Spieler, die nicht für die von ihnen genutzte Software zahlen, sind den Herstellern ein Dorn im Aug. Dieser Dorn ist nach Schätzungen von Ubisoft-Chef Yves Guillemot sogar ziemlich groß. "Auf dem PC zahlen nur fünf bis sieben Prozent" für Spiele, sagt er in einem Interview mit Gamesindustry. Daher will Ubisoft für den PC in Zukunft mehr Gratisangebote fabrizieren. Diese "Free-2-Play"-Spiele (F2P) würden es dem Hersteller ermöglichen, auch in anderen Märkten Fuß zu fassen, wo sie es bisher nicht konnten, hofft Guillemot.
Komplett ohne Umsatz für die Hersteller sind F2P-Spiele natürlich nicht. Diverse Zusatzinhalte oder Gegenstände können nur gegen Bares freigeschaltet werden. Das hat derartigen Spielen schon öfter die Kritik eingebracht, sie seien nicht F2P sondern P2W ("Pay-2-Win"), da nur die Spieler, die ihre Charaktere mit teurer Ausrüstung ausstatten, eine Chance haben. Guillemot ist auch vorsichtig und sieht in F2P kein Wunderding, das alle Probleme lösen wird.
Ubisofts Chef hegt große Hoffnungen für die nächste Konsolengeneration. Diese würden einen "riesigen Aufschwung" für die Branche bedeuten. Daher werde das Kerngeschäft von Ubisoft weiterhin in diesem Bereich bleiben. Die verantwortlichen Hersteller (Nintendo, Sony und Microsoft) hätten dafür bereits zu lange gewartet.
(Red.)
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