Zynga und Bigpoint haben vorgemacht, dass sich mit Gratis-Spielen Geld verdienen lässt - etwa über den Verkauf virtueller Gegenstände. Nun experimentieren auch die Großen der Branche, die bisher vom Verkauf ihrer Spiele lebten, mit diesem Geschäftsmodell. Auf der Gamescom will beispielsweise Ubisoft zwei Titel ankündigen, die auf das sogenannte "neue "Free-to-play"-Modell setzen.

(APA/dpa/Red.)

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3 Kommentare

Offline war gestern?

Das reiht sich in die Liste der Sprüche wie:
"Kein Programm wird je mehr als 640 kb Speicher benötigen".
"Alles was erfunden werden kann, wurde bereits erfunden"
"Atomkraft ist sicher".

Antworten Gast: ido
13.08.2012 19:28
0 0

Re: Offline war gestern?

Ernsthaft?? Das ist wohl eher das genaue Gegenteil dieser Sprüche...

Man darf online natürlich nicht nur als den Zwang zwecks Kopierschutz sehen, sondern die zahllosen Vorteile, online zu spielen...

Re: Re: Offline war gestern?

Vorausgesetzt man will das überhaupt.