Am Sonntag verwandelte sich die Orc-Stadt Orgrimmar in dem Rollenspiel "World of Warcraft" binnen weniger Minuten zu einem gigantischen virtuellen Friedhof. Ohne angegriffen zu werden fällt ein Spielcharakter nach dem anderen vor den Augen der Spieler tot um und verwandelt sich in ein Skelett. Zahlreiche Videos (zB. hier) auf Youtube zeigen, dass das Massaker in vielen virtuellen Städten des beliebten Online-Rollenspiels stattfand. Schuld war eine Sicherheitslücke über die Hacker das Massensterben steuerten. Vier Stunden brauchte das Entwicklerstudio Blizzard um dem Spuk ein Ende zu bereiten.
"Wir haben das Spiel nicht ruiniert"
Wer hinter dem Angriff steckt, ist unklar. In einem Forum meldete sich ein angeblicher Täter zu Wort, berichtet Eurogamer. Man habe schließlich keinen permanenten Schaden angerichtet, ist da zu lesen. "Es ist ja nicht so, als hätte ich das Inventar eines jeden (Spielers, Anm.) mit 20.000.000 Einheiten Gold aufgestockt und damit die Wirtschaft zerstört", zitiert Eurogamer aus dem Forum. Damit wird auf den in den Nutzungsbedingungen untersagten Handel mit virtuellen Gütern angespielt. "Jetzt fragt euch selbst, wer das Spiel ruiniert. Das sind nicht wir".
Blizzard bittet um Hinweise
Blizzard hat mittlerweile eine Stellungnahme veröffentlicht. Die Lücke sei vorerst geschlossen und das Problem sollte sich nicht wiederholen. Blizzard entschuldigt sich bei den betroffenen Spielern und bittet um Hinweise auf die Urheber des Angriffs. World of Warcraft hat rund zehn Millionen Nutzer weltweit.
(sg)
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